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Ironman Switzerland: Schildknecht schlägt Bracht, Ryf dominiert

25. Juli 2016 von Lukas Bartl

Marc Sjoeberg,   freiZürich, 24.Juli 2016 – Auch bei der zwanzigsten Ausgabe des Ironman Switzerland, bleibt der Sieg dem Lokalmatador Ronnie „I-Ron“ Schildknecht vorbehalten. Er siegt vor Timo Bracht und dem Schweizer Jan Van Berkel. Das Damenrennen konnte die überragende Daniela Ryf, mit weitem Vorsprung vor Emma Billham und Michaela Herlbauer, für sich entscheiden.


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Ronnie Schildknecht und Daniela Ryf heißen die Sieger der Jubiläumsausgabe des Ironman Switzerland in Zürich. Schildknecht gewinnt sein Heimrennen damit zum neunten Mal, kein anderer Athlet konnte häufiger beim selben Rennen gewinnen. Timo Bracht landet auf Platz zwei, Jan van Berkel kommt als Dritter über die Zielline auf der Landiwiese. Roman Deisenhofer sorgt für die deutsche Überraschung, er finishte als starker Vierter. Bei den Damen siegt Daniela Ryf, nach 2014, zum zweiten Mal am Zürichsee, mit einer Dominanz, die ihresgleichen sucht.

Neoprenverbot im Zürichsee

Mit 23,9 Grad war das Wasser im Zürichsee angenehm warm, was für die Pros jedoch Neoprenverbot bedeute. Also ging es für die Profis ohne Kälteschutzanzüge auf die neue, aus einer Runde bestehende, Schwimmstrecke. Der starke Schwimmer Balasz Csoke aus Ungarn, konnte sich nach kurzer Zeit bei den Männern etwas absetzen. Bei den Damen sorgten „Angry Bird“ Daniela Ryf und Celine Schaerer für die Pace.

Team Sport for GoodCsoke in Führung Bracht mit Rückstand

Folgerichtig verließen diese auch als erste den kristallklaren Zürichsee. Bei den Herren schwamm Balasz Csoke am schnellsten, 49:53 Minuten benötigte er für die 3,8 Kilometer lange Schleife durch den See. Mit  48 Sekunden Rückstand verließ Manuel Kueng das Wasser. Die Verfolgergruppe um Timo Bracht kam mit guten drei Minuten Rückstand in T1.

Ryf im Wasser geschlagen

Ein etwas ungewöhnliches Bild zeigte sich im Damenrennen, denn Daniela Ryf kam nicht als erste aus dem Wasser. Mit zwei Sekunden Rückstand beendete sie gemeinsam mit Celine Schaerer, nach gut 55 Minuten den Schwimmpart. Auf die einzige Deutsche im Damenrennen mussten die Zuschauer auf der Landiwiese einige Zeit warten. Nach 1:12 Stunden verließ Kristin Moeller das Wasser. Keine Frage, sie kam mit den Bedingungen im Zürichsee nicht gut zurecht.

Lukas Bartl, freiDeisenhofer überzeugt beim Radfahren

Nach bereits 30 Kilometern hatte Manuel Kueng den Ungarn Csoke überholt und führte das Feld an. In direkter Verfolgerposition, Jan van Berkel, welcher bereits zweimal auf dem zweiten Platz in Zürich landete. Schildknecht war bereits in gewohnter Manier auf den dritten Platz nach vorne gehämmert, Timo Bracht ihm dicht auf den Fersen. Im weiteren Verlauf des Radpart zeigte sich eine für die deutschen Fans erfreuliche Entwicklung, Roman Deisenhofer setze sich an die Spitze und konnte bis in T2 seinen Vorsprung auf ganze 4:41 Minuten ausbauen. An Position Zwei wechselte Jan van Berkel, auf drei Timo Bracht in einer Gruppe mit Ronnie Schildknecht. Markus Fachbach kam an Position sechs in die Wechselzone, er hatte allerdings bereits gut sechs Minuten Rückstand.

Ryf deklassiert Konkurrenz

Bei den Damen war es nun die gewohnte „One – Women – Show“. Daniela Ryf packte ihrer Konkurrenz Sekunde um Sekunde auf das Konto und beendete nach nur 4:46 den Radpart. Keine andere Profidame konnte einen Radsplit unter fünf Stunde fahren, was ihre Dominanz erneut unter Beweis stellte. Nachfolgend wechselte Emma Billham mit über 21 Minuten Rückstand, hinter ihr folgte eine größere Gruppe um Regula Rohrbach, welche bereits sage und schreibe 26 Minuten hinter Ryf lag. Kristin Moeller lag zu diesem Zeitpunkt noch weiter hinter der Führenden.

Christian Bottek, freiSchildknecht siegt zum neunten Mal

Bracht, Schildknecht und van Berkel machten sich als Dreiergruppe auf, den enteilten Roman Deisenhofer so schnell als möglich zu kassieren. Nach halber Strecke hatte Schildknecht Deisenhofer überholt, auf Platz drei folgte Van Berkel und an vier, immer noch in aussichtsreicher Position, folgte Timo Bracht mit weniger als vier Minuten Rückstand. Am Ende war es das gleich Bild wie schon so oft, der Schweizer Ronnier Schildkenecht gewinnt mit starker Laufleistung in 8:17:04 den Ironman Switzerland. Auf Platz zwei folgt Timo Bracht, sieben Minuten hinter Schildknecht. Jan van Berkel wird dritter. Auf Platz vier finisht die deutsche Überraschung Roman Deisenhofer. Christian Brader erreicht, als dritter deutscher unter den Top10, Platz sieben.

Ryf siegt erneut

Daniela Ryf gewinnt, nach der Challenge Roth am letzen Wochenende, ihre Zweite Langdistanz innerhalb einer Woche. In 8:51:50 zeigte sie eine fabelhafte Leistung, der keine ihrer Konkurrentinnen auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Auf Platz zwei kommt Emma Billham ins Ziel, sie hat einen Rückstand von mehr als 28 Minuten. Dritte wird Michaela Herlbauer mit 35 Minuten Rückstand auf Ryf. Die einzige deutsche im Feld, Kristin Moeller finisht auf Platz zehn.

Ergebnisse Herren

  1. Ronnie Schildknecht, 8:17:04
  2. Timo Bracht, 8:24:13
  3.  Jan Van Berkel, 8:29:12
  4. Roman Deisenhofer, 8:32:58
  5. David Plese, 8:36:50

7. Christian Brader, 8:49:07

Ergebinsse Damen

  1. Daniela Ryf, 8:53:49
  2. Emma Billham, 9:23:48
  3. Michaela Herlbauer, 9:28:12
  4. Celine Schärer, 9:37:26
  5. Ariane Monteceli, 9:40:07

10. Kristin Moeller, 9:52:16

Zu den Ergebnissen.

Fotos: Marc Sjoeberg, Team Sport for Good, triathlon.de

 

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