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Ironman Wales und die Tradition deutscher Siege

4. September 2013 von Mario Lisker

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Mit ihrem Langdistanzdebüt vor drei Jahren wirbelte sie mit Podium und sub9 die Triathlonwelt durcheinander. Mittlerweile stehen bei drei Starts drei Podiumsplätze, dreimal sub9 und eine Bestzeit von 8:51:04 mitsamt deutschem Meistertitel auf der Haben-Seite. Mit ihrer Paradedisziplin , dem Laufen, wird sie im atmosphärisch fantastischen Tenby erstmals ernsthaft nach Punkten für das Kona Pro Ranking greifen.

Julia, nur acht Wochen nach Deinem deutschen Meistertitel und einer fantastischen Bestzeit, geht es in Wales auf Punktejagd für Kona. Wie sah Deine Vorbereitung in der kurzen Zeit aus?

Foto: Helmut Grammer frei

Ich habe mich in diesem Jahr sehr schnell und gut von Roth erholt, auch der Kopf ist noch ziemlich frisch. Wir haben in den letzten Wochen nochmals einen Radschwerpunkt gelegt, da die Radstrecke in Wales ja sehr anspruchsvoll ist. Neben vielen qualitativen Kilometern habe ich auch reichlich Höhenmeter gesammelt.

Für die Auftaktdisziplin gibt es einfachere Gewässer als das, was Dich in Tenby erwartet. Hast Du Dich speziell darauf vorbereitet?

In den letzten Wochen nicht. Aber ich war ja im Frühling für einen längeren Trainingsaufenthalt in San Diego und bin dort regelmäßig im Pazifik geschwommen. Ich denke die Bedingungen werden vergleichbar sein.

Auch die Radstrecke ist mit der windempfindlichen Küstenpassage und den giftigen 16 Prozent Anstiegen alles andere als einfach…

Ich mag anspruchsvolle Kurse, meine ersten drei Mitteldistanzen waren Malterdingen, Kraichgau und Wiesbaden. Auf schwierigen Strecken hatte ich immer gute Radsplits, daher freue ich mich sehr auf den Radpart am Sonntag.

Die Laufstrecke ist bekannt für die überwältigende Stimmung. Das wird Dir entgegen kommen. Ist Deine Taktik darauf ausgelegt oder wie ist Dein Plan?

Ich bin sehr gespannt auf die Stimmung an der Laufstrecke, die soll wirklich super sein.
Mein Plan für das Rennen ist in allen drei Disziplinen das bestmögliche aus mir rauszuholen. Natürlich ist es beruhigend zu wissen, dass man in der letzten Disziplin noch ein Ass im Ärmel hat.

Foto: Ingo Kutsche, freiWie sieht Dein Ziel für das Rennen aus?

Mein Ziel ist das Podium. Natürlich wäre es toll nach meinen Podestplatzierungen in Roth mal ein Langdistanzrennen zu gewinnen. Dafür muss am Renntag aber alles passen.

Wen siehst Du als größte Konkurrentin?

Da gibt es gleich mehrere. Meine neue Teamkollegin Lucie Gossage, die vor kurzem den Ironman UK gewonnen hat, Regula Rohrbach, die Siegerin des letzten Jahres und Katja Konschak, die in Roth direkt hinter mir auf Platz vier war. Sicherlich kann auch der eine oder andere unbekannte Name für Eindruck Überraschung sorgen.

Danke für das Interview. Wir wünschen Dir viel Erfolg für Wales!

Hier geht es zu Julias Webseite.

Fotos: Ingo Kutsche, Helmut Grammer


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