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Ironman Wales: Markus Thomschke und Michael Göhner auf Punktejagd

5. September 2013 von Christine Waitz

Foto: Ralph Schick, freiWar vor wenigen Jahren die Qualifikation für Hawaii im Profifeld mit einem hervorragenden Rennen schon gesichert, hat sich der Start auf der Vulkaninsel seit Einführung des Kona Pro Rankings zu einer kleinen logistischen Meisterleistung entwickelt. Wer aktuell nicht in voller Vorbereitung auf das WM-Rennen ist, der beginnt schon einmal mit der kniffligen Punktejagd. So wie Markus Thomschke und Michael Göhner, die beide in Wales in die neue Ironman Runde starten.


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Hallo Markus. Mitten im Jahr ist dein persönliches „Übergangsjahr“ schon wieder vorbei. Wie hast du die Zeit ohne beständigen Blick auf das KPR genutzt?

Natürlich hauptsächlich um mich in eine ansprechende Form für die kommenden Wettkämpfe zu bringen. Dazu gehört neben der sportlichen auch die wirtschaftliche „Form“. Das Training über den Sommer zu Hause verlief nahezu perfekt. Privat wurde nun auch endgültig „Nägel mit Köpfen“ gemacht

Foto: Christine Waitz, freiWährend das Ironmanjahr für die einen noch nicht einmal vorüber ist, geht die neue Runde schon wieder los. Welche besonderen Asprüche stellt der mittlerweile ruhelose und zwölf Monate im Jahr aktive Ironmanzirkus an die Profis?

Der Stichtag für die neue Saison ist ja für alle gleich. Alle beginnen bei Null. Interessant für mich wird natürlich wieder das Rennen auf Hawaii, da dort die besten 10-15 sozusagen schon für 2014 qualifiziert sind. Mal sehen, wer das sein wird. Durch die neue Punkteverteilung zählen bei allen anderen Rennen dann auch wirklich nur noch die Platzierungen ganz vorn. Gerade für die „Neuprofis“, die sich etablieren wollen bzw. müssen, wird es dann natürlich sehr schwer.

Nach 2011 bist du zum zweiten Mal in Wales am Start. Was macht das Rennen für dich so attraktiv?

Zum einen natürlich der Zeitpunkt, da ich so versuchen kann, ganz früh in der Saison Punkte zu sammeln. Dazu kommt eine kurze Anreise (zwei Stunden Flug und zwei Stunden Mietwagen und damit incl. Familie) und ein überschaubarer finanzieller Aufwand. Zum anderen aber der Anspruch dieses Wettkampfes. 2011 gab es hohe Wellen im kühlen Atlantik und gefühlt unendlich steile Hügel auf der Rad- und Laufstrecke. Für mich ist das die anspruchsvollste Strecke im Ironman-Rennkalender. Darauf habe ich mich gezielt vorbereitet.

Weiterhin ist diese Region sehr reizvoll und auch die Stimmung an der Strecke durch die engen Gassen der Altstadt sorgt für eine tolle Atmosphäre. Dazu werden dann auch insgesamt die 14 Freunde und Sponsoren beitragen, die für ein verlängertes Wochenende am Rennfieber teilhaben wollen. 

Wales war in der Vergangenheit ein gutes Pflaster für die deutschen Triathleten. Wie sieht deine Prognose für 2013 aus?

Für mich ist Michael Göhner ganz klar der Favorit auf den Sieg. Nebenbei ist er auch ein Vorbild für mich. Ich hoffe, dass noch ein oder zwei weitere Deutsche in die Top fünf kommen. Bei den Frauen haben wir mit Diana Riesler, Julia Gajer und Katja Konschak auch allerbeste Aussichten auf das Podium. Mal sehen wer dann alles tatsächlich am Start ist bzw. noch nachmeldet. Bisher sind 25 Profimänner und 14 Profifrauen gemeldet. Das Feld der Agegrouper ist schon seit langem ausgebucht.

Vielen Dank für das Interview, Markus und alles Gute für dein Rennen!

Am Erdinger Herbstfest zeigte sich Michael Göhner noch entspannt. Doch auch für den Reutlinger geht es am Wochenende um wichtige Zähler und um Wiedergutmachung nach dem Aus in Frankfurt. Warum er sich gegen den Ironman Lake Tahoe und für Wales entschieden hat, das lest ihr auf den nächsten Seite.

Zum Interview mit Michael.

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Fotos: triathlon.de


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