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Ironman Texas: Hanson und Naeth laufen der Konkurrenz davon

17. Mai 2015 von Christine Waitz

Andreas Raelert Hawaii 2014 Bike16. Mai 2015 – Satte 4.000 Punkte für das Kona Pro Ranking lockten die Profis zum Nord-US-Amerikanischen Meisterschaftsrennen nach Texas. Bei heißen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit siegten Matt Hanson mit schnellem Marathon und Angela Naeth. Andreas Raelert und Faris Al-Sultan mussten das Rennen auf der Laufstrecke beide vorzeitig beenden.


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Die 3, 8 Kilometer lange Schwimmstrecke im Lake Woodlands folgt der L-Form des schmalen Sees, die letzten Meter führen durch einen Kanal mitten in die Stadt hinein. Schon zu Tagesbeginn ähneln die Rennbedingungen ein bisschen derer auf Hawaii. Denn das Schwimmen fand ohne Neoprenanzug statt. Den Schwimm-Ausstieg erreichten nach knapp über 48 Minuten der Australier Todd Skipworth und der Amerikaner Barrett Brandon als Führende. Im Verfolger-Duo hielten sich über 30 Sekunden später Faris Al-Sultan und Jeremy Jurkiewicz auf, das nächste Duo bestand aus Andreas Raelert und Ben Hoffman.

Im Rennen der Damen hatten sich mit Rachel Joyce und Leanda Cave zwei Engländerinnen an die Spitze gesetzt, die zunächst von Katy Blakemore begleitet wurden. Bald schon jedoch, setzten sich die englischen Favoritinnen ab.

Raelert kassiert Zeitstrafe, Al-Sultan kämpft

Ben Hoffman und Andreas Raelert, die zwei Wochen zuvor schon gemeinsam beim Ironman St. George am Start standen, gesellten sich schnell zur Spitze. Die sechs Mann starke Gruppe in Führung verlor jedoch zunehmend Zeit auf den heranfliegenden Lionel Sanders. Dann überschlugen sich die Ereignisse förmlich: Brandon und McDonald wurden von Defekten ausgebremst. Raelert kassierte eine blaue Karte für Windschattenfahren und Sanders stürmte zusammen mit dem Engländer Joe Skipper an die Spitze.

Während vorne Tempo gemacht wurde, berichten die Ironman-Spotter von einem erst kämpfenden, dann zweifelnden Faris Al-Sultan. „Es könnte sein allerletztes Rennen sein“, soll der Münchener den Spottern verraten haben (Quelle: Ironman.com). Indes verbüßte Raelert seine Zeitstrafe und damit lagen beide deutschen Topstarter über zehn Minuten hinter der Spitze.

Überraschung im Männerrennen

Doch nicht etwa Lionel Sanders zog der Konkurrenz davon. Es war Joe Skipper, der zweite des Ironman UK des letzten Jahres, der nun alle stehen ließ. Mit 1:45 Minuten vor Sanders, und weiteren zwei vor Hoffman, wechselte er in die Laufschuhe. Raelert startete den Lauf als Achter über 13 Minuten hinter der Spitze, Al-Sultan war auf Rang 21 zurückgefallen.

Während hinter Skipper der Rest der Konkurrenz Schwächen zeigte, erlief sich Matt Hanson, der im Jahr zuvor bereits mit dem schnellsten Marathon glänzte, die Führung. 2:45:48 Stunden benötigte der Amerikaner für die abschließende Laufstrecke und holte sich damit nicht nur den Sieg, sondern auch den Streckenrekord. Joe Skipper verteidigte Rang drei vor Ronnie Schildknecht, der sich mit einem starken Lauf den dritten Platz sicherte.

Sowohl Faris Al-Sultan, als auch Andreas Raelert beendeten auf der Laufstrecke das Rennen vorzeitig. „Schlechte Nachrichten von Andy. Er musste verletzungsbedingt aus dem Rennen aussteigen. Die Enttäuschung ist riesengroß“, ließen seine Betreuer auf der offiziellen Facebook-Seite der Raelert-Brüder verlauten.

Angela Naeth hatte sich im Rennen der Damen in die Führungsposition gebracht, gefolgt von Leanda Cave und, mit etwas Abstand, Rachel Joyce. An dieser Reihenfolge sollte sich bis ins Ziel nichts mehr ändern. Mit 8:55:19 blieb Naeth ebenso wie die Zweitplatzierte Cave unter der 9-Stunden Marke.

Ergebnisse Männer:

1. Matt Hanson, 8:07:03
2. Joe Skipper, 8:16:26
3. Ronnie Schildknecht, 8:21:03
4. Lionel Sanders, 8:24:54
5. Pedro Gomez, 8:26:42

Ergebnisse Damen

1. Angela Naeth, 8:55:19
2. Leanda Cave, 8:58:12
3. Rachel Joyce, 9:05:03
4. Kelly Williamson, 9:08:20
5. Corinne Abraham, 9:12:20

Zu den Ergebnissen.

Foto: Ingo Kutsche

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