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Ironman Hawaii 2013: Sonja Tajsich – endlich schwimmend?

8. Oktober 2013 von Mario Lisker

Ingo KutscheMit Mentaltraining und neuem Schwimmplan arbeitete Sonja intensiv an den Schwächen des vergangenen Jahres. Auch bei ihr stand Boulder des Öfteren als Zielort im Navi. Im April sogar als zweite Heimat mit einem zweimonatigen Aufenthalt. Doch auch sie blieb vom Verletzungspech nicht verschont. 


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Der Grundstein für…ein verkorkstes Jahr

Bei einem Lauf auf Lanzarote stürzte Sonja gleich im ersten Trainingslager der Saison. Die daraus resultierende Hüftentzündung sollte sie noch mehrfach einholen. Nach einer vierwöchigen Pause und kurzem Trainingseinstieg, startete sie beim 70.3 in Galveston/Texas. Die nötige Vorsicht gestaltete diesen zu einem Training unter Wettkampfbedingungen. Mit ihrem Schwimmresultat zufrieden, war das Ergebnis mit vier Minuten Differenz zur Spitze immer noch kein Aushängeschild. Auf dem Rad testete sie sich vorsichtig bis an die Schmerzgrenze heran, nahm zur Halbzeit aber wieder Druck heraus. Der Radsplit war nicht weit von der Spitze entfernt, der Lauf wurde dann, wie geplant, eher ein lockerer Trainingslauf.

Wetterchaos: Zwangs-Duathlon St.Pölten

In Boulder wurde an einer Technikumstellung beim Schwimmen gearbeitet. Die Verletzung schien einigermaßen überwunden, sodass es Ende Mai zum 70.3 nach St.Pölten ging. Nach zwei Jahren krankheitsbedingter Handicaps, reiste sie sehr kurzfristig an. Der Jetlag hatte sie jedoch am Wettkampftag im Würgegriff. Völlig gerädert fehlte der nötige Druck, um in der Spitze mitzufahren. Der abschließende Lauf war zwar solide aber auch suboptimal.

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Entwicklung zum Schwimmer?

Eine Erkältung ließ den Start in Kraichgau nicht zu. So beschlossen Sonja und Coach Ralf Ebli die Kurzdistanz in Ingolstadt auf die Mitteldistanz zu verlängern. Hier machte sich die Technikumstellung des Schwimmens bemerkbar und Sonja konnte überraschend, in der Spitzengruppe schwimmen. Auf dem Rad machte sie von Beginn an Druck und hatte mit 41,2 km/h die zweitschnellste Radzeit. Ihre Vorliebe für warme Tage zahlte sich bei der abschließenden Disziplin aus. Sie lief souverän mit dem schnellsten Split zu ihrem Sieg.

Ein Schritt vor…zwei zurück

Foto: Christine Waitz,freiBei ihrem Start in Roth lief es anfangs sehr gut. Zwar mit einem Rückstand von fünf Minuten auf die Spitze, dennoch war Sonja voll im Plan, um auf dem Rad mit Druck vor zu fahren. Nach nur zwanzig Kilometern kehrte der Schmerz ihrer Verletzung vom Jahresanfang zurück. Nach 50 Kilometern war nur ein Fahren im Stehen halbwegs schmerzfrei, aber für einen Wettkampf eben auch sinnfrei, möglich. So brach sie den Wettkampf nach 160 Kilometern ab.

Fear and loathing Vegas?

Nach einigen Arztterminen ging es wieder nach Boulder um für Kona das Ruder noch rumzureißen. Zu ihrem Start bei der 70.3 WM in Henderson gibt es keine Stimmen und Berichte. Aus den Zahlen und den Ereignissen ist abzuleiten, dass hier ein Finishen im Vordergrund und Platzierung und Zeit im Hintergrund standen. In allen Disziplinen und am Ende war sie jeweils gut 13% langsamer als die Top Fünf.

Fazit

Es ist schwer zu sagen, was Sonja zu leisten im Stande ist. Die Vorbereitung lief alles andere als optimal. Dennoch: Sollte es ihr und ihrem Trainer Ralf Ebli gelingen, bis Kona die Leistung auf das Niveau des Vorjahres zu heben, und sollte sie an die gezeigte Schwimmleistung aus Ingolstadt anknüpfen können, ist in diesem Jahr das Podium drin. Denn zehn Minuten Verbesserung der Schwimmleistung bei gleichen Folgedisziplinen hätten 2012 den Sieg bedeutet…

Sonjas Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

Tabelle TajsichZum Ironman Hawaii Special mit Favoritenvergleich.

Zum Webauftritt von Sonja Tajsich.

Foto: triathlon.de, Ingo Kutsche

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