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Kaunertaler Gletscher: perfekter „nach der Saison“ Einstieg in den Winter

2. Dezember 2018 von Gastautor

Peter Draeger, einmalig

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Nach dem scheinbar nie endenden „Sommer im Herbst“ mit Temperaturen an die 20 Grad Anfang November fällt es erstmal schwer an die bevorstehende Skisaison zu denken. Allerdings nicht jedem, denn wirft man einen Blick in Österreichs Gletscherskigebiete fällt auf, dass dort bereits reger Betrieb herrscht – und das nicht nur von trainierenden Skiteams.


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Zum Start in die Skisaison zieht es uns ins Dreiländereck auf „Österreichs jüngsten Gletscher“, wie sich der Kaunertaler Gletscher selbst nennt. Auch zahlreiche Familien und Freizeitsportler, die sich auf den Winter vorbereiten, finden sich unter den Gästen.
Hindurch durch ein einsam anmutendes Tal mit vereinzelten Orten fahren wir in Richtung Gletscherstraße, die schon selbst ein Erlebnis ist und zum Anhalten, um Fotos zu machen animiert. Ab der Mautstelle in Feichten fahren wir in 29 Kehren die etwa 30 km vorbei am Gepatschspeicher von 1273m hinauf auf 2750 m.

Peter Draeger, einmalig
Oben angekommen finden wir ein gut angeordnetes Parkplatzsystem, das auch größeren Fahrzeugen Platz lässt. 4 von 9 Liften waren Mitte November, trotz der überall vorherrschenden schlechten Schneelage, bereits in Betrieb. Die Pisten waren gut präpariert und schön zu befahren. Ein Hang war fast ausnahmslos mit Skiteams „belegt“, aber auch dort blieb noch Raum zum Fahren, so dass sich Wettkampf- und Freizeitsportler dank der guten Organisation nicht behinderten. Ebenso gab es keine bis kaum Wartezeiten an den Liften. Das freundliche Personal half den Kindern bei Bedarf überall gerne.

Neben den beiden geöffneten Schleppliften, war es bereits möglich die rote und/oder blaue Piste (beide treffen immer wieder aufeinander) etwas länger bis zum 4er Sessellift OchsenalmbahnII (Mittelstation) zu fahren.
Die moderne Karlesjochbahn, eine 8er Gondelbahn, führt in atemberaubender Geschwindigkeit hinauf auf 3108m. Dort hält wohl jeder zunächst einmal inne und genießt den Blick ins Dreiländereck. Ein beliebtes Foto, auf das wir natürlich auch nicht verzichten wollten: der Grenzübertritt-denn hier oben gelingt es, mit einem Bein in Italien und mit einem Bein in Österreich zu stehen! Der Wind blies uns dann aber wieder zügig nach unten, wobei man derzeit zwischen der blauen und roten Piste wählen kann.

Peter Draeger, einmalig
Für alle Freunde des alternativen Konditionssport bietet sich an, die Tourenskier unterzuschnallen und loszulegen. Am Rande der Piste stört hier keiner, der nach oben will, den, der nach unten will. Und nach der Skitour lädt das Quell Alpin in Feichten zum Anschlusstraining oder zur Regeneration ein. Hier erwartet einen nicht nur ein Hallenbad, sondern auch eine moderne Saunalandschaft und ein professionell geführtes Fitness Center.

Peter Draeger, einmalig
Doch nicht nur der klassische Skifahrer kommt am Kaunertaler Gletscher auf seine Kosten. Der Snowpark lässt von Dezember bis April Freestyle Herzen höher schlagen. Die Freestyle Fans erwartet hier ein 800m langes und 15 Quadratmeter breites Geälnde mit über 20 Elementen. Neu ist der „Nature Run“ für Familien und Kinder unterhalb der Karlesjoch Bergstation. Spaß und Action für Alt und Jung sind garantiert.
Nicht zu vergessen wäre noch, dass der Kaunertaler Gletscher sich zum Freeride Eldorado bei den Insidern entwickelt hat. Von Dezember bis Mitte Mai kann man hier aufgrund der großen Höhe entspannt freeriden gehen.
Nach so viel Sport sollte es dann aber auch eine Pause geben. Derzeit steht zur Einkehr das Bergrestaurant Weißsee am Gipfel zur Verfügung, ein Selbstbedienungsrestaurant mit großer Auswahl und wunderschöner Sonnenterrasse. Für Selbstversorger steht im Untergeschoss ein eigener nutzbarer Raum zur Verfügung. Späte in der Saison lohnt sich auch eine Einkehr auf der urigeren Ochsenalm (Ochsenalmbahn).


Auch in der Mittagspause, während es sich die Eltern vielleicht doch noch bei einem Glühwein in der Sonne gut gehen lassen, wird es dem Nachwuchs nicht langweilig. Dafür sorgt ein großer Spielplatz mit Kletterwand, Schaukel und Trampolin neben der Aussichtsterrasse.
Mit gültigem Skipass kann die Mautstrasse kostenfrei befahren werden. Eine faire Preisgestaltung macht den Kaunertaler Gletscher zu einem beliebten Familienskigebiet auch schon im Herbst. Kinder unter 10 Jahren bezahlen in Begleitung eines zahlenden Elternteils nichts, für 10-15jährige gibt es einen günstigen Kindertarif und bis 17 Jahre einen Jugendtarif speziell für alle, die sich im Snowpark Kaunertal austoben wollen.
Im Tal gibt es, speziell in der Vorsaison, in Fendels, Feichten und den kleineren Orten eine Vielzahl an günstigen Pauschalen für die Übernachtung. Die ganz Mutigen sind auch geduldet mit Ihrem Wohnmobil 1-2 Nächte ganz oben auf dem Parkplatz zu verbringen-mehr Ruhe und Natur geht nicht!
Im Winter erweitert das Familienskigebiet in Fendels das Pistenangebot für Anfänger und Fortgeschrittene. Durch die Flutlichtanlage gibt es einmal wöchentlich das Angebot zum Nachtskifahren und Rodeln.

Das Fazit
Kinderfreundlich, sportlich, erlebnisreich, traumhafte Ausblicke in 3 Länder, tolle Pisten- wir waren alle gleichermaßen begeistert und werden wieder kommen!

Peter Draeger, einmalig
Text: Ulrike Draeger
Fotos: Peter Draeger

 

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