Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > News > ITU World Championship Series: Starkes deutsches Aufgebot zum Auftakt

ITU World Championship Series: Starkes deutsches Aufgebot zum Auftakt

5. April 2013 von Christine Waitz

Triathlon Anzeigen

Im vergangenen Jahr gelang der Bayreuther Triathletin Anne Haug der Durchbruch. Als erste Starterin der Deutschen Triathlon Union gelang ihr ein Sieg bei einem Rennen der seit 2009 stattfindenden Weltmeisterschaftsserie. Platz eins im finalen Wettkampf in Auckland bedeutet gleichzeitig den Titel der Vize-Weltmeisterin im Gesamtranking. Am Samstag kehrt sie – diesmal zum Auftakt der Serie – nach Auckland zurück. Da sie in der Vorbereitung auch gleich das erste Rennen, den Weltcup in Mooloolaba (AUS) gewinnen konnte, tritt sie als Mit-Favoritin in Neuseeland an, ist im Gespräch aber sehr entspannt.

Delly Carr, einmaligHallo Anne, wie hat der Körper im Nachklapp auf den ersten „richtigen“ Wettkampf 2013 reagiert?

Ich war richtig überrascht, wie gut es schon wieder geht. Der erste Wettkampf ist ja immer eine etwas ungewisse Angelegenheit. Aber dadurch, dass ich ein Superschwimmen hatte und gleich in der ersten Radgruppe war, musste ich nicht an meine Grenzen gehen. Das Laufen war dann bis auf den letzten Kilometer recht entspannt.

Wie lief die Vorbereitung auf die WM-Serie, vor allem in den letzten Zügen?

Seit Mooloolaba, das wir als harte Einheit ins Training integriert haben, sind die Trainingsumfänge etwas herunter gegangen und die intensiven, wettkampfspezifischen Einheiten haben sich erhöht.

Was erwarten Sie vom Einstieg in die Saison, speziell in Auckland, aber auch vom Doppelstart gleich in den ersten zwei WM-Rennen?

Ich versuche, keinen Erwartungsdruck aufzubauen. Nach letzter Saison ist es einfach extrem schwierig dem gerecht zu werden. Ich möchte aber gute Rennen abliefern und den Schwimmrückstand so gering wie möglich halten. Für welche Platzierung es dann reicht, werden wir sehen.

Wen erwarten Sie noch ganz vorne zum Saisonstart?

Ich denke die Frauenspitze ist inzwischen sehr nah zusammen. An einem guten Tag können viele um einen Sieg mitlaufen. Zudem ist die Radstrecke sehr anspruchsvoll, was sich immer ein bisschen im Ergebnis wiederspiegelt. Wer seinen Beinen nach diesem Radkurs noch einen schnellen Lauf abverlangen kann, wird vorne sein.

Sie sprechen den anspruchsvollen Kurs an, kommt Ihnen das aktuell schon entgegen?

Also ich denke nicht, dass ich schon in der gleichen Form bin wie letztes Jahr. Da fehlen mir einfach noch die Trainingskilometer und die richtig harten Einheiten. Aber ich bin technisch gut auf dem Rad und hoffe, dass ich dadurch die ein oder andere Sekunde gut machen kann. Aber mein Ziel ist es natürlich, nicht alles wieder alleine zu fahren wie zuletzt, sondern in einer vorderen Gruppe zu sein.

Da Sie nun eine der Favoritinnen sind, wie hat sich die Wahrnehmung der anderen verändert?

Das spüre ich schon. Ich denke, jeder weiß jetzt, dass ich nicht so schlecht laufe und ich erwarte, dass vor allem die Neuseeländer richtig Gas auf dem Rad geben, um mich fern zu halten. Es wird dieses Jahr extrem schwer werden nach einem schlechten Schwimmen allein nach vorne zu fahren. Aber ich habe ja nicht mehr vor hinterher zu schwimmen (lacht).

Glauben Sie, dass zunehmend die anderen Toppfrauen zusammenarbeiten, um Sie nicht in die erste Laufgruppe zu lassen?

Ja. Das habe ich schon in Mooloolaba mitbekommen. Es war Andrea Hewitts großes Ziel, mich nicht in der Gruppe zu haben. Aber wenn es einfach wäre, könnte es ja jeder (lacht).

Foto: Delly Carr/ triathlon.org


Seite: 1 2
Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden