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Ironman Hawaii 2013: Leanda Cave – mit vielen Fragezeichen

12. Oktober 2013 von Mario Lisker

Foto: Ralph Schick freiDie 35-jährige Britin krönte 2012, nach einer steten Verbesserung der Platzierung, ihre vierzehnjährige Karriere mit der Krone auf Hawaii. Perfekt im Auftakt, musste sie auf dem Rad Federn lassen um beim abschließenden Marathon Caroline Steffen nieder zu ringen. Viel Erholung danach gönnte sie sich nicht. Ihre Vorbereitung in diesem Jahr lief dann alles andere als optimal – die Weltmeisterin wackelt.


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Im Eiltempo zur fatalen (?) Off-Season

Bereits zwei Wochen nach Kona bestritt die frisch gebackene Weltmeisterin den 70.3 Miami, um kurz danach beim Ironman Arizona die Pflicht für die Qualifikation zur Titelverteidigung zu erfüllen. Ein sechster Platz genügte ihr dazu. Danach nahm sie gehörig Tempo raus und tat zwei Monate lang nichts. Selbst das Grundlagentraining wurde gestrichen.

Schock

Ende Februar schockte sie die Sportwelt mit der Diagnose Hautkrebs. Da dieser aber durch Herausschneiden entfernt werden konnte, war eine Chemotherapie und damit ein mögliches Karriereende nicht nötig. Sie stieg mit einem Fünf-Wochen-Block ins Training ein und fokussierte diesen auf Tempo.

Foto: Ralph Schick frei

Ohne Grundlage rein ins Geschehen

Im ersten Halbjahr absolvierte sie zwei Mitteldistanzen eingebettet in zwei Olympische. Unter anderem den legendären Escape from Alcatraz, sowie den harten 70.3 St.George in Utah. Mit letzterem analysierte sie ihren Trainingsstand im ersten Halbjahr und meint ernüchtert, dass sie von einer Titelverteidigung in Kona weit entfernt sei. Mit dem nicht zufriedenstellenden Ergebnis, stellt sie ihr Training um.

Verletzungspech und Aufwind

Die fehlende Base-Phase und der harte Einstieg summierten sich im Laufe der Zeit zu Verletzungen, die sie zwangen ihr Highlight in Roth abzusagen. Nach drei Monaten Pause und Physiotherapie startete das zweite Halbjahr versöhnlicher mit dem 70.3 in Boulder.
Der Trainingsschwerpunkt schwimmen, bescherte ihren bisher guten Schwimmergebnissen den Status „exzellent“. Auf dem Rad ist sie eine gute Verfolgerin, verliert aber auf die Spitzengruppe. Sie selbst zeigt sich positiv über das Laufen überrascht, wo sie insgesamt Boden gut macht und den zweiten Platz erkämpft, jedoch auf die Siegerin Hauschildt sieben Minuten verliert.

Erneuter Rückschlag

Foto: Robert Bückel freiNur einen Monat später kehrt die Enttäuschung zurück. Zur Weltmeisterschaft in Las Vegas ist, bis auf das Schwimmen, absolut nichts, wie es sein sollte. Jetzt wird die Zeit knapp, um für Kona an den wichtigen Elementen der zweiten und dritten Disziplin zu arbeiten. Denn wie sagt man so schön? Im Schwimmen wurde das Rennen noch nie entschieden! Hat Leanda den falschen Schwerpunkt gesetzt oder war das Pech dieser Saison der Multiplikator für die Tendenz?

Fazit

Die Titelverteidigung wird zum Mammutprojekt. Die Konkurrenz ist ihr meilenweit voraus. Ihre Schwimmleistungen sind auf Topniveau und auf dem Rad dürfte sie einiges einbüßen. Das Laufen, ihre Stärke bei Ihrem Sieg 2012, sieht momentan noch schlimmer aus als ihre Radform. Vielleicht überrascht sie uns wie schon 2012, aber Steffen und Co. waren in diesem Jahr konstanter und besser unterwegs.

Leandas Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

triathlon.de, freiZum Ironman Hawaii Special mit Favoritenvergleich.

Hier geht´s zur Webseite der aktuellen Queen of Kona.

Fotos: triathlon.de, Robert Bückel

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