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Spezialtraining für mehr Tempohärte

Kurzinterview mit Christian Prochnow:
Spezialtraining für mehr Tempohärte

15. Juli 2011 von Christine Grammer

Nach dem durchwachsenen Rennen in Madrid hat sich Christian Prochnow gezielt und ab vom Schuss – im Wintersportort Altenberg im Osterzgebirge – vorbereitet. Bergtouren mit dem Rad und Kraftausdauertraining  zu Fuss sollen die nötige Kraft für das wichtigste Rennen im Jahr, der Worldchampionship Serie in London, geben. Im Vorfeld zum Rennen in Hamburg stand er uns Rede und Antwort, wie es nun um sein Training steht.


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Nach einem sehr guten Resulat in Sydney mit Platz 12 und einem durchwachsenen Rennen in Madrid geht`s in Hamburg in die dritte Runde für dich?  Was hast du dir für das Rennen am Samstag vorgenommen?

In Sachen WM-Serie ist es der dritte Start in dieser Saison, stimmt. Für das Rennen in Sydney hatte ich mich gezielt in Australien vorbereitet. Madrid war eher aus einem Grundlagentrainingsblock heraus, daher auch das mittelprächtige Ergebnis. Das Düsseldorfer Eliterennen vor zwei Wochen habe ich leider auch ganz schön verrissen, wenn ich mich mit den drei vor mir platzierten Konkurrenten vergleiche. In Hamburg soll natürlich der Knoten platzen. Die Motivation, die dieses Rennen freisetzt, würde für London optimal passen. Da aber auch Hamburg „nur“ ein Vorbereitungsrennen ist, will ich in Sachen Zielstellung vorsichtig heran gehen. Ich wäre ich mit eine Top 15-Platzierung zufrieden. Alles andere wäre eine unerwartete Zugabe, die ich nirgends so gern mit dem Publikum feiern würde als in Hamburg (ok, dieses Jahr ausnahmsweise auch gerne in London).

Wie siehst du deine Chancen, dir bereits in London ein Olympiaticket zu sichern? Wen schätzt du besonders stark ein?

Das deutsche Team ist so stark wie kein zweites. Das weiß jeder! Steffen Justus und Jonathan Zipf haben in meinen Augen die schnellsten Beine, wenn es um eine Laufentscheidung geht,  zugleich aber auch im Schwimmen eventuelle Schwächen. Ähnlich wie Gregor Buchholz. Sebastian Rank darf man speziell in London nicht unterschätzen. Er konnte dort schon gute Resultate erlangen und wird davon mental profitieren. Maik Petzold und Jan Frodeno sind sicher die ausgeglichensten Athleten, die auch aufgrund ihrer bisherigen Erfolge eine realsitische Chance besitzen und daher auch im Rampenlicht stehen. Selbst habe ich im Winter sowie im Frühjahr gut trainiert. Ich habe nach Sydney die Zeit am Potsdam Bundesnachwuchsstützpunkt genutzt, um mit meinem Coach Ron Schmidt und den zahlreichen Nachwuchstalenten an meiner Laufschwäche zu arbeiten. In London wird jeder seine Chance auf dem Highspeedkurs suchen.
Wer die Chance nutzt, ist dabei.

Neben deinen sportlichen Aktivitäten studierst du noch? Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

Mein Studium an der Trainerakademie des DOSB in Köln läuft hervorragend. Zur Zeit knautsche ich an einer Studienarbeit zum Thema „Krafttrainings im Triathlon“ herum und hoffe, sie vor Peking eingetütet weg schicken zu können.

Fotos:  Daniel Grohmann triathlon-potsdam.de

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