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Sonja Tajsich – Mindestens Zweite

Ironman Südafrika 2010:
Sonja Tajsich – Mindestens Zweite

22. April 2010 von Brigitte Schmailzl

Sonja Tajsich (3)

Am Sonntag findet trotz Vulkanaschewolke der Ironman Südafrika in Port Eliszabeth statt. Bei den Frauen stand bereits letztes Jahr mit Sonja Tajsich eine deutsche Profitriathletin auf dem Podest – fast ganz oben. Diesmal soll, trotz Anreiseproblem, vielleicht noch mehr dabei rauskommen. Wir haben Sonja zu ihren Vorbereitungen  befragt.


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Warum hast Du Dir als Saisonauftakt ausgerechnet Südafrika ausgesucht?

Ich mache immer gerne ein frühes Rennen. Zum einen weil ich nach vier bis fünf Monaten disziplinierten Trainings froh bin, wenn ich meine Leistung testen kann. Außerdem ist das eine Chance, neues Equipment auf die Probe zu stellen und zu guter Letzt habe ich eine Chance mehr, die Quali für Hawaii zu ergattern. Auch wenn es schwer ist, da nur ein Platz für die Profi-Frauen zur Verfügung steht. Südafrika passt immer recht gut, weil April einen schönen 3-Monats-Rhythmus zulässt. Außerdem ist das Klima dort um diese Jahreszeit ähnlich wie hier und es gibt keine Zeitverschiebung.

Welche Platzierung erhoffst Du Dir?

Wenn ich ganz ehrlich bin erhoffe ich mir, meine Platzierung vom Vorjahr mindestens wiederholen zu können. Das war ein zweiter Platz. Das Rennen ist stark besetzt, es wird also spannend.

Deine Schwimmzeit letztes Jahr war ja nicht berauschend und hat Dich ja quasi den Sieg gekostet. Was hast Du seid dem am Training verändert?

Ich sehe das ein wenig anders. Ich kam letztes Jahr aus der Babypause und war mords stolz, in Südafrika, bei meinem ersten Rennen nach zwei Jahren Pause, und dazu auch noch im Meer, meine persönliche Bestzeit aufzustellen. Ich hatte mich über diese Schwimmzeit richtig gefreut. Und dass ich auf einem guten Weg bin hat dann meine Schwimmzeit in Klagenfurt gezeigt (56.30 Min). Leider läuft nicht jedes Rennen nach Plan und nach Wunsch (Hawaii 2009). Dennoch habe ich weiterhin hart an meinen Schwimmfähigkeiten gearbeitet. Zum einen schwimme ich ein Mal öfter pro Woche und jede Einheit ist ca. 1 km länger als früher. Da läppert sich einiges zusammen und die Zeiten im Schwimmtraining zeigen, dass der Weg stimmt.

Was hat Dein Trainerwechsel für Gründe gehabt?

Bis Hawaii habe ich ein tolles Training unter der Leitung von Susanne Buckenlei (Professional Endurance Team) absolviert. Sie hat mich super nach der Babypause aufgebaut, ich war unverletzt und hatte richtig tolle Resultate. Zum Trainerwechsel hat mich ein einziger Grund gebracht: Neugierde. Ich wollte gerne wissen, was es im Profi-Triathlon-Himmel noch für Möglichkeiten gibt, wie andere trainieren. Ralf Ebli schien mir genau der richtige zu sein, das zu erfahren. Er hat Timo Bracht „groß“ gemacht und trainiert auch einige Frauen. Und das Training läuft richtig gut, es macht irre viel Spaß. Und fühlt sich sehr professionell an!

Was hast Du beim Rad- und Lauftraining noch optimiert? Laufen ist ja Deine Paradedisziplin.

Ich dachte auch immer, dass Laufen meine Paradedisziplin sei, aber letztes Jahr habe ich festgestellt, dass es tatsächlich das Rad fahren ist. Insgesamt hat es mich sicher ein Stück nach vorne gebracht, zwei Mal zwei Wochen ins Trainingslager zu fahren und dem strengen deutschen Winter zu entkommen. Ich fahre mitunter längere Radeinheiten, auch schon bis zu 200 km und ich laufe wesentlich mehr als früher. Bis jetzt verkrafte ich es sehr gut und bin gespannt, wie es sich im Wettkampf auswirkt.


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Brigitte Schmailzl ist Autorin des Artikels und seit 1990 Physiotherapeutin. Nach ihrer leitenden Tätigkeit in einer Klinik ist sie seit 1997 selbständig in eigener Praxis. Sportlich war sie schon immer. Triathlon betreibt sie seit 1995. Infos zur Praxis. Im Forum ist sie als Physiofee unterwegs.
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