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Ironman Hawaii: der Favoritencheck mit Andi Böcherer

6. Oktober 2017 von Stephan Schepe

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triathlon.de: Wie sieht Dein Tipp für die Top 5 in diesem Jahr aus?

Andi:

1. Sebastian Kienle
2. Jan Frodeno
3. Ben Hoffmann
4. Patrick Lange
5. Boris Stein
6. Nils Frommhold

Das spart uns die Frage nach Deinem Tipp für die anderen deutschen Athleten.

Andi: Ich tippe jetzt schon fünf Deutsche in die Top 6. Das muss uns mal genügen.

Wie und wo wirst Du das Rennen mitverfolgen?

Andi: Ich werde mit meinem Sponsor Cube in Portugal sein und mit viel Spannung und nach mehr Wehmut an der Bar rumhängen und den ZDF-Livestream anschauen.

Vielen Dank für Deine Einschätzung und alles Gute!

 

Profil Andi Böcherer

Andi Böcherer, einmaligAus der Freude an der Bewegung, der Lust auf Abenteuer und der Suche nach den eigenen Grenzen hat Andi Böcherer mit dem Triathlon angefangen. Seinen ersten Triathlon hat der Freiburger 2002 absolviert und seit 2008 seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Andi ist unter den besten Fünf beim Ironman Hawaii gewesen, Europameister geworden und landet bei fast jedem Wettkampf auf dem Podium. Sein Motto: „Don’t dream of a magic day, train for a solid day!“

Friday ist #Triday!
Seit Juli teilt Andi sein Wissen und seine Erfahrungen in einem wöchentlichen Blog auf seiner Facebook-Seite. Jeden Freitag gibt er unter dem Stichwort #Triday Tipps zu Material, Training, Wettkampf, Motivation und vieles mehr. Hier ein Beispiel:

Jörg Schüler, frei#Triday, 22. September: „Heute mit meinen Tipps zum Kurvenfahren. Ich finde es wichtig, dass auch ein Triathlet sein Rad richtig beherrscht. Nicht nur aus Sicherheitsgründen. Sondern auch, weil man dadurch in Summe viel Zeit sparen kann – übrigens nicht nur wegen der dazugehörigen Bremsmanöver.

Ich versuche, eine Kurve vorzubereiten. Wenn ich weiß, dass ich bremsen muss, dann lass ich lieber vorher einige Tritte aus und spare so Kraft. Es wäre blödsinnig, bis kurz vor dem Bremsen voll reinzutreten und dann alle Energie durch abruptes Bremsen zu vernichten. Besser: anrollen, und dabei Energie sparen. Dann sicher und zügig durch die Kurve und danach schnell wieder auf Tempo kommen. Das muss ich immer wieder üben und die passende Dosierung finden, aber dann ist es nicht nur effizienter, sondern ich bleibe auch in einem besseren Rhythmus.

Die Geschwindigkeit kurz vor der Kurve muss so sein, dass ich mich sicher fühle. Auf jeden Fall darf man in der Kurve nicht mehr bremsen. Sonst verlieren im schlimmsten Fall die Reifen die Bodenhaftung und der Fahrer die Kontrolle.

Ich schaue in den Ausgang der Kurve, verlagere mein Gewicht und steuere vom äußeren Fahrbahnrand so weit wie möglich nach innen. Nach dem Scheitelpunkt richte ich mich langsam auf, lasse mich durch die Fliehkraft nach außen tragen und gebe wieder Gas, um auf Renntempo zu kommen.

In der Kurve ist das Treten verboten! In Schräglage kann das Pedal auf der Kurveninnenseite sonst aufsetzen. Deshalb bleibt das innere Bein auch in Zwölf-Uhr-Position.

Klingt alles einfach, oder? Ist es auch eigentlich. Ihr solltet es aber ernst nehmen und immer wieder üben. Das macht das Fahren flüssiger, ihr fühlt euch (und seid) sicherer. Und ihr fahrt damit auch schneller.“

Alle Beiträge aus Andi Böcherers #Triday Blog findet ihr unter seinem Facebook Profil
www.facebook.com/andiboecherer01/
www.instagram.com/andiboecherer
www.twitter.com/andiboecherer

Foto: Ingo Kutsche, Jörg Schüler


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