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Ironman Lanzarote 2012: Der Streckencheck

16. Mai 2012 von Christine Waitz

Foto: Gitte Jensen freiNicht zu unrecht gilt der Ironman Lanzarote als einer der härtesten Ironmanrennen der Welt. Die Strecken haben es in sich: Sie warten mit ordentlich Höhenmetern, langen Anstiegen und schlechtem Asphalt auf. Der Schwierigkeitsgrad steigt am Renntag um ein Vielfaches, wenn der Wind auf der Radstrecke die Splitzeiten verlängert oder Hitze und Schattenmangel auf der Laufstrecke die Strandpromenade zum Höllenpfad werden lassen. Bei triathlon.de findet ihr alle Informationen zu den Rennstrecken.


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Die Schwimmstrecke

Der Start des Rennens befindet sich am Strand Playa Grande in Puerto del Carmen, einem der Touristenzentren der Insel. Vom Start weg wird nur 160 Meter ins Meer hinausgeschwommen, bevor die Teilnehmer auf die erste Boje treffen, die die Schwimmer nach links leitet und parallel zur Küste schwimmen lässt.

Diese Boje darf besonders im Feld der Altersklassenathleten als erster Knackpunkt gesehen werden – nach so kurzer Distanz hat sich das Feld noch kaum entzerrt, sodass ein Kampf um die kürzeste Schwimmstrecke an dieser Stelle vorprogrammiert ist. Nun geht es auf zwei Wendebojen zu, die die Schwimmer dann an der Küste entlang wieder zum Ausgangspunkt zurückführen. Kurz geht es aus dem Wasser heraus, denn ein Landgang führt die Athleten in die zweite Schwimmrunde.
Um eine Sache müssen sich die Athleten keine Sorge machen. Ein Neoprenverbot droht nicht, denn die Wassertemperatur bewegt sich konstant zwischen 20 und 21 Grad Celsius.

Die Radstrecke

Die Radstrecke auf Lanzarote hat es in sich. In jeder Hinsicht. Bereits die feststehenden Faktoren lassen kein leichtes Rennen erwarten. Mit einem zu überwindenden Höhenunterschied von insgesamt 2550 Höhenmetern gibt es so einige Anstiege. An einigen Stellen der Strecke findet sich noch der raue und löchrige Asphalt, der den Athleten das Leben schwer macht. Dort gilt es, den Proviant fest am Rad zu verstauen!

Fotos: Gitte Jensen frei

Die große Unbekannte am Rad ist der Wind. Meist aus nordöstlicher Richtung kommend, kann er an einem starken Tag durchaus so heftig sein, dass ein Radfahrer von der Strecke geweht wird.

Der Streckenverlauf führt die Teilnehmer über die gesamte Insel. Während die Strecke ist für den normalen Straßenverkehr geöffnet ist, geht es zunächst bergauf Richtung Yaiza, es folgt die El-Golfo-Schleife, die mit wundervollem Ausblick auf das blaue Meer locken würde, wäre man nicht gerade im Wettkampf. Nach der Rückfahrt über Yaiza führt die Strecke über die Feuerberge Richtung Tinacho, hinunter am Club La Santa vorbei, leicht bergann nach Famara. Im Örtchen Teguise wird links abgebogen, hinauf zu den Windrädern und zum Observatorium. Eine schnelle Serpentinenabfahrt gibt nur kurze Möglichkeit zur Erholung bevor es im Tal der 1000 Palmen in den Anstieg zum Mirador del Rio geht. Oben angekommen gibt es nicht nur eine tolle Aussicht sondern endlich eine lange Abfahrt hinunter nach Arieta. Die große Küstenstraße bietet ein welliges aber schnelles Stück bevor die Athleten bei Nazaret das gefürchtete „Polterstück“ mit rauem Asphalt erwartet. Über San Bartolome, Uga und Tias geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Foto: Gitte Jensen freiDie Laufstrecke

Die Laufstrecke besteht aus drei Runden an der südlichen Küstenpromenade. Eine 21,10 Kilometerrunde bis Playa Honda deckt die erste Hälfte des Marathons ab. Die folgenden 2 Runden von jeweils 10,55 Kilometern führen an der flachen Strandpromenade von Avenida de las Playas in Puerto del Carmen entlang.

Die große Unbekannte auf der Laufstrecke ist nicht der Wind, sondern die Hitze und der mangelnde Schatten an der Strandpromenade.

Ironman Lanzarote 2012 Special: Lanzarote feiert 20. Geburtstag

Hier gibt es  die Streckenübersicht des Veranstalters.

Fotos: Gitte Jensen

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