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Mental Energy: Übungen für mehr Energie im Wettkampf – Teil 1

25. Juni 2015 von Doris Kessel

triahtlon.de,   freiNa, bist du auch schon im Wettkampffieber? Die Triathlonsaison ist schon voll im Gange. Jetzt kommt es darauf an, alles abzurufen, was du über die letzten Monate hinweg trainiert hast. Auch im mentalen Training haben wir schon eine Menge hinter uns: Zielklärung und -formulierung, Imagination, Motivation und viele Übungen dazu. Was du jetzt brauchst sind kurze und effiziente mentale Einheiten und kleine Energiehilfen, die dich im Wettkampf unterstützen, damit du schnell wieder Kraft tanken kannst!


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Mein Kraftort

Gerade im Wettkampf oder auch im Training kannst du diese Visualisierungsübung sehr gut einsetzen, um dich aufzuladen. So geht’s: Such dir einen ruhigen Ort, an dem du dich entspannt hinsetzen oder hinlegen kannst. Du solltest die Übung mit geschlossenen Augen in einem relaxten Zustand ausführen. Folgende Fragen kannst du dir entweder auf dein Handy sprechen oder von jemanden vorlesen lassen:

Welcher Ort fällt dir spontan ein, der dir Kraft gibt?
Beschreibe den Ort, wie sieht er aus?
Welche Farben siehst du?
Kannst du etwas hören?
Wenn du dich umschaust, was siehst du noch?
Wie sieht der Boden aus?
Was siehst du, wenn du nach oben schaust?
Kannst du etwas schmecken?
Kannst du etwas fühlen?
Was gibt dir der Ort für ein Gefühl?
Wo am Körper möchtest du diesen Ort auslösen, wenn du ihn brauchst?

Die letzte Frage zielt darauf ab, wo du den Ort „verankern“ möchtest. Zum Beispiel kannst du während des Wettkampfes Daumen und Zeigefinger aufeinanderpressen, um deinen Kraftort abzurufen.

Foto: Thomas Wenning, frei

Wenn du deinen Kraftort und deinen Anker gefunden hast, ist es wichtig, dass du das auch trainierst, d.h. so so oft wie möglich setzt du deinen Anker am Körper und holst dir deinen Kraftort her mit allen Facetten. Du wirst merken, dass mit jedem Mal das Gefühl stärker wird. Vielleicht brauchst du auch irgendwann keinen Anker mehr und es reicht der Gedanke an deinen Kraftort.

Farbenpower

Das Farben eine psychologische Wirkung haben ist bekannt. Also: Warum nicht als Energiegeber im Wettkampf einsetzen? Natürlich ist es mit der Wettkampfkleidung schwierig, da Neoprenanzüge oder Vereinskleidungen oft schwarz sind. Jedoch kannst du dir dein Fahrrad zu nutzen machen und Farbakzente setzen, z.B. mit einer knallbunten Radflasche oder einem Eyecacher am Auflieger – aerodynamisch versteht sich :-)

Folgende Farben wirken besonders anregend auf unser Unterbewusstsein:

  • Rot = aktivierend, stimulierend, belebend, steigert Vitalität und Selbstwertgefühl
  • Orange = leistungssteigernd, aufbauend, anregend, fördert Leichtigkeit und Freude
  • Gelb = aufmunternd, nervenstärkend, steigert die Konzentrationsfähigkeit

Bilder für mehr Energie

Fotos: Thomas Wenning, freiNeben dem Kraftort und den realen Farben kannst du dir immer wieder Bilder in Gedanken herholen, die dich stärken. Schöne Eindrücke aus der Natur, positive Erinnerungen oder du stellst dir einfach Farben vor, z.B. einen gelben Energieball in den du eintauchst. Wenn dir das besonders leicht fällt und du eine gute Imaginationsfähigkeit besitzt, kannst du dir z.B. mit jedem Schluck aus deiner Trinkflasche vorstellen, wie sich der „Krafttrunk“ in Form einer Farbe (die dir in diesem Moment gut tut) in deinem Körper ausbreitet, bis in jede Muskelzelle. Vielleicht hilft dir auch die Vorstellung von kleinen Energiekraftwerken, die in deinen Beinen auf Hochtouren laufen.

Damit du im Wettkampf nicht erst krampfhaft überlegen musst und dir das wieder Energie kostet, solltest du dir vorher schon eine Liste machen und mit diesen Bildern im Training üben. Natürlich kannst du dir für die Aufregung vor dem Schwimmstart spezielle Entspannungsbilder aussuchen. Farben die entspannend wirken sind Blau- und Lilatöne. Wichtig hierbei ist wieder, dass du mit allen Sinnen imaginierst. Dabei helfen dir die oberen Fragen, die du schon für den Kraftort verwendet hast.

Wie immer sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Probiere aus, was bei dir gut wirkt, denn du kennst dich selbst am besten. Viel Spaß beim mentalen Training!

Zur Website von Doris Kessel.

Fotos: triathlon.de, Thomas Wenning

Doris Kessel ist Autorin dieses Artikels: Sie kommt aus der Triathlonhochburg Roth, ist Triathlon B-Lizenz-Trainerin, Wettkampfrichterin, Mentalcoach für Sport und Business und ist seit 20 Jahren Triathletin aus Leidenschaft von der Sprint- bis zur Langdistanz.
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