Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Training > Laufen2 > Laufserie mit Andrej Heilig:
Laufen mit Laufhilfen
Training Triathlon.de

Laufserie mit Andrej Heilig:
Laufen mit Laufhilfen

14. März 2011 von Andrej Heilig

Triathlon Anzeigen

2. Gewichtsmanschetten:

Wie den Gewichtswesten (siehe 3.) haftet auch den Gewichtsmanschetten noch das Flair der 80er an – irgendwas zwischen „Jane Fonda Aerobic“ und „Rocky I“. Allerdings sind sie wieder im Kommen, und das ist gut so, denn mit Gewichtsmanschetten lassen sich z.B. ruhige Dauerläufe ordentlich aufpeppen. Unter Läufern heißt es ja nicht umsonst: die Müdigkeit fängt in den Armen an. Nach einigen Einheiten mit Gewichtsmanschetten dürfte das nicht mehr der Fall sein. Ich verwende maximal 0,5 kg an jedem Handgelenk, und zwar ausschließlich dort. An den Fußgelenken eingesetzt, ist mir die Gefahr von Hüft-, Knie- oder Knöchelproblemen doch zu groß. Umgekehrt erfordern Armmanschetten eine aufrechte, offene Körperhaltung, einen spitzen Winkel zwischen Oberarm und Ellenbogen, aktive Armarbeit und einen sauberen Abdruck aus Fuß- und Hüftgelenk. Also alles, worauf man ohnehin achten sollte.

3. Gewichtsweste:

Diese „Laufhilfe“ lässt sich am besten bei Berganläufen einsetzen. Auch hier sollte es nicht zuviel Gewicht sein. Wenn ihr die bei den Berganläufen beschriebene Einheit 3 (Link zum Artikel) erfolgreich abgeschlossen habt, so wäre es z.B. sinnvoll erneut bei Einheit 1 zu beginnen, diesmal aber mit 1 kg Zusatzgewicht in Form einer Gewichtsweste. Deren Sitz ist, unabhängig vom Hersteller, meist nicht besonders gut, was sich bei Berganläufen aufgrund der vergleichsweise geringen Auf- und Abwärtsbewegung des Oberkörpers aber nicht negativ auf den Schritt auswirkt. Entscheidend ist die gleichmäßige Verteilung des Zusatzgewichts über der Körpermitte. Gesäßmuskel, Oberschenkel und Waden werden durch diese Einheiten hervorragend gekräftigt, wobei dieses Krafttraining „in der Bewegung“ deutlich funktionaler ist als spezielle Übungen im Fitness-Studio. Vorsicht ist beim Bergablaufen geboten, das ganz kontrolliert und langsam durchgeführt werden sollte.

Allen drei Optionen ist eines gemeinsam: im Wettkampf, ohne „Laufhilfen“, habt ihr das Gefühl, zu fliegen. Das zusätzliche Gewicht im Training kompensiert in der Regel das geringere Körpergewicht, auf das sich Triathleten im Frühling zu bewegen. Euer Training fällt euch so möglicherweise gar nicht schwerer, aber ihr haltet euer Kraftniveau hoch und habt so im Wettkampf einen doppelten Vorteil.


Seite: 1 2
Seit 1999 ist Andrej Nichtraucher und gleichzeitig einer neuen Sucht verfallen: Triathlon. Seit den Anfängen hat sich viel getan im Leben des erfolgreichen AK30 Triathleten. Aber das erzählt er Euch lieber selber. Hier die Webseite von Andrej Heilig.
Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden