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Melatonin macht müde – na und

18. Dezember 2007 von Dr. Langdistanz

jede-menge-backwerk.JPGDie Plätzchendose ist der natürliche Feind des Triathleten. Falsch.

Genießt doch einfach mal diese Zeit, wenn es draußen gefühlt den ganzen Tag dunkel ist und Schnee oder Nieselregen die Radtour zum ultimativen Kampf gegen den inneren Schweinehund machen. Es ist schon richtig, dass der Winterschlaf für uns schon wieder vorbei ist, aber man muss es doch nicht gleich wieder übertreiben.


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Darum gehe ich auch so gerne vor Weihnachten nach Ismaning zur Winterlaufserie. Dort gibt es im Ziel tonnenweise Lebkuchen, zumindest für die, die schnell genug waren. Ismaning war ein prima Leistungstest, die
Endorphinpumpen haben jedenfalls super funktioniert. Bestzeit, ein Hochgefühl und Lebkuchen.diat-weihnacht-aber-nicht-uebertreiben.JPG

Lebkuchen ist ein gutes Stichwort
Triathleten neigen ja in vielen Fällen zur totalen Askese – Fettreduktion, wo es nur geht, bloß keine leeren Kohlenhydrate. Aber will ich das wirklich?

Triathleten = Bären
Der menschliche Körper ist doch ein wenig vergleichbar mit dem der Bären, nicht nur auf Grund des aufrechten Ganges und des Winterschlafes. Auch wir unterliegen dem Jahreszeitenrhythmus: Wir sind im Sommer schlanker und im Winter etwas runder.

peter-sagt-ja-zu-plaetzchen.jpgDer Körper braucht diesen Wechsel, und der Körper von uns Triathleten erst recht. Im Frühjahr und Sommer während der Trainings- und Wettkampfphase ärgern wir unser Immunsystem, wo es nur geht. Eine ständige Gratwanderung, die ich schon mit einigen Stirnhöhlenentzündungen nach harten Trainingswochen im Mai und Juni bezahlt habe. Im Winter sind wir zudem mit einem ständigen Ansturm von Erkältungsviren konfrontiert, da müssen wir uns doch nicht noch zusätzlich durch Diäten und Kalorienzählen unter Druck setzen.

Zirbeldrüse und Melatonin
Die Zirbeldrüse, ein kleines Anhängsel an unserem Gehirn, schüttet im Winter bedingt durch die lange Dunkelheit, mehr Schlafhormon Melatonin aus, was uns nicht nur müde macht, sondern auch den Fettaufbau fördert. Wie alle Hormone wirkt Melatonin nicht einfach isoliert für sich, sondern ist eingebunden in ein kompliziertes Netzwerk, das in der Waage zu halten, dem Körper einiges abverlangt.

Funken wir da mit zu vielen Trainingsreizen in Verbindung mit spartanischer Ernährung dazwischen, dann kann der Schuss auch mal nach hinten losgehen.

triathlon-macht-freunde.JPG Triathlon macht Freu(n)de
Glühwein und Lebkuchen – da ist es auch nicht mehr weit zum Weihnachtsmarkt. Auf gerade diesen konnten wir jetzt auch unsere Freunde aus Hilpoltstein entführen. Sorgen sie zur Challenge-Zeit dafür, dass wir uns pudelwohl fühlen und entspannt und sorglos an den Start der QCR-Roth gehen können, revanchieren wir uns wie jedes Jahr mit einem Verwöhnwochenende bei uns.

Wie läuft es im Training

6 bis 8 Stunden pro Woche sind für mich zurzeit realisierbar. 3 bis 4 mal laufen, davon ein Lauf an die 2 Stunden, einmal draußen Radfahren, einmal auf die Rolle, einmal Schwimmen und ein wenig Strechcordz und Rumpf-Stabi.

Über das vierte Adventswochenende möchte ich, je nach Wetter, ein wenig mehr Radfahren und dann über die Feiertage in Frankreich intensivere Läufe absolvieren. Silvester starten wir beim größten Silvesterlauf Europas in Werl. 15 Kilometer mehr oder weniger immer geradeaus. Da habe ich noch eine Rechnung offen (schon wieder) – 9 Sekunden fehlen da zu unter einer Stunde.

Allen Dreisportlern wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr.

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