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ITU Langdistanz WM Immenstadt: Caroline Steffen – Perfekter Tag

2. August 2010 von Christian Friedrich

Nationalfeiertag in der Schweiz, die Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft, schönstes Triathlonwetter  und einen ebenso schönen und anspruchsvollen Triathlon in Immenstadt. Klingt nach einem perfekten Tag und genau so einen hatte die Schweizerin Caroline Steffen bei der ITU Langdistanz WM im Allgäu.


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Heute ne doppelte Feier. Du hast es wahrgemacht. Gold am Nationalfeiertag. Wann war der Sonntag für Dich zu Ende? Was göhnt sich eine Caroline Steffen nach so einem Rennen?
Der Sonntag war zu ende um zwölf Uhr Mitternacht, aber nun ist es schon fast zwei Uhr und ich bin immer noch wach. Ich war feiern mit ein paar Freuden – Das tut gut wieder einmal etwas mehr Zeit mit guten Freunden zu verbringen.

Da soll noch einer sagen die Schweizer wären langsam. Hattest Du einen besonders guten Tag und Beine? Wann wusstest Du…heute geht was?
Ich wusste es schon am Freitag das das wohl mein Rennen wird. Das Körpergefühl war eindeutig besser als in den letzten paar Rennen. Ich merke, wie ich von Rennen zu Rennen stärker werde und ich entwickelte auch eine gewisse Rennpraxis.

Wie ließ sich das P4 durch die Berge manövrieren?
Ganz gut eigendlich, ausser dieser letzer Abschnitt durch den Wald kurz vor km20 beziehungsweise km100. Da habe ich fast in meinen schönen 3T Lenker gebissen… Die Strecke hatte, neben den vielen kurzen steilen Bergen, auch längere gerade oder leicht abfallende Stücke drin. Ich bin überzeugt mit meinem TT Bike die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Wie viel mehr Spaß macht es mit Führungsmotorrad?
Na ja, das ist so ne Sache. Grundsätzlich ist das keine schlechte Sache…außer es fährt zu nahe bei dir und bringt dich in gefährliche Situaionen – wie das immer wieder vorkommt – auch heute wieder. In einer der ersten Kurven war mir das Motorrad im Weg, ich musste ausweichen und den unerwünschten Umweg über eine Garagevorplatz mit spielenden Kinder machen.

Wusstest Du auch schon vor Oberstaufen (Wendepunkt) wie viel Abstand nach hinten ist?
Nein, ich wurde leider nur spärlich informiert. Doch das war kein Problem, ich sah die Fahrerinnen auf dem Rückweg.

Wie bist Du den Lauf angegangen. Hat man im Gefühl das eigentlich nichts mehr anbrennt?
Auch wenn ich einen grossen Vorsprung zu meinen Gegnerinnen habe, Sicher fühle ich mich erst immer auf der Zielgeraden. Bei einem langen Lauf kann so viel so schnell passieren und du bist out. Darum bleibe ich immer zu 100 Prozent konzentriert bis ich die Finishlinie überquert habe.

Was ist Dein Regenerations-Rezept? Käse-Fondue, Rösti? Gibt uns mal nen Tipp.
Bewegung, da erhole ich mich am schnellsten. Ansonsten, einfach einmal kurz etwas abschalten, das Leben „geniessen“, die Seele baumeln lassen und gute Momente mit Freude verbringen…und natürlich Pizza, Pommes und Icecréme :-)

Info: Caroline Steffen

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