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Llanos gewinnt Ironman Arizona 2011 unter acht Stunden

21. November 2011 von Christoph Steurenthaler

Tempe, 20. November 2011- Der Spanier Eneko Llanos gewann den Ironman Arizona mit einer Zeit von 7:59:38 Stunden und war damit erst der zweite Mann unter acht Stunden bei einem Ironman in Nordamerika. Sebastian Kienle konnte seine hohen Erwartungen nicht umsetzen und wurde Sechster. Bei den Frauen gewann Leanda Cave in 8:49:00 Stunden ihren ersten Ironman-Titel.


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Eneko Llanos durchbrach damit die Phalanx der Deutschen. Nachdem Andreas Raelert 2009 und Timo Bracht 2010 das Rennen für sich entscheiden konnten, sollte dieses Jahr Sebastian Kienle die deutsche Dominanz fortsetzen. Doch es kam anders als gedacht.

Der Amerikaner John Dahlz war „First out of the water“ in 46:56 Minuten. Die Franzosen Stephane Poulat und Benjamin Sanson und Jeremy Jurkiewicz folgten nur wenige Sekunden dahinter. Sebastian Kienle erreichte die erste Wechselzone nach 53:45 Minuten und fuhr gemeinsam mit den Briten Fraser Cartmell und Paul Amey noch auf der erste Runde in die Top Ten. Jan Raphael musste das Rennen bereits nach zehn Kilometern mit einem gebrochenen Schalthebel aufgeben und meinte dazu: „Schade. Ich habe mich zwar nicht gut gefühlt aber ich hätte dennoch gerne die Chance gehabt es auszuprobieren und 100% zu geben.“ Kienle übernahm nach der ersten Runde sogar kurzzeitig die Führung, doch ein defektes Hinterrad bremste ihn aus und er verlor erneut wertvolle Zeit. Die neuerliche Aufholjagd mit einem Laufrad vom neutralen Materialwagen kostete ihn dann sichtlich zu viel Kraft und er verlor alleine auf den letzten dreißig Kilometern über zehn Minuten. An der Spitze ging mittlerweile ohne ihn die Post ab.

4:20 Stunden betrug Llanos Bikesplit. Mit 1:30 Minuten Vorsprung wechselte er auf die Laufstrecke. Kienle hatte nach dem Radfahren bereits über zwölf Minuten Rückstand und wechselte an Position acht auf die Marathonstrecke. Amey lief zu Llanos auf und übernahm nach neun Meilen die Führung, konnte den Spanier aber nicht abschütteln. Gemeinsam liefen sie Schulter an Schulter. Drei Meilen vor dem Ziel zog Llanos in einer Verpflegungsstelle das Tempo an und riss eine Lücke zu Amey.

In 7:59:38 Stunden brach Eneko Llanos Timo Brachts Streckenrekord aus dem Vorjahr und war nach Ronnie Schildknecht zwei Wochen zuvor in Florida erst der zweite Mann unter acht Stunden bei einem Ironman in Nordamerika. Es war Llanos zweiter Ironmantitel in diesem Jahr nach seinem Sieg beim Ironman Texas im Mai. Mit seinem Sieg rehabilitierte er sich für sein DNF in Kona. Amey wurde in 8:01:23 Stunden Zweiter. Auf Platz drei lief der Ukrainer Victor Zyemtsev in 8:14:36 Stunden ein. Er absolvierte den schnellsten Marathon des Tages in 2:43:30 Stunden.

Torsten Abel absolvierte ein kontrolliertes Rennen und wurde in 8:16:44 Stunden auf Platz vier bester Deutscher. Sebastian Kienle wurde in 8:19:29 Stunden Sechster.

Leanda Cave gewinnt ihren ersten Ironman-Titel

Amanda Stevens kam mit der Männerspitzengruppe nach 48:43 Minuten als erste Frau aus dem Wasser. Cave folgte an Position vier mit zwanzig Sekunden Rückstand. Beim Ausstieg rutschte sie aus und schlug hart auf dem Boden auf. Schnell rappelte sie sich wieder auf und rannte zu ihrem Rad. Dort folgte Schreck Nummer zwei in Form eines Plattfußes. Mit Adrenalin bis in die Haarspitzen nahm sie die Verfolgung und verkürzte den Rückstand bis zur T2 auf vier Minuten auf die Führenden.

Nur sechs Wochen nach ihrem dritten Platz in Kona gewann Cave in 8:49:00 Stunden ihren ersten Ironman-Titel. Zweite wurde Corbin in 8:54:33 Stunden vor Kessler in 9:00:14 Stunden. Beste Deutsche war Susan Dietrich als Neunte in 9:19:47 Stunden.

Top Ten Männer
1. Llanos, Eneko 7:59:38
2. Amey, Paul 8:01:29
3. Zyemtsev, Viktor 8:14:36
4. Abel, Torsten 8:16:44
5. Poulat, Stephane 8:18:55
6. Kienle, Sebastian 8:19:29
7. Jurkiewicz, Jeremy 8:19:38
8. Weiss, Michael 8:21:36
9. Wurtele, Trevor 8:22:21
10. Bastie, Christophe 8:26:10

Top Ten Frauen
1. Cave, Leanda 8:49:00
2. Corbin, Linsey 8:54:33
3. Kessler, Meredith 9:00:14
4. Stevens, Amanda 9:09:39
5. Vesterby, Michelle 9:11:23
6. Williamson, Kelly 9:12:18
7. Calkins, Kathleen 9:12:40
8. Gross, Sara 9:18:03
9. Dietrich, Susan 9:19:47
10. Wernick, Charisa 9:22:37

Fotos: Endura Pix/ Larry Rosa
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