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Ironman Südafrika: Angriff von Vanhoenacker

7. April 2011 von Jana Herrmann

Am Sonntag den 10. April 2011 findet in Port Elizabeth der Ironman Südafrika statt. Der Belgier Marino Vanhoenaker geht als einer der Topfavoriten ins Rennen. Sollte er als Erster ins Ziel kommen, könnte er die Führung der neuen WTC-Weltrangliste übernehmen.


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Der Hawaii-Dritter Marino Vanhoenacker möchte natürlich gerne in Südafrika gewinnen, aber rechnen will er nicht.

Bei sonnig südafrikanischem Wetter versammelt sich die Weltelite des Triathlonsports in Port Elizabeth. In der ehemaligen englischen Kolonie dürfen sich die Besucher auf packende Duelle der Triathlon-Stars freuen.

Wo geht’s lang?
Am beliebtesten Strand, dem Hobie Beach, von Port Elizabeth geht der Ironman los. Im gewöhnlich ruhigen Wasser werden zwei Runden á 1,9 Kilometer geschwommen bevor es zum ersten Wechsel geht. Anschließend folgen die 180 Kilometer, aufgeteilt in drei Runden, auf dem Rad. Zuerst führt der Kurs Richtung Port Elizabeth, bevor es in das hügelige Umland geht. Die letzten Kilometer jeder Runde sind dann wieder auf relativ flacher Strecke zurückzulegen.

Der abschließende Marathon geht entlang des Marine Drive und führt unter anderem über das Gelände der Nelson Mandela Metropolitan Universität. Die für den Verkehr gesperrte Strecke ist eben und ohne nenneswerte Steigungen.

Angriff von Vanhoenacker
Marino Vanhoenacker gelang schon 2009 der Sieg bei dem Ironman Südafrika. Dieses Jahr geht er mit großen Titelambitionen ins Rennen. Denn sollte er als erster ins Ziel laufen, könnte er die Führung in der neuen WTC-Weltrangliste übernehmen. Sein größter Konkurrent ist vermutlich der Titelverteidiger und Lokalmatador Raynard Tissink. Dem 8-fachen Ironmansieger Vanhoenackeer, der für das deutsche Commerzbank Team startet, würde sogar ein siebter Platz reichen, sofern Tissink nicht mehr als vier Plätze besser ist als er. Auf Rechenspiele will sich Vanhoenacker jedoch nicht einlassen. „Ich freue mich sehr auf das Duell mit Raynard. Es gibt aber auch viele andere, die das Zeug zum Sieg haben. Die Fans können sich auf ein spannendes Rennen freuen“, so der Belgier.

Außer Vanhoenacker und Tissink wollen aber sicherlich auch der laufstarke James Cunnama und Rudger Beke ein Wörtchen um die vorderen Plätze mitreden. Nicht zu vergessen, die Deutschen Michael Göhner, Andi Böcherer, Swen Sundberg und Uwe Widman.

Comeback des Jahres: Natascha Badmann
Bei den Damen steht die 6-malige Ironman Hawaii Siegerin Natascha Badmann in den Startlöchern. Nach einem Unfall 2007 beim Ironman Hawaii, bei dem sie auf der Radstrecke einen Verkehrsleitkegel übersah und sich unter anderem eine hartnäckige Schulterverletzung zuzog, musste sie eine lange Zwangspause einlegen. Am Sonntag aber wird Badmann beim Ironman Südafrika endgültig wieder auf die Wettkampfbühne zurückkehren.

Dort wird sie mit der Dauersiegerin und Weltrekordlerin Chrissie Wellingtion konfrontiert werden. Das bisher einzige Aufeinandertreffen der beiden Ausnahmeathletinnen war bei eben jenem Ironman, bei dem sich Badmann schwer verletzte. Dass es für die mittlerweile 44-jährige Schweizerin eher ums Ankommen geht, als ums Gewinnen, hat sie in einem Interview deutlich gemacht: „Ich bin sehr dankbar, dass ich mich wieder so gut fühlen darf und bin sehr motiviert! Da ich seit meinem Unfall noch keinen kompletten Ironman bestreiten konnte, werde ich selbst meine größte Herausforderin sein.“

Aus deutscher Sicht wollen die amtierende deutsche Meisterin auf der Mitteldistanz, Diana Riesler und die Zweitplatzierte beim Ironman Lanzarote, Nicole Woysch, natürlich gerne beim Kampf um das Podium mitreden.

Infos rund um den Ironman Südafrika

Fotos: Commerzbank Triathlon Team

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