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Ironman Melbourne 2015: Kramer Vierter, Frommhold lange in Führung

22. März 2015 von Christine Waitz

Ingo Kutsche,   freiMelbourne, 22. März 2015 – Ein spannendes und ereignisreiches Rennen fand in Melbourne statt. Ein vierter und ein fünfter Rang sprang dabei für die deutschen Männer heraus. Nils Frommhold führte das Rennen über weite Teile hinweg an, bevor er auf der Laufstrecke Tribut zollen musste. Den Sieg holten sich der Kanadier Jeffrey Simonds und Melissa Hauschildt.


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Marko Albert sorgte für einen schnellen Tagesbeginn und brach mit einer Schwimmzeit von 45:18 Minuten den Streckenrekord der Auftaktdisziplin, der im Vorjahr durch Benjamin Sanson aufgestellt wurde. An seinen Fersen: Todd Skipworth, Nils Frommhold, Luke Bell und Brad Kahlefeldt. Kramer und Jan Raphael befanden sich in der ersten Verfolgergruppe, die mit rund eineinhalb Minuten Rückstand auf das Rad stieg.

Frommhold macht das Tempo

triahtlon.de, freiFrommhold setzte sich schnell an die Spitze des Feldes und arbeitete sich zusammen mit Luke Bell ebenso schnell einen kleinen Vorsprung über die Verfolger heraus. Das Polster über Christian Kramer, Marko Albert, Todd Skipworth und Brad Kahlefeldt wuchs bis zur Hälfte der Radstrecke auf über fünf Minuten an. Bald schlossen sich die Verfolgergrüppchen hinter dem Führungsduo zu einer zwölfköpfgen Verfolgergruppe zusammen. An Frommhold und Bell kamen sie jedoch nicht heran.

Kurz vor dem zweiten Wechsel setzte sich Frommhold dann auch von seinem Begleiter ab und erreichte die Wechselzone mit eineinhalb Minuten Vorsprung. Eine gute Ausgangsposition, die er bis Kilometer 31 halten konnte. Dann jedoch machten sich die ersten Probleme bemerkbar, die Kilometerzeiten wurden langsamer. Schnell hatten ihn Jeffrey Symonds und Jan van Berkel eingeholt. Der Kanadier Symonds, der schon zwei Mal den Challenge Pentincton für sich entscheiden konnte, ließ sich daraufhin den Sieg nicht mehr nehmen. Nach 8:04:28 Stunden lief er als erster über die Ziellinie, gefolgt von Tim van Berkel und Brad Kahlefeldt.

Auf den vierten Platz hatte sich mit konstanter Leistung Christian Kramer vorgeschoben, während Frommhold sich auf Rang fünf ins Ziel rettete. Per Bittner wurde Neunter, Jan Raphael Elfter.
Nach 8:11:31 Stunden zog Kramer ein nüchternes Fazit: „Das Podium sollte es diesmal leider nicht sein, dennoch bin ich zufrieden. Nach dem Rennverlauf hätte es auch anders ausgehen können, ich nehme 2.455 Punkte für die Hawaii-Quali mit. Auch die Gewissheit das der Formaufbau gepasst hat, stimmt mich für 2015 sehr positiv.“

Hauschildt läuft mit Blasen zum Sieg

Annabel Luxford dominierte das Schwimmen im Rennen der Damen und schwamm eineinhalb Minuten Vorsprung über Wahl-Australierin Caroline Steffen heraus. Doch das sollte die starke Schweizerin nicht beeindrucken. Bereits an der 45-Kilometer-Marke hatte sie die Ironman-Debütantin eingeholt und setzte sich an die Spitze. Luxford jedoch, blieb hartnäckig dran.

Ingo Kutsche, freiSo erreichten die beiden gemeinsam den Wechsel, über vier Minuten vor Melissa Hauschildt. Die Australierin machte schnell klar, dass sie auch über die volle Distanz ihre Laufstärke ausspielen konnte. Zeitweise machte sie pro Kilometer 20 Sekunden auf Steffen gut. So konnte sie bald Luxford überholen und etwas eher als gedacht auch Steffen. Die nämlich musste mit Magenproblemen einen ungeplanten Stopp einlegen.

Spannung in Sommerhitze

Doch auch für Hauschildt wurde es schwer. Noch vor der 30-Kilometer-Marke plagten sie Krämpfe, kurz darauf ließ sie sich außerdem wegen wunder Füße behandeln. Dennoch – der Konkurrenz erging es kaum besser. So sicherte sich Hauschildt nach 8:52:50 Stunden den Sieg vor Yvonne van Vlerken, die Caroline Steffen noch abfangen konnte.

Ingo Kutsche, frei

Ergebnisse Männer

1. Jeffrey Symonds, 8:04:28
2. Timothy von Berkel, 8:07:57
3. Brad Kahlefeldt, 8:09:21
4. Christian Kramer, 8:11:31
5. Nils Frommhold, 8:12:51

9. Per Bittner, 8:25:17

11. Jan Raphael, 8:27:03

Ergebnisse Damen

1. Melissa Hauschildt, 8:52:51
2. Yvonne van Vlerken, 8:58:58
3. Caroline Steffen, 8:59:08
4. Asa Lundstrom, 9:02:49
5. Beth Gerdes, 9:05:08

Zu den Ergebnissen.

Fotos: triathlon.de, Ingo Kutsche

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