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Knappenman: Interview mit Maik Petzold – Dabei statt mitten drin

21. Juni 2014 von Christine Waitz

Foto: Ingo Kutsche,   freiNoch knapp 70 Tage bis im Lausitzer Seenland beim Knappenman wieder Bestzeiten fallen. „Der schnelle Triathlon in der Lausitz“ hat sich über die Jahre zu einer überregionalen Veranstaltung mit internationaler Beteiligung entwickelt. Einer der Spitzensportler, die das Rennen schon selbst absolviert haben, hat nun die Seiten gewechselt. Statt mitten drin ist Maik Petzold nun dabei – als Schirmherr über die Wettkämpfe der mitteldeutschen Kinderrangliste. Wir haben uns mit ihm unterhalten.


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Auch in diesem Jahr erwarten die Veranstalter des Knappenman wieder bis zu 1.000 Athleten. Das Profil der Rad- und Laufstrecke ist flach, schnell und abwechslungsreich, seit 2013 kann sich der KnappenMan auch Zwei-Seen-Rennen nennen, da die Lang- und Mitteldistanzler zwei Seen komplett umrunden.

Jana Wersch, frei

Das familiäre Flair wird hier nicht nur groß geschrieben, sondern auch gepflegt. So gibt es neben den klassischen Lang-, Mittel und Kurzdistanzen auch einen Supersprint und zahlreiche Kinderwettbewerbe. So können schon zehnjährige Mama und Papa nacheifern. Maik Petzold hat die Schirmherrschaft über die Rennen im Rahmen der mitteldeutschen Kinderrangliste übernommen.

Hallo Maik! Am 30. August wirst du Schirmherr über die Kinderwettkämpfe beim Knappenman sein. Liegt dir die Nachwuchsarbeit besonders am Herzen?

Natürlich liegt mir der Nachwuchs sehr am Herzen, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie wichtig es ist, sich mit gleichaltrigen Kindern messen zu können. Der Spaß sollte dennoch an erster Stelle stehen, da bereits die Teilnahme ein Sieg bedeutet :-).

Du selbst hast in deiner Familie früh zum Sport gefunden, zahlreiche Sportarten ausprobiert und bist schließlich beim Triathlon gelandet. Was hat sich heute, im Vergleich zu deinen Jugendjahren, im Sport verändert?

Grundsätzlich hat sich seit meinen Jugendjahren nichts geändert, es ist immer noch schwimmen, radfahren und laufen. Dafür ist der Weg der Professionalisierung in einer olympischen und sehr attraktiven Sportart seit vielen Jahren stetig zu spüren. So konnte ich als Jugendlicher noch mit kleinem Aufwand den Sprung in den Kader meistern.  Bei den heutigen Kadernormen wäre mir dies mit meiner damaligen Leistung nicht mehr gelungen. Zum Erfolg gehören neben Fleiß, Talent und dem Drang erfolgreich zu sein auch immer ein intaktes soziales Umfeld. Nur eine gesunde Mischung aus allem führt zu langfristigem Erfolg und der stellt sich bei einer Ausdauersportart wie dem Triathlon auch nicht in einem Jahr ein!

Auch wenn du deine aktive Profikarriere im letzten Jahr beendet hast, bist du sportlich viel unterwegs. Egal ob als Trainer, bei kleinen Rennen, oder mit der Familie. Du konntest dir über all die Jahre hinweg den Spass am Sport behalten. Nicht viele bleiben von Kinder- über Jugendrennen bis in das Erwachsenenalter dem Sport treu. Wie schafft man es über Jahre hinweg motiviert zu bleiben?

Eine sehr schöne Frage, die ich gerne auch etwas ausführlicher beantworten möchte. Die Grundlagen für meine positive Einstellung zum Sport, und später zum Hochleistungssport, haben mir meine Eltern in die Wiege gelegt. Mit meiner Schwester Tina war ich stetig am wetteifern wer wo besser ist, egal ob beim Apfelweitwurf oder im Schwimmbecken. Später ging es dann darum, wann ich Paps im Triathlon bezwingen kann. Dieses spielerische Verhalten habe ich wohl nie abgelegt und damit auch die Basis für eine lange und erfolgreiche Profilaufbahn gelegt.

Foto: Christine waitz, frei

Wenn die Jüngsten am letzten August hinter der Startlinie stehen – welchen Tipp gibst du ihnen mit in das Rennen?

Folgende Tipps kann ich den Jüngsten mit auf dem Weg geben: Sich die Wege in und aus der Wechselzone sowie den eigenen Wechselplatz genau einzuprägen. Auch wenn die Nervosität bis in die Haarspitzen zu spüren ist, sich auf den Startschuss zu freuen und dann die angestaute Energie in Geschwindigkeit umzuwandeln.

Ich wünsche jetzt schon mal allen Kids eine schöne Sommerzeit und freue mich dann auf die gemeinsame Zeit beim KnappenMan.

Zur Website des Knappenman

Fotos: Ingo Kutsche, Jana Wersch, triathlon.de

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