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Sonja Tajsich startet in der Staffel

Ironman Regensburg 2011:
Sonja Tajsich startet in der Staffel

2. August 2011 von Ralph Schick

Im letzten Jahr gewann Sonja Tajsich den Ironman Regensburg souverän mit der schnellsten Rad- und Laufzeit. In diesem Jahr beendete sie den Ironman Frankfurt zwar „nur“ als Dritte, doch lieferte Sonja einen sensationellen Marathonlauf ab, der es auf den letzten Kilometern noch mal richtig knapp werden ließ und Lust auf mehr machte. Wir haben mit ihr gesprochen, ob sie in Regensburg nicht vielleicht doch am Start steht.


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Herzlichen Glückwunsch zu deinen dritten Platz in Frankfurt und deiner sensationellen Aufholjagd. Wann warst du sicher, dass es sicher für das Podest reicht?

Danke für die Glückwünsche! So richtig sicher war ich in diesem Rennen gar nicht. Zuerst empfand ich natürlich große Freude, als ich in der letzten Runde an Yvonne näher ran kam. Es ist schon ein befreiendes Gefühl, dieses dritte Begleitfahrrad bei einem zu haben. Ab da galt mein Fokus, den Abstand schnell größer werden zu lassen, damit es kein Zielsprint wird. Dass ich dann beinahe einen Zielsprint um den 2. Platz hatte, hätte ich mir nicht träumen lassen. Das wurde erst im letzten Kilometer realistisch. Aber da war es dann auch schon zu spät.

Hast du während des Rennens gedacht, dass du evtl. noch weiter vorlaufen könntest?

Dass ich noch den zweiten oder gar ersten Platz hätte packen können wurde mir erst ganz am Schluss richtig bewusst. Ist schon komisch: Da ist der Tag so lang, und doch zu kurz. Ein paar Meter bzw. Kilometer mehr und ich hätte vielleicht sogar gewinnen können…

Was sind die Unterschiede zwischen den Strecken beim IM Frankfurt und dem IM Regensburg? Was sind die Schlüsselstellen beim IM Regensburg?

Ich versuche die drei Disziplinen zu beschreiben: Schwimmen – In Regensburg hat es keinen Landgang, der See ist ähnlich überschaubar wie in Frankfurt, tolles Wasser und gut zu schwimmen. Hier gibt es kaum eine Schlüsselstelle. Auf dem Rad denke ich sollte einem bewusst sein, dass zum einen der Anstieg, der 10 km nach dem Wechsel startet, recht lang ist. In zwei oder drei Wellen geht es insgesamt ca. 12 Kilometer bergan. Und diesen Berg muss man zwei Mal fahren! Aber damit hat man es noch nicht geschafft. Am Ende der Runde kommen noch mal 2 bis 3 kleinere Anstiege, die Körner rauben. Der Zubringer zur zweiten Wechselzone ist dann wieder flach. Der Straßenbelag ist gut und die Abfahrt technisch nicht schwierig. Der Lauf ist sensationell. Die Zuschauer sind entlang der gesamten Strecke zu finden, die meisten aber im Stadtteil. Das Kopfsteinpflaster wird durch den Lärm der Leute glatter und der kleine Anstieg in der Fußgängerzone flacher. Der Zieleinlauf ist auch in Regensburg super schön, die Kulisse in Stadtamhof sensationell. Gänsehautfeeling pur!

Wirst du dir das Rennen vor Ort anschauen?

Ich werde in der Charivari-Staffel den Schwimmpart übernehmen, worauf ich mich sehr freue. So darf ich die tolle Stimmung am See hautnah erleben, bin mit dabei und kann auch wieder mit meinem Staffel-Team in Stadtamhof durchs Ziel laufen. Ansonsten werde ich als Expertin für Sport1 an der Strecke sein und den Rest der Zeit an unserem Purendure Stand auf der Ironman Expo am Dultplatz verbringen. Dort hab ich sicher guten Einblick ins Geschehen, da die Laufstrecke dort vorbei führt.

Danke für das Gespräch

Fotos: Ingo Kutsche
Homepage von Sonja Tajsich

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