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Ironman Südafrika 2009: Andreas Venhorst – Chance meines Lebens

8. April 2009 von Christian Friedrich

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triathlon.de: Hast Du Dich am Rad zurückgehalten, um dann beim Marathon lieber Plätze gut zu machen?

Andreas: Nein, sicher nicht. Ich glaub nicht, dass man sich heutzutage noch in einer Teildisziplin zurückhalten kann. Die Leistungsdichte wird immer höher. Andererseits darf man aber auch nicht übers Limit gehen, insbesondere bei Bedingungen wie am Renntag. Für den Versuch Stefan Riesen für längere Zeit zu folgen, musste ich dann auch bezahlen. Ich bin die zweite Hälfte auf dem Rad deutlich langsamer geworden und war dann im Vergleich zu den guten Trainingsleistungen enttäuscht.

Chance meines Lebens
Obwohl ich diese Zeit relativ locker fahren können müsste, hatte ich am Ende mit Krämpfen zu kämpfen und erwartet, dass ich beim Marathon dann den vollen Preis für diese Dummheit bezahlen würde. Bei 36 Grad ging es dann in den Marathon und ich bin sehr verhalten angelaufen. In der zweiten Runde fehlten dann am Wendepunkt bereits Tissink und das Feld der TOP-Pros war weit auseinander gezogen. Dann war klar, dass dies die Chance meines Lebens war.

In der zweiten Runde lief es sich dann fast von alleine. Es ist halt mental immer einfacher nach vorne zu laufen, als seine Position zu verteidigen. Zuletzt konnte ich noch James Cunnama einholen. Für Vorjahressieger Stephen Bayliss, der zugegebenermaßen keinen guten Tag hatte, hat es am Ende nicht mehr gereicht. Dafür konnte ich die letzten Kilometer richtig genießen.

triathlon.de: Wie waren die Bedingungen? Auf was muss man sich in Südafrika einstellen? Wind und wilde Tiere?

Port Elizabeth ist wirklich ein wunderschönes Rennen mit einer speziellen Atmosphäre und einfach fantastischen Leuten an der Strecke. Der attraktive Kurs ist an sich nicht besonders anspruchsvoll. Die Schwierigkeiten und die Zeiten werden aber maßgeblich von den Bedingungen beeinflusst. Den Beinamen „The windy City“ verdient sich Port Elizabeth täglich neu.

Eigentlich windig
Der zwei Runden Kurs im indischen Ozean kann daher extrem wellig werden und die Radstrecke insbesondere mit Hochprofilfelgen in den schnellen Abschnitten sehr gefährlich. Am Renntag war es aber nahezu windstill. Die Hitzewelle die Port Elizabeth traf, war dann aber für die meisten Teilnehmer ebenso schwierig zu handhaben. Man muss sich halt auf alles einstellen. Aufgrund der gleichen Zeitzone kann man den Ironman Südafrika auch für Altersklassen-Athleten nur empfehlen. Wer kann, sollte noch etwas dranhängen und dieses großartige Land etwas näher kennenlernen.


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