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Rückblick auf ein heißes Rennen – mit großer Fotostrecke

Ironman Regensburg 2012:
Rückblick auf ein heißes Rennen – mit großer Fotostrecke

19. Juni 2012 von Christine Waitz

Foto: Ingo Kutsche / sportfotografie.bizRegensburg, 17. Juni 2012  – Klein war es, das Feld der angetretenen Profi-Athleten. Nur 17 standen am Start. Dennoch war das Rennen nicht weniger interessant. Mit großer Aufmerksamkeit wurde der erste Ironman von Michael Raelert erwartet. Bei den Damen hatte sich eine zu ihrem 20. Jubiläumsrennen den Sieg in den Kopf gesetzt. Ob ihre Ambitionen der Leistung der Profis im Weg standen, lest ihr hier.


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(K)eine ernsthafte Konkurrenz im Männer-Rennen

Foto: Ingo Kutsche / sportfotografie.biz
Michael Raelert

Recht ruhig begann das Rennen am Guggenberger See – was die Masse an Zuschauern betraf. Nicht jedoch das Rennen selbst. Mit Schwimmzeiten von 45:01 Minuten für Michael Raelert und 45:03 Minuten für Dirk Bockel begab sich eine Dreiergruppe auf die Radstrecke. Ein neuer Schwimmrekord war aufgestellt:  Raelert verbesserte die Zeit von Christof Wandratsch aus dem Jahr 2010 um 15 Sekunden. Erst fünf Minuten später folgte der nächste Schwung, in dem bereits die schnellen Altersklassenathleten mitschwammen.

Ganz und gar nicht ruhig lies es Michael Raelert auf der Radstrecke angehen. In bester Zeitfahrposition versuchte er von Beginn an, den einzig ernsthaften Konkurrenten auf Distanz zu bringen, zunächst erfolgreich. Deutlich schneller als der Rest des Feldes schossen Raelert und Bockel vorne weg. Erst gegen Ende der zweiten Radrunde schien Raelert Federn zu lassen. Bockel konnte das hohe Tempo beibehalten, schloss auf, überholte und packte die Flügel aus. Auf den letzten zwanzig Kilometern schaffte er es, fast vier Minuten Vorsprung auf Michael Raelert (4:35:32 h) herauszufahren.
Als Dritter hielt sich tapfer der britische Nachwuchsathlet vom Team TBB, Daniel Hacksworth, der mit 4:52:18 h bereits über 20 Minuten langsamer fuhr als Bockel. Mit einer Radzeit von 4:40:13 h legte der Schweizer Maik Schifferle den Grundstein für seine Aufholjagd. Währenddessen war auch die zunächst verhältnismäßig kühle Witterung umgeschlagen und es wurde mächtig heiß – nicht nur im Rennverlauf.

Foto: Ingo Kutsche - sportfotografie.biz
Dirk Bockel

Michael Raelert schien vom Rad herunter eine Aufholjagd starten zu wollen. Doch Dirk Bockel war darauf vorbereitet, so dass der Abstand weitestgehend konstant blieb. Ähnlich wie auf dem Rad vergrößerte er die Distanz zum Ironman-Rookie sukzessive, so dass Bockel nach 8:11:53 h sicher in Richtung Dultplatz und gleichzeitig einem neuen Streckenrekord entgegen laufen konnte.
Ebenfalls zufrieden erreichte Michael Raelert das Ziel knapp sieben Minuten später (8:18:53 h). Nicht nur war sein „Test“ gelungen, auch konnte er 50 Dollar Spende pro Rennkilometer für das Projekt „Mike Möwenherz“ erlaufen.
Auf Rang drei schob sich beim Laufen noch Maik Schifferle nach erfolgreicher Aufholjagt, die ja schon auf dem Rad begonnen hatte und in der schnellsten Laufzeit gipfelte.

Start-Ziel-Sieg mit Zittern bei den Damen

Foto: Ingo Kutsche / sportfotografie.biz
Heidi Sessner

Das 20. Rennen sollte ihr perfektes Rennen sein und mit einem Sieg belohnt werden. So ging Heidi Sessner ins Rennen. Ganz sicher war der Sieg allerdings nicht, denn ihre stärkste Konkurrentin war ihr vom Wettkampf am Salzkammergut noch allzu gut im Gedächtnis: Dort lag Monika Stadlmann immerhin vorne.

Bei den Damen war ein Duell zu erwarten, das sich nach gutem Schwimmen mit Zeiten von 53:22 Minute für Heidi Sessner und 53:33 Minuten für Monika Stadlmann auch in der ersten Radrunde als solches zeigte. Zu Beginn der zweiten Runde jedoch zeigte Monika Stadlmann schon Schwächen und fiel leicht zurück. Heidi Sessner konnte nach 5:16:55 h vom Rad steigen, Stadlmann folgte mit erkennbarem Rückstand nach 5:19:08 h und beendete später nach der Hälfte der Marathondistanz das Rennen vorzeitig.
Fast unbemerkt hatte sich Nicole Bretting auf dem Rad „herangeschlichen“. Zu Beginn des Marathons lief die zunächst auf Platz drei, später auf Platz zwei liegende Altersklassenathletin deutlich schneller als Sessner. Hochrechnungen wären zu diesem Zeitpunkt auf einen knappen Sieg für Bretting hinausgelaufen. Doch Heidi Sessner konnte ihr Tempo stabilisieren und Bretting verlor etwas an Fahrt, sodass sich der Abstand auf sechs Minuten einpendelte.
Einem hart erkämpften Sieg im Jubiläumsrennen stand nach 9:43:52 h also nichts mehr im Wege. Bretting lief als erste Altersklassenathletin auf den zweiten Podiumsrang nach 9:50:18 h ein. Auch der dritte Platz ging an eine Altersklassenathletin – Maria Lemeseva in 9:52:31 h.

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Ergebnis Herren

1. Dirk Bockel, 08:11:59
2. Michael Raelert, 08:18:53
3. Mike Schifferle, 08:36:53
4. Jens Kaiser, 08:43:57
5. Petr Vabrousek, 08:47:53

Ergbenis Damen

1. Heidi Sessner, 09:43:52
2. Nicole Bretting, 09:50:18
3. Maria Lemeseva, 09:52:31
4. Karin Gerber, 10:00:31
5. Barbara Geilhof, 10:00:48

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Foto: Ingo Kutsche – sportfotografie.biz

 

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