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Julia Wagner und Felix Schumann: Zwei Rookies auf der Langstrecke und zwei richtig heiße Eisen

10. Juli 2011 von Meike Maurer

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Interview mit Julia Wagner:
Einfach mal schauen, was geht und vielleicht reicht es dann sogar für die Top 5

Hallo Julia, du hattest dieses Saison mit dem 2. Platz in Buschhütten und beim Half-Challenge im Kraichgau sowie mit dem Sieg beim Stadttriathlon in Erding schon tolle Erfolge. Nun startest du in Roth über deine erste Langdistanz – fühlst du dich gut vorbereitet?

Ja, im Rahmen meiner Möglichkeiten auf jeden Fall. Ich war weder krank noch verletzt und konnte mein Training wie geplant durchziehen. Die tollen Resultate in dieser Saison geben zusätzliches Selbstvertrauen.

Etwas Ungewissheit bleibt aber schon, wenn man so eine Distanz zum ersten Mal bestreitet. So habe ich mich auch vor meinem ersten Marathon im Herbst letzten Jahres gefühlt, der lief ja aber dann ganz gut J (Anmerkung der Redaktion: ganz gut heißt: Erster Platz in einer Zeit von 2:47:36 h.

Wie sah deine spezielle Langdistanz-Vorbereitung aus?

Ich habe vor allem deutlich mehr auf dem Rad trainiert, sowohl quali- als auch quantitativ.

Wovor hast du am meisten Respekt, wenn du an die Langdistanz denkst?

Die Distanz an sich klingt natürlich erstmal schon gewaltig und zunächst war es für mich schwer vorstellbar, nach 180 km Radfahren noch einen Marathon zu laufen. Nach meiner Vorbereitung jetzt, weiß ich aber, dass das gut machbar sein sollte.

Letztes Jahr bist du im Herbst beim Luzern-Marathon Erste in einer Zeit von 2:47:36 h geworden. Auf welche Disziplin freust du dich in Roth am meisten?

Das ist schwierig zu sagen, ich mag ja eigentlich alle drei Disziplinen. Ich glaube, wenn ich gut durchs Radfahren komme, freue ich mich am meisten auf das Laufen. Insgesamt bin ich sehr auf die Stimmung an der Strecke gespannt. Letztes Jahr war ich als Zuschauer dabei und fand die Atmosphäre schon unglaublich.

Wie lautet dein ganz persönliches Ziel für die Challenge in Roth?

Bei der ersten Langdistanz kann natürlich viel passieren. Ich möchte in Roth vor allem erste Langdistanzluft schnuppern und Erfahrungen sammeln. Wenn es richtig gut läuft, schaffe ich es vielleicht unter die ersten 5…

Hast du für die Langdistanz deine Ernährung umgestellt? Wie wirst du dich im Rennen verpflegen?

Nein, ich esse eigentlich alles, was mir schmeckt. Für das Rennen habe ich mir eine Ess-Strategie zurechtgelegt,  ich hoffe, dass sie funktioniert.

Seit diesem Jahr gehörst du zum Perspektivteam vom Team Erdinger Alkoholfrei. Was hat sich dadurch für dich geändert?

Ich habe viele nette Leute kennengelernt und neue Kontakte knüpfen können. Ein Highlight war auch das gemeinsame Teamtrainingslager mit dem Profiteam auf Fuerteventura im Januar. Außerdem haben wir regelmäßig Perspektivteamtreffen, bei denen es neben gemeinsamen Trainingseinheiten viele nützliche Tipps und Tricks gibt. Die gute Stimmung in unserem Team motiviert mich noch mal zusätzlich.

Momentan sitzt du noch an deiner Doktorarbeit in pharmazeutischer Chemie, wie sieht dein Trainingsalltag aus? Wann trainierst du und wie viel?

Ich bin an der Uni angestellt und arbeite circa 40 Stunden in der Woche, das Training wird um die Arbeit herum strukturiert. Da ich keine festen Arbeitszeiten habe, sondern mir die Arbeit in einem gewissen Rahmen selbst einteilen kann, funktioniert das ganz gut.  Ein gewisses Organisationstalent braucht man aber schon.

Wie sehen deine Pläne für die laufende Saison und für 2012 aus?

Meine Planung geht momentan nur bis Roth, danach werde ich überlegen wie es weitergeht.

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