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Schwarz oder weiß?

Julia Jeromin, einmaligDie letzte nötige Motivation – oder sagen wir besser Inspiration für die anstehenden Sommermonate habe ich mir am Wochenende beim Bundesligaauftakt in Buschhütten geholt. Neben den zahlreich gut trainierten (und aussehenden) Jungs waren  auch die Mädels schon richtig fit am Start.

Schnell musste ich hier feststellen, dass es in der Bundesliga nur schwarz oder weiss gibt.

Wenn Du schwimmen kannst, klemmst Du Dich in eine Radgruppe, wenn Du nicht schwimmen kannst, hast Du ein Problem. Eigentlich muss man sich dann auf dem Rad auch gar nicht mehr abmühen, weil man da sowieso nicht mehr ranfahren kann. Der eine mag das Konzept Triathlon-Bundesliga, mit den windschattenfreien Radrennen, der andere mag es nicht.

Ich würde es mögen. Aber ich kann nicht schwimmen und mich fragt ja auch keiner.

Entweder bist Du gut. Oder Du bist es eben nicht. Ein wichtiger Aspekt in unserer schwarz-weiß-geprägten Welt. Die Kunst ist es, genau das zu erkennen. Der ein oder andere leidet ja häufig an akuter Selbstüberschätzung. Nicht nur im Sport, aber hier besonders oft.

Eine gesunde Portion Selbstironie und Humor machen vieles wieder wett, was man sich in harten Einheiten einfach nicht antrainieren kann. Talentfreiheit ist einigen in die Wiege gelegt worden, jetzt gilt es nur noch, diese bis auf´s äußerste auszureizen und mit teurem Material zu kompensieren.

A propos…

Kompensieren musste ich letztens auch einige fehlende Einheiten auf dem Rad.  Eine lockere Trainingsausfahrt mit einem Vereinskollegen und meinem Freund verdeutlichte mir meine fehlenden Radkilometer vom Winter. Der Grippewelle sei Dank. Während die beiden, in Ihrer Vorbereitung auf die NRW-Liga, einen lustig lockeren Autobahnbrückensprint inklusive Smalltalk hinlegten, erwischte ich mich beim zählen der restlichen Heimkilometer.

Tja, für die einen ist es Rekom, für die anderen die schnellste Ausfahrt der Welt.

Kommen wir zurück zu „Entweder Du bist gut. Oder Du bist es eben nicht.“

Julia Jeromin, einmaligEtwas dazwischen gibt es nicht. Jedenfalls nicht in meiner Welt. Ein bisschen gut klingt wie ein bisschen tot. Und das gibt es ja auch nicht. Halbe Sachen sind nicht meins, entweder ganz oder gar nicht. Das mir diese Einstellung oft im Training zum Nachteil wird, hat der ein oder andere Leser sicher mitbekommen. Entweder trainiere ich richtig. Oder eben gar nicht.

Gestern haben wir richtig trainiert. Intervalle. Auf der Bahn. Mit meinem Freund. Und seinem Freund – der Stoppuhr.

Das wir, oder besser gesagt er, eine sadistische Leidenschaft für Lauftrainingseinheiten  hegt, hatte ich an früherer Stelle schon mal herausgestellt. Gestern habe ich diese in vollen Zügen genießen dürfen. Von Mal zu Mal kam mir die 250 Meter Runde immer länger vor, sein konstantes „Züger…noch zügiger…“ machten es nicht leichter. Wahrscheinlich wollte er einfach nur schnell wieder zuhause sein, um die Zusammenfassung des Giros auf Eurosport zu sehen.

Er sagt das es gut war.

Ich sage das es schwarz war. Mir am Ende vor Augen….

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Fotos: Julia Jeromin

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