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Ein Leben voll nach Plan

Endlich ist es soweit! Das neue Jahr ist angebrochen! Herzlich Willkommen 2015!

Schnee

Neues Jahr bedeutet nicht nur, dass sich eigentlich nichts ändert. Neues Jahr bedeutet auch, dass man in den ersten Wochen kein Bein auf den Boden bekommt, wenn man ein Fitnessstudio betritt. Neues Jahr bedeutet auch, dass die Laufstrecken überfüllt sind und dass jeder Lebensmittel-Discounter preiswerte Plastik – Fitness-Geräte vertreibt. Die Selbstkasteiung der Couchpotatoes und Sportmuffel beginnt wieder einmal auf ein Neues. Bis Anfang Februar wird dieser Zustand noch anhalten, dann kehrt die Normalität zurück. Die Schwimmbäder sind dann plötzlich wieder wie leer gefegt und die Autoschlange im beliebten Drive-In-Restaurant wird wieder länger.

In der Zwischenzeit genießen wir einfach die lustigen Seiten des Lebens mit Schneeballschlachten und dem Reste-Essen der Weihnachts- und Silvesterfeiern.

Vorsätze? Die spar‘ ich mir…

Wie man merkt, halte ich nicht viel von Neujahrsvorsätzen. Viel wichtiger und vor allem effektiver finde ich es, sich Ziele zu setzen. Nicht umsonst sagt man „Ein Ziel ist ein Wunsch mit Datum“.

Julia Jeromin, einmalig

Ist der 25.10.2015 jetzt (m)ein Ziel oder (m)ein Wunsch?

Wie auch immer die Antwort lauten wird, an diesem Termin findet der Gloria Ironman70.3 Turkey statt. Die terminlich letzte (für mich) erreichbare Mitteldistanz des Jahres.

Ziel nach Plan?

Während meiner Krankheit hatte ich mich das ein oder andere mal gefragt, wie viel Zeit ich noch habe Pläne zu schmieden, wie realistisch es ist, Pläne zu schmieden. Kurzfristige Ziel musste und wollte ich mir setzen. In 2015 noch all das schnell erledigen, was ich schon immer mal machen wollte. Und ich habe überlegt welche Wünsche wirklich lohnenswert sind. Ein Wunsch zog sich wie ein roter Faden durch das Jahr 2014. Der Wunsch nach einer Mitteldistanz. Oft habe ich mich gegenüber Dritten erklärt, warum ich diese „Strapazen“ nach fast zwei Jahren Ärztemarathon und verschiedenster Dispute mit meinem Körper machen möchte. Viele können es nicht nachvollziehen, viele können es sich nicht vorstellen, dass mein Baustellen-Körper und ich in der Lage sind, dieses Ziel zu erreichen.

Wie dem auch sei,  ich habe mich dazu entschieden in 2015 genau dieses Ziel weiter zu verfolgen.

Der Weg zum Ziel

Im Job und im Profisport lernt man sich Ziele zu setzen. Haupt- und Zwischenziele. Begleitet von visualisieren und priorisieren, damit man nicht vom Weg abkommt.

Also versuche ich mich doch einfach mal daran und werde nun im acht-wöchigen Rhythmus überprüfen, ob die Fortschritte, die ich hoffentlich im Training mache, ausreichend sind, mein Wunsch zum Ziel werden zu lassen. Und wenn es nicht klappt, dann werde ich wissen, dass ich in 2016 mit großer Wahrscheinlichkeit  immer noch gesund bin und auch noch die Möglichkeit bekommen werde eine Mitteldistanz zu finishen.

Bis es soweit ist im Oktober, werde ich mich schon mal mit meinem Trainingsplan anfreunden. Wohl  auch eine Art von Selbstkasteiung.

Und ein öffentliches Kommitment erhöht zusätzlich noch ein bisschen den „Leistungsdruck“ .

Aber Ihr kennt das sicher alle. Der Dezember und  Januar ist der perfekte Zeitpunkt für die Saisonplanung. Und während die Neujahrsvorsatz-Geplagten schon im Februar wieder Ihre Ziele aus den Augen verloren haben und bei Chips und Cola das Dschungelcamp verfolgen, können wir wieder entspannt in das „richtige“ Trainingsgeschehen eingreifen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein gutes und vor allem gesundes sportliches Jahr 2015 und immer eine gesunde Portion Gelassenheit und Humor!

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Fotos: Julia Jeromin

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