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Mittel- und Langdistanz: so macht Dich eine Leistungsdiagnostik schneller

13. November 2018 von Stephan Schepe

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Die Spiroergometrie (Aeroscan)

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Mithilfe einer spiroergometrischen Leistungsdiagnostik können unmittelbar leistungsrelevante Parameter (Energieverbrauch, Sauerstoffaufnahme, relativer F-/KH-Stoffwechsel) ermittelt werden. Daraus lassen sich folgende Erkenntisse ableiten:

1. Wettkampfstrategie: auf Grundlage der Werte kann eine zielgerichtete Bestimmung der individuellen Wettkampfintensität (Leistungswerte / Pace / Herzfrequenz) und der zugehörigen Ernährungsstrategie erfolgen.

2. Trainingsbereiche: die erreichten Werte spiegeln den aktuellen Leistungsstand des Athleten wider. Hieraus kann gezielt der Handlungsbedarf für das weitere Training ermittelt und in konkrete Trainingsmaßnahmen umgesetzt werden. Die Trainingsbereiche (Grundlagen-/Aufbau-/Entwicklungs-/Wettkampfbereich) werden dabei klar definiert.

 

Wie funktioniert’s?

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Im Rahmen der Spiroergometrie (Aeroscan) werden die Atemgase eines Athleten im Stufentestverfahren gemessen. Diese geben Aufschluss über den Energiestoffwechsel: aus dem Verhältnis von Kohlendioxidabgabe zu Sauerstoffaufnahme ergibt sich der respiratorische Quotient (RQ). Bei reiner Fettverbrennung (RQ=0,7) überwiegt der Anteil des verbrauchten O2 aufgrund der biochemischen Prozesse in der Muskelzelle. Bei ansteigender Belastungsintensität erhöht sich kontinuierlich der Anteil der Kohlenhydrate an der Energiebereitstellung, der RQ-Wert steigt damit ebenso an. Bei RQ=1,0 werden dann nur noch Kohlenhydrate verstoffwechselt. Je später dieser Punkt erreicht wird, umso besser der individuelle Trainingszustand. Dieser Schwellenwert ist dann Ausgangspunkt für die Ermittlung der Trainingsbereiche sowie der Wettkampfprognose. Wird der Stufentest bis zur Ausbelastung weitergeführt, steigt der RQ sogar auf Werte über 1,0 – hierbei werden dann Kohlenhydrate anaerob verstoffwechselt, es entsteht Laktat. Laktatmessungen sind als Leistungsprognose für die Mittel- und Langstrecken jedoch weniger relevant: anaerobe Kapazität und Laktattoleranz spielen auf langen Wettkampfdistanzen eine unbedeutende Rolle.

Fazit
Mit einer Spiroergometrie wird der Stoffwechsel bei sportlicher Belastung gemessen. Als Schlüsselkompetenz für Mittel- und Langdistanzathleten entsteht durch dieses diagnostische Verfahren ein aktuelles Leistungsbild, aus dem sich sowohl gezielte Trainingsschwerpunkte als auch eine individuelle Wettkampfstrategie ableiten lassen.

Übrigens: Profis führen regelmäßig leistungsdiagnostische Testverfahren durch, um ihr Training in jeder Trainingsperiode optimal steuern und die aktuellen Leistungswerte für das Rennen nutzen zu können. Die gleichen trainingswissenschaftlichen Grundsätze gelten aber auch für Nicht-Profis…

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Autor: Stephan Schepe
triathlon.deStephan ist Diplomsportwissenschaftler und lizensierter Triathlon-Trainer. Als erfahrener Triathlet blickt er selbst auf mehrere erfolgreiche Ironman-Teilnahmen zurück, als Trainer betreut er Einzelsportler und Sportgruppen aller Leistungsstufen. Stephan ist zudem der triathlon.de Bike-Fitting-Experte und Spezialist für Leistungsdiagnostik.


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