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Ironman Südafrika 2009: Andreas Venhorst – Chance meines Lebens

8. April 2009 von Christian Friedrich

andreas-venhorstWurde er beim Ironman Frankfurt noch Europameister in seiner Altersklasse hat Andreas Venhorst beim Ironman Südafrika das Feld zum ersten Mal als Profi aufgemischt. Uns hat er einige feine Details zu seinem Rennen verraten.


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triathlon.de: Hast Du mit einem fünften Platz gerechnet? Wie realistisch warst Du vor dem Rennen?

Andreas: In der Vorbereitung auf mein erstes Rennen als Profi bin ich bereits im Dezember nach Potchefstroom, Südafrika geflogen, um mich nach dem Übertrainingszustand rundum die Ironman Worlds in Hawaii in mittlerer Höhe und hohen Temperaturen für 2009 komplett von Null aufzubauen. Ziel für Port Elizabeth war es mit 90 Prozent des üblichen Trainings eine möglichst solide Grundlage für die Saison zu schaffen und die gewonnene Zeit in Krafttraining und Gymnastik zu investieren, um grundlegende Probleme anzugehen.

Überwältigend und hitzig
Das Training lief dann auch verletzungs- und beschwerdefrei. Auch wenn die Trainingsleistungen hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben sind, war ich jederzeit zuversichtlich die für eine TOP10-Platzierung notwendige Form aufzubauen. Das es letztlich zu einem 5. Platz gereicht hat war natürlich überwältigend. Objektiv betrachtet lag dies aber auch an einem von Taktik geprägten Rennverlauf und an den vielen Aufgaben aufgrund der Hitzewelle, die Port Elizabeth am Renntag getroffen hatte.

triathlon.de: Wie bist Du mit den drei Teilzeiten (Schwimmen, Radfahren, Laufen) zufrieden? Wo lief es besonders gut und wo besonders schlecht oder schlechter?

Andreas: Das Schwimmen lief bis km1 ganz gut. Ich war am Ende der ersten Gruppe und konnte das Tempo ohne Probleme mitgehen. Leider hatte ich mich dann zwischenzeitlich an der falschen Boje orientiert und den Kontakt zur Gruppe verloren. Von da ab war ich dann allein unterwegs. Dadurch war ich aber auch keinen taktischen Zwängen unterlegen und musste/konnte mein eigenes Rennen bestreiten.

Der Radsplit war etwas enttäuschend. Als mich Stefan Riesen am Ende des langen Anstieges überholt hatte bin ich eine zeitlang mitgefahren, musste dann aber doch rausnehmen und habe danach ziemlich lange gebraucht, um wieder den eigenen Rhythmus zu finden. Kurz vor der zweiten Wechselzone war ich dann auch muskulär schon ziemlich müde und hatte mit Krämpfen zu kämpfen.

Erstmal locker laufen
Ich bin dann relativ verhalten angelaufen, da mir klar war, dass es aufgrund der Hitze ein Ausfallrennen werden würde. In der zweiten Runde waren die Beine wieder „erholt“ und ich konnte das Tempo etwas anziehen und Platz um Platz gutmachen. Als ich dann bei km 32 gesehen hatte, dass ich nur knapp einen Kilometer hinter Stephen Bayliss und James Cunnama lag, wusste ich erstmals um meine gute Platzierung. Den jungen Südafrkaner konnte ich dann noch am Anstieg zur Universität stellen und die letzten zwei Kilometer genießen.


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