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Ironman Switzerland 2015: Schildknecht’s Wohnzimmer – Achter Sieg in Zürich

19. Juli 2015 von Christine Waitz

Ingo KutscheZürich, 19. Juli 2015 – Mission WM-Qualifikation stand für Michael Raelert an diesem Tag ganz oben. Auf einen starken Start am Rad folgte jedoch der Leistungsabfall und der Ausstieg mit Krämpfen auf der Laufstrecke. Feiern konnte hingegen Ronnie Schildknecht, der mit Sieg Nummer acht in Zürich mittlerweile fast Heimrecht besitzt. 


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Nach einem Gewitter in der Nacht startete die 19. Auflage des Ironman Zürich bei angenehmen Temperaturen. Mit über 25 Grad Wassertemperatur war sogar das Schwimmen ohne Neoprenanzug alles andere als kalt. Manuel Küng, Sieger des Ironman 70.3 Luxemburg vor wenigen Wochen, machte von Beginn an Tempo. Schon nach der ersten Schwimmrunde hatten seine Verfolger, darunter Michael Raelert, über eine Minute Rückstand. 48:52Minuten benötigte der Schweizer und hatte nicht etwa schnell gestartet, sondern konnte in der zweiten Schwimmrunde sein Tempo durchziehen. 1:51 Minuten dauerte es, bis Michael Raelert als Zweiter wechselte. Der jedoch flog durch die Wechselzone und machte sich prompt auf die Jagd.

Auch bei den Damen übernahm die Favoritin des Tages, Mary Beth Ellis, von Beginn an das Kommando. Sie hatte die 3,8 Kilometer im Zürichsee nach 55:12 Minuten beendet und lag damit weit vor ihren Verfolgerinnen.

Küng attackiert

Lukas Bartl, frei

Manuel Küng

Schon nach knapp 30 Kilometern war Raelert zu dem Schweizer, der sich zuletzt durchaus radstark gezeigt hatte, aufgefahren. Bald schon hatte sich mit Jan van Berkel ein Dritter Favorit hinzugesellt. Auf der zweiten Runde wagte Küng die Attacke und konnte schnell etwas Luft zwischen sich, van Berkel und Raelert bringen. Während van Berkel seinem Landsmann nicht allzuviel Abstand gönnte, verlor Raelert deutlich an Boden.

Nach 4:33:20 Stunden wechselte Küng in die Laufschuhe, mit van Berkel und Schildknecht folgten zunächst zwei weitere Schweizer, bevor Raelert das Radziel erreichte.

Überraschung auf der Laufstrecke – Beth Ellis muss Gerdes ziehen lassen

Ein einsames Rennen war es für Mary Beth Ellis. Über acht Minuten hinter ihr führte Mareen Hufe das Damenfeld der Engländerin nach – Tendenz des Zeitabstandes steigend. Bis auf 15 Minuten war der Vorsprung nach den 5:02:07 Stunden der Spitzenreiterin auf dem Rad angewachsen. Mareen Hufe und Beth Gerdes folgten.

Auf dem Laufkurs wurde es dann tatsächlich plötzlich interessant. Beth Gerdes hatte sich Minute um Minute an Beth Ellis herangearbeitet und übernahm nur wenige Kilometer vor dem Ziel die Führung. Nach 9:21:05 schaffte sie die kleine Sensation. Mareen Hufe wurde Dritte.

Raelert mit Krämpfen raus – Schildknecht erobert Heimrecht zurück

Auf der Laufstrecke setzte sich in der ersten Runde Jan van Berkel an die Spitze. Während Küng der Arbeit auf dem Rad etwas Tribut zollen musste, schickte sich der siebenmalige Sieger Ronnie Schildknecht an, van Berkel zu jagen. Von hinten drohte jedoch ein Italiener das schweizer Podium zu gefährden. Alessandro Degasperi nahte.

Dann überschlugen sich die Ereignisse: Michael Raelert musste das Rennen mit Krämpfen vorzeitig beenden, Schildknecht passierte van Berkel und Degasperi schob sich auf Rang drei.

Ingo KutscheUnd am Ende stand fest: Zürich ist einfach Schildknecht’s Wohnzimmer. Sieben Mal in Folge, zwischen 2007 und 2013 siegte er hier. Im letzten Jahr gab er dem Ironman Frankfurt zugunsten der Hawaii Qualifikation den Vorzug und Boris Stein konnte triumphieren. Doch in diesem Jahr ist er zurück. 8:21:19 Stunden benötigte er für Sieg Nummer acht. Zweiter wurde Jan van Berkel vor Alessandro Degasperi. Bester Deutscher auf Rang fünf wurde Pascal Ramali.

Ergebnisse Männer

1. Ronnie Schildknecht, 8:21:19
2. Jan van Berkel, 8:28:57
3. Alessandro Degasperi, 8:31:36
4. Mike Schifferle, 8:46:44
5. Pascal Ramali, 8:50:44

Ergebnisse Damen

1. Beth Gerdes, 9:21:05
2. Mary Beth Ellis, 9:26:37
3. Mareen Hufe, 9:35:26
4. Dimity-Lee Duke, 9:51:24
5. Lina-Kristin Schink, 10:11:12

Zu den Ergebnissen.

Fotos: Ingo Kutsche, Lukas Bartl

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