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Trainieren wie die Profis

Krells Trainingsphilosophie Teil 2:
Trainieren wie die Profis

23. April 2010 von Michael Krell

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Ich nenne sie der Einfachheit halber die „Umfangmethode“. Der absolut größte Teil des Trainings wird im GA1 Bereich absolviert.

Dies hat zwei Vorteile

  1. Man kann sehr viel trainieren, da dieser Trainingsbereich vom Körper stundenlang aufrecht erhalten werden kann. Dazu sei gesagt, dass der GA1 Bereich eines Profis nicht gleich euer GA1 Bereich sein muss. Durch jahreslanges Training verschiebt sich der GA1 Bereich immer weiter „nach oben“, das heisst der Profi kann prozentual mehr Leistung aus diesem Bereich herausholen, als die meisten anderen.
  2. Außerdem nutzt der Körper durch diese häufigen „überlangen“ Einheiten auch irgendwann die schnellen Muskelfasern (siehe Erklärung oben). Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass selbst die Kurzdistanzspezialisten im Weltcup nicht viel weniger trainieren als Profis auf der Langdistanz.

Der zweite und natürlich viel kleinere Teil des Trainings findet im „Wettkampfbereich“ statt. Damit holen sie sich die Geschwindigkeit. Bei einem solch kombinierten GA1 / Wtk-bereich Training ist es nicht einmal mehr notwendig ins Fitnessstudio zu gehen, wenn man lediglich ab und zu ein paar Rumpfstabi-Übungen mit einbaut. Damit diese Art von Training dein persönliches Potential auf der Langdistanz vollständig ausschöpfen soll, sind schon mindestens 25 bis 30 Stunden pro Woche nötig.

Vereinfacht bedeutet dies: Wenn du viel Zeit zum trainieren hast, wie beispielsweise ein Profi, dann trainiere so viel du kannst, mach jedes Wochenende einen Wettkampf und wenn Dein Körper das über Jahre aushält, dann Du bist bereit für den Sieg beim Challenge oder in Frankfurt.

Für die meisten von uns ist das natürlich nicht möglich, da wir erstens nicht so viel Zeit zum Trainieren haben und bei den meisten bezweifle ich auch (mich eingeschlossen), dass sie überhaupt die nötige Lust dazu hätten, so viel zu trainieren. Durch die zweite Trainingsmethode, die ich beim nächsten Mal erläutere, kann man auf der Langdistanz fast ähnliche Zeiten erzielen und es kostet weniger Zeit, hat dafür aber einen anderen kleinen Haken ;)

Haut rein!

krelli

Teil 1: Effektiv trainieren – es gibt zwei Wege
Teil 2: Von Muskelfasern und echten Profis
Teil 3 folgt übernächste Woche

Michael Krell in Buchform: Unter anderem gibt Michael sein Wissen in diesem Buch preis: Triathlon für Berufstätige


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Michael Krell ist Autor des Artikels und zudem ein sehr aktiver und erfolgreicher Triathlet. Nachdem er sich die Quali für Hawaii beim Ironman Zürich 2008 bereits einmal sichern konnte wurde er 2009 zum Sub9 Finisher beim Challenge Roth. Krelli treibt auch bei uns im Forum sein unwesen und hat seinen eigenen Blog und hat auch sein eigenes Buch.
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