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Ironman Hawaii 2013: Verletzung und Krankheit – Auch Profis bleiben davon nicht verschont

2. Oktober 2013 von Christine Waitz

Ingo KutscheTraining im Profibereich ist stets eine Gratwanderung zwischen perfekter Ausbelastung und Überlastung. Bereits mehrere prominente Ausfälle gibt es im Vorfeld des Ironman Hawaii 2013 zu verzeichnen, einer davon aus den eigenen Reihen. Chris McCormack und Andi Böcherer müssen auf ihre Starts verzichten. Kristin Möller und Mary Beth Ellis stehen nach Verletzung trotzdem an der Startlinie. Wir haben uns mit den beiden Deutschen unterhalten.


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Chris McCormack: Sportlerdiagnose Drüsenfieber

Ein letztes Mal wollte Chris McCormack den Angriff auf die Krone des Ironman Triathlon starten. Mitte September ließen Maccas Tweets auf seiner rege geführten Seite jedoch bereits erahnen, dass die Vorbereitung alles andere als rund lief.
Das Hashtag „sick“, gefolgt von Arztbesuchen und Bluttests ließen nichts gutes erwarten. Wenig später, am 14. September, die Diagnose Pfeiffersches Drüsenfieber. „Epstein Barr virus, diagnosis mononucleosis. 4-6 weeks recovery. Kona is gone for 2013. Absolutely devastated. Thanks for the concerns“, twitterte der enttäuschte Australier.

Weit verbreitete Viruserkrankung

triathlon.deDas Ebstein-Barr-Virus gehört zur Familie der Herpesviren. Besonders Leistungssportler sind durch ein geschwächtes Immunsystem anfällig für diese Viruserkrankung, die rund 95 Prozent der Menschen noch vor dem 30. Lebensjahr einmal heimsucht. Häufig wird die Ansteckung mit dem weit verbreiteten Virus gar nicht bemerkt. Ist das Immunsystem jedoch geschwächt, können grippeähnliche Symptome, gefolgt von Schwäche und Müdigkeit auftreten – das vorübergehende Aus für jeden Sportler.
Nur eine Woche nach der Diagnose verkündete Macca, dass seine Saison 2014 bereits geplant sei. Wir sind gespannt, ob der mittlerweile 40-jährige Australier noch einmal nach Kona zurückkehrt.

Andi Böcherer: Nicht ausgeheilte Verletzung wird zum Verhängnis

Auch der Freiburger nutzte seine Social Media Plattform um das vorzeitige Hawaii-Aus zu verkünden. Am 24. September war die Meldung „Zurück in Deutschland mit leeren Händen und einem verletzten Fuss. Die Verletzung vom Ironman Frankfurt ist nie komplett ausgeheilt, obwohl es sich zwischenzeitlich so angefühlt hat. Beim Training auf Cozumel ist sie dann wieder schlechter geworden, sodass ich jetzt meine Saison beendet habe“, auf seiner Facebookseite zu lesen.

Wir haben uns kurz mit Andi unterhalten: Hallo Andi. Wann warst du an dem Punkt, an dem dir klar wurde, dass die Teilnahme am Ironman Hawaii 2013 nicht mehr klappen wird?

Ingo KutscheAls sich mein Fuß bei der unmittelbaren Vorbereitung auf den Ironman 70.3 Cozumel in Mexico wieder verschlechtert hat, war mir klar, dass er auch unter reduziertem Training nicht bis Kona komplett verheilen würde. Das Risiko einer chronischen Verletzung ohne echte Aussicht auf eine gutes Rennen hat mich dazu bewegt, die Saison zu beenden und nach Hause zu fliegen.

Ist jetzt vollständige Ruhe angesagt, oder bist du schon heiß auf die Punktejagd für 2014?

Beides. Ich mache jetzt wie jedes Jahr vier bis sechs Wochen komplette Pause, aber heiß bin ich schon :-)

Wo wirst du das Rennen stattdessen verfolgen?

Ich werde in der Livesendung von triathlon-szene als Gastmoderator mitfiebern.

Kristin Möller und Mary Beth Ellis: Unsicherheit vor dem Start

Foto: Ingo Kutsche, freiAuch im Feld der Damen läuft nicht alles rund. Sowohl eine der Topfavoritinnen, Mary Beth Ellis, als auch Kristin Möller stehen mit einem Fragezeichen hinter der Startlinie. Während Mary Beth Ellis sich im September nach einem Radsturz auf Cozumel einer Schlüsselbein Operation unterziehen musste, laboriert Kristin Möller an einer Verletzung der Plantarsehne.

Nicht ganz abgeschrieben hat die Amerikanerin ihr Rennen. Denn schon bald nach dem Sturz konnte sie zumindest ein Rad- und Lauftraining absolvieren und dürfte dort die Form gut halten haben können. Im Schwimmen hingegen, wird sie auch aufgrund der eingeschränkten Beweglichkeit, wohl noch einige Minuten im Rennen liegen lassen.

Ingo KutscheKristin Möller plagen seit bereits zwei Monaten Probleme mit der Plantarsehne, die in den letzten Wochen ein Training, ausgerechnet in ihrer Paradedisziplin, unmöglich machten. An den Start möchte sie dennoch gehen: „Meine Devise lautet, wenn ich schon einmal hier in Kona bin und starte, werde ich alles daran setzten, um die Stimmung im Zielkanal am Pier erleben zu können, auch wenn es länger dauern wird als sonst.“

Zum Hawaii Spezial.

Fotos: Ingo Kutsche, triathlon.de

 

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