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Nicole und Lothar Leder: Entspannter durchs Leben

14. September 2013 von Mario Lisker

Foto: Mario Lisker,   freiEs gibt nur wenige Ehepaare in der Triathlonwelt, die so lange und erfolgreich den Sport geprägt haben, wie Nicole und Lothar Leder. Während Nicole ihre Karriere beendete und die Zeit ohne Druck genießt, wird Lothar noch mindestens ein weiteres Jahr als Profi unterwegs sein. Eines haben beide gemeinsam: Es ist alles ein bisschen entspannter.


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Er war der erste Mensch, der die magische acht Stunden Marke durchbrach. Mit seinen mittlerweile 42 Jahren zählt er unter Deutschlands Profis zum Urgestein und die Triathlonwelt ist ohne ihn eigentlich nicht denkbar. Wie er über das Dauerthema der Wattmessung denkt, ob Kona dem Mythos gerecht wird und wer sein Favorit auf die Krone ist, verriet uns Lothar Leder auf dem Erdinger Herbstfest.

Foto: Mario Lisker, freiLothar, wie lange darf die Triathlonwelt mit dir als Profi noch mitfiebern?

Ich mache schon noch ein paar Jahre weiter. Ich hatte meinen Peak so mit 35, 36 Jahren und ab da war ich eigentlich nicht mehr so richtig schnell. Aber mir macht´s noch Spaß und ich mache noch weiter. Ich werde im nächsten Jahr 43 und ich starte noch einmal als Profi.

Bist du eher der Purist was Equipment angeht? Was hältst du vom Dauerthema der Wattmessung?

Nein, ich bin kein Purist. Ich bin selbst schon jahrelang nach Watt gefahren, dann eine Zeit lang ohne und im nächsten Jahr wieder mit Wattmessung. Ich finde es ganz gut. Ich bin allgemein an Technik interessiert, möchte gern leichte Räder fahren und ich schaue mir schon alles sehr genau an.

Eher im Training oder auch im Wettkampf – wo findest du Wattmessung am effizientesten?

Beides. Sowohl im Training als auch bei einem Ironman ist es wichtig nicht zu überziehen, gerade in den ersten beiden Stunden eines Rennens überziehen die meisten.

Nach einem erfolgreichen Finish – wie sehen die ersten beiden Wochen bei einem Profi wie dir aus?

triathlon.de freiNach einem Ironman eine Woche gar nichts und das Wochenende darauf wieder ein kleines Rennen. Ich hatte jetzt vor zwei Wochen die Challenge Kanada und bin eine Woche später wieder bei einem Sprintrennen gestartet. Aber in der einen Woche mache ich wirklich gar nichts. Im Moment ist es ja fast Gang und Gäbe, dass man alle zwei Wochen einen Ironman macht. Das kann ich nicht. Mein Rekord ist  ein Abstand von fünf Wochen und das war schon extrem hart. Sonst regenerierst du einfach nicht.

Für viele Athleten ist Kona der größte Traum. Einmal abgesehen davon, dass es die Weltmeisterschaft ist: Was ist an diesem Rennen so anders? Was ist der Mythos?

Der Mythos Hawaii sind einfach diese Naturgewalten. Das Wasser, die Hitze, der Wind, die traumhafte Insel – es kommt einfach alles zusammen. Man kann es nicht beschreiben, man muss einfach da gewesen sein um es zu verstehen.

Du kannst es also nicht wirklich entkräften. Das Motto: kämpft dafür…

Nein, keine Frage. Es ist toll. Wer noch nie da war, sollte einmal im Leben dorthin. Ich selbst war dreizehn Mal dort, konnte es zwar nie gewinnen, aber es hat immer riesigen Spaß gemacht. Ich gehe auch wieder hin – als Altersklassenathlet irgendwann einmal.

Wen siehst du in diesem Jahr als Favorit auf Big Island und wer ist Dein Geheimtipp?

Ja, die gewohnten Agenten. Andreas Raelert, der Alexander und in diesem Jahr tippe ich sogar auf Frederic van Lierde. Nicht zu vergessen Sebastian Kienle natürlich. Wenn es windig wird, wird Sebi das Ding gewinnen!

Unsere Blitz Hits: Wir geben dir ein Stichwort, du antwortest das erste, was dir einfällt.

Kinder          
…haben wir eines

Trainingsplanung
…ist sehr gut und wichtig. Sollte man aber nicht übertreiben.

Erfolg
…in allen Bereichen im Leben wichtig.

Niederlage
…genauso wichtig, da lernst du den Erfolg draus.

Kienle
…kann Hawaii gewinnen, wird Hawaii gewinnen.

perfekter Tag
…hatte ich 1996 als ich das erste mal unter acht Stunden war.

Urlaubsziel
…uff, schwere Frage…Berlin

Weiter auf der nächsten Seite mit Nicoles Interview.

Hier geht´s zu Lothars Homepage.

Fotos: triathlon.de


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