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Ironman Nizza: Aernouts und Deckers siegen, Brader fünfter

29. Juni 2014 von Mario Lisker

Foto: Ralph SchickWetterkapriolen, Stürze und eine spektakuläre Disqualifikation boten ungewohnt viel Abwechslung zum zehnjährigen Jubiläum des Ironman Nizza. Der technisch anspruchsvolle Radkurs wurde durch plötzlich hereinbrechende Temperaturstürze auf 11 Grad und Regenschauern zur mentalen Bewährungsprobe.


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Cave zunächst Foto: Ralph Schickmit Riesenvorsprung

Der Zwei-Runden-Schwimmkurs bot zunächst keine großen Überraschungen. Jurkiewicz, Sieger des Ironman Wales, Billard – ITU Langdistanz Weltmeister und Hecht – Seriensieger des Ironman Schweiz mussten sich lediglich dem Briten Wiltshire geschlagen geben. Bei den Damen nahm sich Leanda Cave, nach dem verkorksten letzten Jahr, einiges vor und entstieg als erste Frau und Gesamtvierte dem Wasser, mit vier Minuten Vorsprung auf die erste Verfolgerin.

Dramatik pur auf dem Rad

Jurkiewicz, zunächst in Führung, vor Billard und Aernouts. Der starke Radfahrer Hecht folgte mit einer Minute Rückstand auf Platz vier. Jurkiewicz baute seinen Vorsprung auf fast zwei Minuten aus, bis plötzlich einsetzender Regen einen Sturz herbeiführte. Zwar verlor er nur 30 Sekunden, jedoch bekam er am kommenden Anstieg Probleme und musste kurz darauf den zweiten des letzten Jahres Aernouts ziehen lassen. Auch der Belgier stürzte zweimal und gab die Führung an Billard. Billard zwei Minuten vor Aernouts und acht Minuten vor Hecht hieß es zum Wechsel vor dem Marathon.

Faustdicke Überraschung zu Beginn bei den Damen

Mit vier Minuten Vorsprung und reichlich Druck wurde Cave bereits nach 15 Kilometern, wegen fehlender Starnummer auf dem Rad, disqualifiziert. Nutznießerin war zunächst Caitlin Snow, die die Führung übernahm. Tine Deckers fuhr anschließend nicht nur die Lücke zu, sie ging nach 50 Kilometern vorbei und baute bis zur Wechselzone sagenhafte acht Minuten Vorsprung auf. Dass Deckers diese brauchen wird, konnte man sich denken denn es gibt nur wenige, die sich mit den Laufzeiten einer Caitlin Snow messen können.

Aernouts kämpft erfolgreich, Brader wird fünfter

Foto: Ingo Kutsche, freiAernouts begann sofort mit der Aufholjagd und halbierte den Rückstand bereits nach fünf Kilometern. Welches Tempo er dabei vorlegte, zeigten erste Hochrechnungen – hält er die Pace, wird es ein Streckenrekord. Auch Tyler Butterfield zeigte Zähne und verwies Hecht zunächst auf Rang vier. Wieder einmal fast unbemerkt pflügte del Corral wieder durch das Läuferfeld. Am Ende aber nicht schnell genug. Aernouts siegte mit fast fünf Minuten Vorsprung auf den Spanier. Butterfield folgt weitere drei Minuten später. Erfreulich Christian Brader: Finish auf dem fünften Platz hinter Jurkiewicz.

Snow und Deckers kämpfen erbittert

Foto: Ralph SchickDass Caitlin Snow zu eine der besten Läuferinnen der Langdistanz gehört ist nicht neu. Wie knapp das Ganze am Ende werden würde konnte aber keiner ahnen. Nach den acht Minuten Rückstand zu Beginn des Laufes, kam Snow kontinuierlich auf die erste, Tine Deckers, heran. Am Ende lief sie ganze 20 Sekunden pro Kilometer schneller als die Führende. Es sollte aber nicht reichen. Auf denkbar knappe 45 Sekunden schaffte es die Zweitplatzierte Snow heranzulaufen bevor Deckers siegte.

 

Ergebnis Herren

1. Bart Aernouts, 08:33:22
2. Victor del Corral, 08:37:23
3.Tyler Butterfield, 08:40:56
4.Jeremy Jurkiewicz, 08:44:45
5. Christian Brader, 08:49:03

Ergebnis Damen

1. Tine Deckers, 09:12:21
2. Caitlin Snow, 09:13:02
3. Lisa Roberts, 09:23:58
4. Eimear Mullan, 09:39:53
5. Katy Blakemore, 09:49:55

Hier geht´s zu den Ergebnissen.

Fotos: Ingo Kutsche, Ralph Schick, triathlon.de

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