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Ironman Hawaii 2013: Rachel Joyce – Die Ruhe vor dem Sturm?

3. Oktober 2013 von Mario Lisker

Foto: Ingo Kutsche - sportfotografie.bizUm die Britin war es in diesem Jahr erstaunlich still. Nur zwei von geplanten fünf Wettkämpfen absolvierte sie. Ihre Trainingsbasis war Boulder, wo sie auch im Winter mit der Grundlage begann. Da es in Boulder zur kalten Jahreszeit eher ruhig zu geht, hatten Rachel und ihr neuer Coach Dave Scott ein ideales Trainingsrevier. Der ohnehin ruhige Wettkampfplan wurde durch ungeplante „Ruhephasen“ noch ruhiger.


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Entgegen der Gewohnheit

Normalerweise nimmt Rachel jedes Jahr den Abu Dhabi Triathlon als Einstieg in die Saison wahr, um kurz darauf in einem frühen Ironmanrennen zu starten. In diesem Jahr jedoch lag der Fokus auf einem ausgedehnten Basistraining, mit dem Ironman Texas, einem Rennen gleich um die Ecke, als Abschluss. Ein, zwei Kurzdistanzen und der Start in Roth, sollten das Programm bis Kona abrunden.

Foto: ingo Kutsche, frei

Wer rastet der rostet

Das Rennen um den Formstatus zu bekommen, konnte sie dann kaum abwarten. Beim 70.3 Oceanside im März, bekam sie jedoch  die fehlende Wettkampfroutine und den Ruherost zu spüren. Kleinigkeiten, die sie vergaß und ein, für ihr Empfinden, mäßiges Schwimmen ließen den Kopf für das Rennen nicht frei werden. Auf dem Rad kämpfte sie mit müden, schweren Beinen, ehe sie mit einem halbwegs soliden Halbmarathon den Wettkampf auf Platz sieben beendete.

Streckenrekord in Texas

Foto: Ingo Kutsche - sportfotografie.biz

War das Rennen in Kona 2012 für sie nicht mehr als eine Erfahrung und nicht wirklich ein Rennen, ging sie den Ironman Texas ganz anders an. Unter heißen Bedingungen, mit 35 Grad Celsius, kombiniert mit 70 Prozent Luftfeuchtigkeit, starteten Männer und Frauen zeitgleich. Das Starterfeld der Frauen war überschaubar und bis auf Amy Marsh kaum namenbehaftet. Marsh war auch die Einzige, die ihr auf dem Rad noch halbwegs folgen konnte. Während Marsh beim Lauf mit einem vier Stunden Marathon der Hitze Tribut zollen musste, war Rachels Sieg zu keiner Zeit gefährdet. Trotz der schweren Bedingungen konnte sie sogar einen neuen Streckenrekord aufstellen.

Fazit

So waren es gerade Mal zwei Wettkämpfe im ersten Halbjahr, ehe sie das restliche Programm, Challenge Roth und den 5150 Boulder, bedingt durch einen Virusinfekt, auch noch absagen musste. Wohl dem, dem die Sponsoren ohne Druck solche Entscheidungen frei lassen.

Das ist Rachel Joyce durchaus bewusst und sie selbst weist in ihren Blogs auch mehrfach darauf hin. Einer Einschätzung zu ihrem Favoritenvermögen hilft dies leider nicht. Es ist schwierig. Der Sieg in Texas zeigt, das sie durchaus in der Lage ist, Rennen unter Extrembedingungen sehr erfolgreich zu absolvieren. Mit einer solchen Leistung in Kona, ist jederzeit mit ihr zu rechnen. Das sie nach der schwachen zweiten Saisonhälfte keiner auf dem Plan hat, könnte nur zu ihrem Vorteil sein.

Rachels Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

triathlon.de, freiZum Ironman Hawaii Special 2013 mit Favoritenvergleich.

Zur Website von Rachel Joyce.

Fotos: Ingo Kutsche.

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