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Anja Ippach – Ich liebe Triathlon

ITU-WM Immenstadt:
Anja Ippach – Ich liebe Triathlon

28. Juli 2010 von Christian Friedrich

Bild: Anja Ippach

Bei der Langdistanz WM in Immenstadt will Anja Ippach wieder richtig angreifen. Ein Sturz hat sie in dieser Saison zwar gebremst, aber rechtzeitig für den harten Allgäu-Triathlon soll es wieder klappen mit allen drei Disziplinen. Außerdem will die Fürtherin die Deutschen Fahne hoch halten in einem hochkarätigem Teilnehmerfeld. Hier unser Interview mit Anja.


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Was macht die Clavicula (Schlüsselbein) und was war passiert?
Nach zwei Operationen und einigen Komplikationen wird die Clavicula momentan von einem Nagel stabilisiert. Leider wandert dieser Nagel gerne und bereitet mir nach wie vor Probleme beim Schwimmen. Daher freue ich mich, dass es am Sonntag endlich los geht.

Was ist passiert?
Ich hatte einen schweren Radsturz Anfang April. In einer Abfahrt habe ich eine Bodenwelle übersehen und bin mit ca. 50 Sachen auf den Asphalt geknallt.
Mein Radhelm hat mir dabei das Leben gerettet. Trotz Helm hatte ich eine heftige Gehirnerschütterung und realisierte erst eine Stunde nach dem Sturz, was überhaupt passiert war. Leider habe ich mir dabei auch das linke Schlüsselbein gebrochen.

Das hat Deinen Rennkalender ja komplett ausgehebelt?
Das kann man wohl sagen. Aus dem Rennkalender wurde im Laufe der Verletzung nur ein Renntermin – die WM. Dennoch bin ich froh und dankbar, dass ich überhaupt wieder Sport machen kann und meinen Wettkampfhöhepunkt die WM nun doch realisieren kann.

Wie motiviert man sich über die lange Durststrecke der Verletzung? Vor allem wenn das Wetter gut ist…
Ich liebe und lebe Triathlon und ich habe mir immer kleine Zwischenziele gesetzt. Zuerst Spazieren, dann Walken und Spinning auf der Terasse. Nächster Step locker Laufen im weichen Gras, Radfahren im Freien und nach 8 Wochen Kraulschwimmen einarmig (ist übrigens auch eine super Schwimmübung) oder nur Kraulbeine…man muss nur kreativ genug sein und Spaß an jeder Form der Bewegung haben. Ich habe versucht das Beste aus der Situation zu machen und nachdem ich neben dem Sport noch arbeite und studiere, habe ich in dieser Phase mich eben in den anderen beiden „Disziplinen“ ausgepowert.

Dennoch war ich sehr enttäuscht über die Umstände und musste mich in Geduld üben – darin bin ich leider nicht so gut. :-( Denn eigentlich wollte ich im Jahr 2010 den Sport fokussieren und war bereits im Februar zum ersten mal im Winter 4 Wochen im Trainingslager, so dass ich bereits schon im April eine gute Radform hatte.


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