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Christine Waitz – Ich mag es warm

Ironman Malaysia 2009:
Christine Waitz – Ich mag es warm

4. März 2009 von Christian Friedrich

christine-waitz-rad1Beim Ironman Malaysia debütierte Christine Waitz aus Roth zum ersten mal als Profi-Triathletin und konnte auf Anhieb einen fünften Platz einfahren. Warum Malaysia und wie sie sich einen Ironman einteilt erfahrt Ihr in unserem Interview mit Christine.


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triathlon.de: Nachdem Du letztes Jahr etwas Probleme hattest, bist Du diese Jahr ja schon recht früh in die Ironman-Saison gestartet. War es für Dich wichtig möglichst schnell wieder einen „richtig“ guten Wettkampf abzuliefern?

Christine: Natürlich brennt man nach einer „verpatzten“ Saison darauf, so schnell wie möglich wieder ins Wettkampfgeschehen einzusteigen. Vor allem auch weil ich mir vor Hawaii so sicher war, dass die Form stimmt und der Wettkampf dann doch nicht richtig gut gelaufen ist. Die Entscheidung für Malaysia fiel also tatsächlich sehr kurz nach Kona, allerdings hatte mich dieses Rennen schon seit längerer Zeit gereizt.

triathlon.de: Wie bist Du mit Deinem Schwimmen ohne Neo zufrieden? Wie war die Schlacht im Wasser?

Christine: Mit der Schwimmleistung bin ich in Anbetracht der schwierigen Trainingssituation im Winter in Roth (wir haben kein Hallenbad) doch recht zufrieden, wobei mir das Schwimmen ohne Neo sehr entgegen kommt. Die „Schlacht“ war diesmal keine. Eine der schönen Seiten wenn man als Pro vornweg schwimmen darf ist, dass man von Anfang an frei schwimmen kann.

triathlon.de: Wie? Ihr habt kein Hallenbad in Roth? Wie trainierst Du dann im Winter?

Christine: Leider ist es selbst für den Verein recht schwierig Schwimmzeiten in umliegenden Hallenbädern zu bekommen (und dann auch nur eine Stunde Schwimmzeit). Deswegen fahre ich mittlerweile immer nach Nürnberg, wo ich entweder im Schwimmverein mitschwimmen kann oder eben viel während den öffentlichen Schwimmzeiten trainiere.

triathlon.de: Auf dem Rad bist Du es locker angegangen. Wie kontrollierst Du Dich? Schaust Du regelmäßig auf die Pulsuhr oder hast Du ein Wattmesssystem? Kannst Du kurz etwas die Radstrecke beschreiben?

Christine: Die Radstrecke ist doch anspruchsvoller, als ich das zu Beginn angenommen hatte. Zum „einrollen“ ist es recht flach und man kann schön seinen Rhythmus finden, doch sobald es dann auf die eigentliche Runde (vier davon) geht empfinde ich die Strecke als recht unrhythmisch. Zahlreiche kleine und zum Teil recht steile Anstiege zwingen die Athleten zum Herunterschalten. Auch auf der Radstrecke spielt die Hitze eine große Rolle. Auf dem flachen Zwischenstück am Flughafen hatte man doch den Eindruck von der heißen Luft gegrillt zu werden.

Ich orientiere mich im Wettkampf weder am Puls, noch an Wattzahlen. Hier muss ich mich ganz auf mein Gefühl verlassen, dass auch diesmal nicht ganz falsch war. Denn ich konnte einige Damen, die zu Beginn an mir vorbei flogen, zum Ende der Radstrecke bereits wieder einsammeln.


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