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„Ich habe richtig Bock auf das Rennen“.

Ironman Schweden 2012: Interview mit Jan Raphael
„Ich habe richtig Bock auf das Rennen“.

5. August 2012 von Christoph Steurenthaler

Foto: Ingo Kutsche - www.sportfotografie.biz,   freiJan Rapahel ist einer der deutschen Favoriten beim Ironman Schweden 2012 in Kalmar. Die Saison verlief bis jetzt weitgehend zufriedenstellend für das ehemalige Mitglied des Commerzbank Triathlon Teams mit dem fünften Platz beim Ironman Frankfurt als Höhepunkt. Wir haben dem Hannoveraner in der Vorbereitung auf das Rennen im hohen Norden einige Fragen gestellt.


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Foto: Ingo Kutsche - www.sportfotografie.biz,   freiHallo Jan, wie geht’s dir? Hast du dich von deinem fünften Platz beim Ironman Frankfurt erholt?

Ich habe Frankfurt gut verdaut und den Trainingsbetrieb wieder voll aufgenommen. Ich habe richtig Bock das Rennen zu machen. Keine Ahnung wie gut ich mich wirklich bis zum Rennen erholt habe, aber ich freue mich riesig auf das Rennen und das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein richtig gutes Rennen.

Du hattest eine Woche vor dem Rennen in Frankfurt deine Trennung vom 21run.com-Triathlon-Team bekannt gegeben. Gibt es in dieser Richtung Neues?

Meine derzeitige Situation setzt einen Start in Kalmar voraus. Ich muss mich zeigen und will natürlich auch weiterhin Topleistungen bringen um mich zu empfehlen. Derzeit gibt es nichts Neues bezüglich Teams, aber zurzeit geht es mir primär darum, gute Ergebnisse abzuliefern. Teil eines Teams zu sein ist natürlich immer ein gutes Gefühl. Allerdings müssen die Rahmenbedingungen passen und es gibt zudem nur sehr wenige Teams mit professionellen Strukturen.

triathlon.de freiWie schätzt du deine Siegchancen beim Ironman Schweden ein?

Ich möchte ganz klar ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Ich bin richtig heiß auf einen Ironmansieg, es ist endlich mal wieder an der Zeit.

Und wie steht es um deine Hawaiiambitionen?

Hawaii ist in diesem Jahr kein Thema für mich. Ich hatte mich ziemlich früh bei der Saisonplanung für den Ironman Frankfurt und den Ironman Florida entschieden. In Florida habe ich 2006 bei meinem Ironmandebut gewonnen. Deswegen wollte ich dort mal wieder gerne hin. Nachdem ich viermal auf Hawaii die gewünschten Resultate nicht erbracht habe, möchte ich mal ein Jahr aussetzen, um diese Negativgedanken aus dem Kopf zu bekommen.

Wie bereitest du dich auf Schweden vor?

Zurzeit bin ich in einem einwöchigen Trainingslager im Odenwald. Gemeinsam mit Timo Bracht, Daniel Unger und Patrick Lange habe ich richtig schnelle Trainingspartner. Da geht es im Training ganz ordentlich zur Sache.

Wer kommt außer dir für den Sieg in Frage? Hast du eine Renntaktik?

Andi Böcherer ist sicher der Favorit. Er ist noch frisch, da er wenige Rennen bestritten hat. Er ist einer der absoluten Topathleten. Das hat er im letzten Jahr auf Hawaii und bei einigen anderen Rennen gezeigt. Von ihm kann man auch in diesem Jahr auf Hawaii einiges erwarten.Auf der Rechnung habe ich zudem die anderen deutschen Starter Horst Reichel und Dorian Wagner. Beide haben Potential und könnten das Rennen mitbestimmen. Ansonsten ist sicher den Lokalmatadoren Jonas Colting und Jonas Djurback einiges zuzutrauen. Aber zu sehr beschäftige ich mich mit der Konkurrenz nicht. Mir ist vor allem wichtig eine gute Leistung abzuliefern.

Deine Freundin Rebekka Eßmüller startet auch. Wie siehst du ihre Chancen?

Was Rebekka angeht bin ich selbst sehr gespannt. Ich trainiere sie seit gut einem Jahr und habe sie noch nie so fit gesehen wie in den letzten Wochen. Sie hat bei ihrem Sieg auf der Mitteldistanz in Ingolstadt eine sehr gute Leistung gebracht. Nur konnte sie diese in Frankfurt leider nicht bestätigen und musste nach 30 Kilometern mit Krämpfen aussteigen. Das hat sie mental natürlich sehr zurück geworfen, weil sie unbedingt eine gute Leistung abliefern wollte. Jetzt ist es wichtig den Kopf frei zu bekommen. Ich traue ihr einiges zu wenn sie an sich glaubt. Hillary Biscay ist aber sicher die klare Favoritin und wird schwer zu schlagen sein. Wir werden gemeinsam alles geben und dann schauen wir mal was dabei rauskommt.

Jan, vielen Dank für die ausführlichen Antworten und viel Erfolg beim Ironman Schweden.

Zur Website von Jan Raphael

Fotos: Ingo Kutsche – www.sportfotografie.biz, triathlon.de

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