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Ironman Melbourne: Bockel und Steffen siegen clever

23. März 2014 von Mario Lisker

Bild: IronmanDas Starterfeld für den Ironman Melbourne, als Asia-Pazifik Meisterschaft, sah wie immer beeindruckend aus. Es war schwer sich festzulegen wie es ausgehen wird, insbesondere bei den etwas kühleren Bedingungen. Während Zeebroek lange führt wartete Bockel geschickt auf seine Chance nach dem Sieg zu greifen. Das dichte beieinander der Top 5 von fünf Minuten, zeugt von den Positionskämpfen. Auch Caroline Steffen fährt clever und siegt nach gutem Marathon.


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Zeebroek von Beginn an vorn

Beim Schwimmen bildeten sich die Grüppchen recht schnell und boten in der Besetzung kaum Überraschungen. Lediglich Christian Kramer musste sich mit kleinen Problemen ungewohnter Weise im ersten Verfolgerpack mit Craig Alexander einsortieren. Kurios: Der Führende dieser Gruppe schwamm zweimal indirekte Wege und zog so die Lücke zur Spitze größer. McKenzie der aussichtsreich in der Wechselzone ankam, verlor mit Helmproblemen zwei Minuten. Auch dass Mary Beth Ellies bei den Damen einen recht großen Vorsprung herausschwimmen würde, war wenig überraschend. Steffen auf zwei, hielt ihn mit zwei Minuten aber im Rahmen.

Bockel fährt clever, Kramer hält lange mit

triathlon.de freiLeichter Nieselregen und kühle Temperaturen ließen die Veranstalter auf einen Streckenradrekord hoffen. Die aus dem Wasser entstiegenen Gruppen behielten sich auf dem Rad bei. Während vorn Zeebroek im Alleingang die ganze Führungsarbeit auf sich nahm, ließ die zweite Grupper erahnen was noch kommen würde: Vanhoenacker, Alexander und Hecht sind nur einige Namen der guten Gesellschaft. Erfreulich: Einziger deutscher Starter Christian Kramer hielt in dieser Gruppe bis etwa 130 Kilometer mit. Von da an sortierte sich das Feld langsam, bevor auf den letzten 30 Kilometern nochmal richtig Gas gegeben wurde. Bockel hielt sich geschickt zurück und war stets in Schlagdistanz.

Angela Neath stark, Steffen besonnen

Foto: Ingo Kutsche, freiDass Caroline Steffen sofort Druck machen würde um die Lücke zu schließen, war allen klar. Aber auch sie nahm statt der Hammer- die Clevernessvariante und fuhr lange im Führungsduo. Erst am Ende drehte sie nochmal leicht auf um am Ende als erste auf die Laufstrecke zu gehen. Hat Neucoach Chris McCormack hier bereits seine Mindgames gelehrt? Während Keat langsam an Boden verlor näherte sich Angela Neath kontinuierlich. Mareen Hufe hielt den Abstand mit sechs Minuten als sechste auf dem Rad im Rahmen des Möglichen.

Bockel hat die beste Renneinteilung

Ingo Kutsche freiIn der ersten Hälfte der letzten Disziplin tat sich an der Spitze kaum etwas. Zeebroek lief vor Dellow und Bockel. Unterdessen arbeitete sich Paul Matthews fast fliegend nach vorn. Als Matthews Bockel passiert, nutzt der Belgier die Chance und heftet sich an die Fersen. Dellow gingen die Kräfte aus als Bockel auf den letzten sieben Kilometern aufdreht und in Führung geht. Diese gibt er bis ins Ziel nicht mehr ab während hinter ihm Dellow und Matthews erbittert um Rang zwei kämpfen. Mit dem besseren Ende für Matthews. Kramer, der als einziger eine vier Minuten Strafe ausbaden musste, lief mit dem viertschnellsten Marathon noch von Rang achtzehn auf neun. Wahnsinn: Der schnellste Läufer war Crowie mit 42 Jahren!

Steffen lässt nichts anbrennen

Steffen lief unterdessen kontinuierlich einen Vorsprung heraus, der bis auf über vier Minuten anwuchs. Während Mary Beth Ellies auf Platz zwei nichts anbrennen ließ, folgte auf Rang drei eine dicke Überraschung: Die US Amerikanerin Kim Schwabenbauer hatten wohl die wenigsten auf der Rechnung an diesem Tag. Eine gute Radzeit und der schnellste Marathon wurden nur durch ein schlechtes, über eine Stunde dauerndes Schwimmen geschmälert.

Top 10 Männer
1 – Dirk Bockel, 8:01:01
2 – Paul Matthews, 8:02:13
3 – David Dellow, 8:03:06
4 – Michael Weiss, 8:03:45
5 – Craig Alexander, 8:05:46
6 – Marino Vanhoenacker, 8:08:24
7 – Axel Zeebroek, 8:12:34
8 – Christian Kemp, 8:14:09
9 – Christian Kramer, 8:15:09
10 – Peter Robertson, 8:16:29

 

Top10 Damen
1 – Caroline Steffen, 8:57:57
2 – Mary Beth Ellies, 9:02:15
3 – Kim Schwabenbauer, 9:10:06
4 – Rebekah Keat, 9:11:06
5 – Asa Lundstrom, 9:16:09
6 – Angela Neath, 9:21:11
7 – Mareen Hufe, 9:21:40
8 – Michelle Duffield, 9:34:30
9 – Tracy Douglas, 9:40:41
10 – Tine Holst, 9:47:30

 

Hier geht´s zu den Ergebnissen.

Fotos: Ingo Kutsche, triathlon.de

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