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Kienle Zweiter beim Ironman 70.3 Texas

2. April 2012 von Christoph Steurenthaler

Sebastian Kienle belegte beim Memorial Hermann Ironman 70.3 Texas nach einer beeindruckenden Leistung auf dem Rad in 3:48:03 Stunden knapp geschlagen den zweiten Platz. Sieger und damit neuer amerikanischer Meister auf der halben Ironman-Distanz wurde Timothy O`Donnell in 3:37:40 Stunden. Platz drei ging an den Schweizer Ronnie Schildknecht in 3:48:49 Stunden. Michael Raelert wurde in 3:50:08 Stunden Vierter. Bei den Frauen deklassierte Kelly Williamson die Konkurrenz und rannte ihre Gegnerinnen in Grund und Boden. In 4:13:27 Stunden gewann sie mit über fünf Minuten Vorsprung vor Yvonne van Vlerken (4:18:47 Stunden) und Amy Marsh (4:20:16 Stunden). Anja Beranek belegte in 4:29:12 Stunden Platz sieben.


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Ein dramatischer Rennverlauf

Alles riskiert und fast gewonnen, so könnte man Kienles Rennen beschreiben. Nach mäßigem Schwimmen (26:10 Minuten) kam er mit fast drei Minuten Rückstand auf den schnellsten Schwimmer Michael Raelert (23:17 Minuten) aus dem Wasser. Auf dem Rad machte dann der siebenmalige Tour de France-Sieger Lance Armstrong (Schwimmzeit 23:38 Minuten!) mächtig Druck und übernahm alsbald die Führung. Doch Kienle hielt mit und machte mit der schnellsten Radzeit des Tages (2:03:43 Stunden) sogar noch Boden gut. Armstrong ging als Führender auf die Laufstrecke, musste aber sehr bald seiner offensiven Renntaktik Tribut zollen. Kienle übernahm früh die Führung auf der Laufstrecke, konnte die ihn hetzende Meute aber nicht abschütteln. Gute zwei Kilometer vor dem Ziel wurde er von O`Donnell gestellt und überholt. Kienlie konterte aber diese Attacke und übernahm seinerseits wieder die Spitzenpositon. Doch O´Donnell gab sich nicht geschlagen und riss am letzten Wendepunkt die entscheidende Lücke. Nach einem zweiten und dritten Platz bei seinen bisherigen Starts in Texas gewann O`Donnell in 3:47:40 Stunden auch den U.S.-Pro-Titel. Kienle wurde in 3:48:03 Stunden Zweiter. Platz drei ging mit Ronnie Schildknecht in 3:48:49 Stunden an den schnellsten Läufer im Feld (1:13:27 Stunden).

Erst kein Glück und dann noch Pech

Michael Raelert wird das Rennen mit gemischten Gefühlen in Erinnerung behalten. Geschwächt von einer Erkältung reiste er in Texas an. Dann blieb am Flughafen sein Rad verschwunden. Die Pechsträhne setzte sich im Rennen mit einem Plattfuß fort. Doch mit viel Kampfgeist und trotz einer Gehpause auf der Laufstrecke erreichte er in 3:50:08 Stunden einen sehr guten vierten Platz. Platz fünf ging in 3:52:35 Stunden an Stephane Poulat. Lance Armstrong wurde in 3:54:32 Stunden Siebter. Mit seiner Laufzeit von 1:22:38 Stunden war er heute nicht konkurrenzfähig.

Williamson wie entfesselt

Im Rennen der Frauen schlug auf der Laufstrecke Kelly Williamsons große Stunde. Als Vierte war sie auf die Laufstrecke gegangen und machte dann kurzen Prozeß. Innerhalb der ersten Kilometer hatte sie ihren Rückstand von 1:37 Minuten auf die führende Deutsche Anja Beranek aufgeholt. Dann übernahm sie die Spitze und deklassierte ihre Konkurrentinnen. Den Halbmarathon lief sie in 1:18:04 Stunden und gewann schließlich in 4:13:27 Stunden. Yvonne van Vlerken wurde in 4:18:47 Stunden Zweite vor Amy Marsh in 4:20:16 Stunden. Anja Beranek konnte auf der Laufstrecke nicht mithalten und wurde in 4:29:12 Stunden Siebte. Nina Kraft belegte in 4:37:03 Stunden Platz vierzehn.

Alle Ergebnisse.

Fotos: Christian Friedrich/Ralph Schick

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