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Ironman Hawaii 2013: Van Lierde und Carfrae holen die Krone

13. Oktober 2013 von Christine Waitz

Foto: Sebastian Kuhn, einmaligKailua Kona, 12. Oktober 2013 – Bei guten Bedingungen holten sich in einem spannenden Rennen Frederik van Lierde und Mirinda Carfrae die Krone des Ironman Triathlon 2013. Sebastian Kienle konnte sich als bester deutscher auf Rang drei platzieren.


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Die gestiegene Leistungsdichte, ruhiges Gewässer und ein fehlender Tempomacher zeichneten einen überraschenden Verlauf des Rennauftakts aus. Sowohl im Männerrennen, als auch im Feld der Damen durchpflügten große Führungsgruppen die ruhige Bucht von Kona.

Alle Favoriten an Bord

Foto: Ingo Kutsche, freiErst gegen Ende des Schwimmparts konnten sich drei Athleten etwas von der großen Gruppe lösen. So erreichte Brandon Marsh nach 50:51 Minuten die zweite Wechselzone. Mit ihm Titelverteidiger Pete Jacobs und Clayton Fettel.
Doch der volle Zug der 27 Spitzenathleten hatte den Dreierpack bald eingeholt. Andrew Starykowicz übernahm zunächst die Führung. Als Überbiker bekannt, erwarteten viele eine ganz neue Renndramatik.

Ähnlich zeigte sich das Rennen der Damen. Schnellste Schwimmerin mit 53:55 Minuten war Haley Chura, doch direkt an ihren Fersen zehn Athletinnen, darunter fast alle Sieganwärterinnen.

Deutsche Athleten stark

In die Reihe der Spitzenathleten hatten sich Faris Al-Sultan, Christian Ritter und Timo Bracht eingereiht. Während sich Sebastian Kienle mit nur 3,5 Minuten Rückstand in eine gute Ausgangslage gebracht hatte, schien Andreas Raelert mit 54:11 Schwimminuten einen eher schwachen Start erwischt zu haben.
Anja Beranek führte die deutschen Athletinnen auf die Radstrecke, während Mareen Hufe und Sonja Tajsich mit einigem Rückstand auf das Rad stiegen. Kristin Möller hingegen erwischte einen schwächeren Start in das Rennen.

Der Rennverlauf

Ingo Kutsche, freiBis zum Wendepunkt hatte Andrew Starykowicz die Führungsposition inne. Dann jedoch hatten Sebastian Kienle, und mit überraschend starker Radleistung, Luke McKenzie zum Amerikaner aufgeschlossen. Langsam zog sich das große Athletenfeld etwas auseinander.  Nicht jedoch im Damenrennen. Hier bewegten sich acht Athletinnen an der Spitze und zeigten ein aktives Rennen mit zahlreichen Führungswechseln. Besonders Joyce, Swallow, Steffen und Cave leisteten Führungsarbeit und ließen sich keine Schwäche anmerken.

Der zweite Wechsel

Andrew Starykowicz konnte als erster Athlet die Laufschuhe schnüren, gefolgt von Luke McKenzie. Sebastian Kienle hatte zwar auf den abschließenden Kilometern etwas an Boden verloren, machte sich jedoch an der dritten Position liegend auf die Strecke.
Meredith Kessler führte die Damenkonkurrenz zum Wechsel an, dicht gefolgt von Rachel Joyce, Jodie Swallow und Michelle Vesterby. Mit achtminütigem Rückstand begann die potentiell schnellste Läuferin den Marathon: Mirinda Carfrae.

Beste Bedingungen

Sebastian Kuhn, freiAuch auf der Laufstrecke setzten sich die perfekten, moderaten Bedingungen fort. Luke McKenzie hielt sich hartnäckig an der Spitze, während Sebastian Kienle einen Rang an Frederic van Lierde abgeben musste. Eben dieser holte sich am Eingang des Natural Energy Laps die Führung und sollte sie nicht mehr hergeben. Nach 8:12:19 sicherte der Belgier sich den Weltmeistertitel vor Luke McKenzie. Sebastian Kienle brachte die hervorragende Podiumsplatzierung ins Ziel. Timo Bracht und Faris Al-Sultan beschließen die Top-Ten Platzierungen.

Im Damenrennen lief Rachel Joyce ein starkes Rennen an der Spitze. Hinter ihr jedoch fegte Mirinda Carfrae durch das Damenfeld. Ihrem Tempo konnte keiner stand halten. Sie lief den schnellsten Marathon, stellte mit 2:59:39 einen neuen Marathonrekord auf (die drittbeste Zeit im Gesamtfeld) und konnte nach 8:52:14 ihren Sieg feiern. Hinter ihr, Rachel Joyce und Liz Blatchford.

Sebastian Kuhn, frei

Zur Fotostrecke des Rennens.

Ergebnis Männer

1. Frederik van Lierde, 8:12:19
2. Luke McKenzie, 8:15:19
3. Sebastian Kienle, 8:19:24
4. James Cunnama, 8:21:46
5. Tim O’Donnel, 8:22:25
6. Ivan Raña, 8:23:43
7. Tyler Butterfield, 8:24:09
8. Bart Aernouts, 8:25:38
9. Timo Bracht, 8:26:32
10. Faris Al-Sultan, 8:31:13

Ergebnis Damen

1. Mirinda Carfrae, 8:52:14
2. Rachel Joyce, 8:57:28
3. Liz Blatchford, 9:03:35
4. Yvonne van Vlerken, 9:04:34
5. Caroline Steffen, 9:09:09
6. Caitlin Snow, 9:10:12
7. Meredith Kessler, 9:10:19
8. Michelle Vesterby, 9:11:13
9. Gina Crawford, 9:14:47
10. Catherine Faux, 9:15:16

Zu den Ergebnissen.

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Fotos: Ingo Kutsche, Sebastian Kuhn

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