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Ironman Hawaii 2013: Eneko Llanos – Der spanische Stier

4. Oktober 2013 von Mario Lisker

triathlon.deEneko steht eigentlich nicht das erste Mal auf der Favoritenliste ganz oben. Nach zwei Jahren in Folge mit einem „DNF“ in der Liste geführt, soll es in diesem Jahr endlich klappen. Der schnelle Baske hat ohne jede Frage das Zeug dazu, doch sein Mammutprogramm in der Vorbereitung könnte das Zünglein an der Waage sein.


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Casa Lanzarote La Santa

Seine Vorbereitungen absolviert er vor seiner Haustür auf seiner Lieblingsinsel Lanzarote im Club La Santa. Anfänglich durch einen Knochenbruch im Handgelenk gehandicapt, konnte er noch auf der Insel voll ins Training einsteigen. Die Trainingsbelastungen waren durch die Berge und den Wind eine gute Vorbereitung für seine geplanten Langstreckenstarts.

Ab in die Wüste

Durch seinen vorzeitigen Ausstieg auf Hawaii im letzten Jahr, musste er sich einem Punktesammelplan für Kona beugen. Dabei sollte Abu Dhabi sein Test für den kurz darauf folgenden Ironman Melbourne sein. Keine schlechte Wahl. So konnte er sich hier bereits einem guten Starterfeld beweisen. Das tat er auch, denn einzig Frederik van Lierde war an diesem Tag schneller. Ungewohnter Weise in Enekos Paradedisziplin – dem Lauf.

Foto: Ingo Kutsche, frei

Big Points in Melbourne

Gut vorbereitet ging es nach Melbourne, um die ersten wichtigen Kona-Punkte zu sammeln. Mit Vanhoenacker und Crowie als Konkurrenz sollte dies aber kein Geschenk sein. Dennoch konnte er sich, mit dem schnellsten Marathon, gegenüber dem Belgier Vanhoenacker behaupten. Jetzt konnte er mit den ersten 4000 Punkten die weitere Saison planen.

Hausmarke auf Mallorca

Entspannt nahm er sich den 70.3 Mallorca vor, um Aernouts und Raelert mit einem phänomenalen 68 Minuten Halbmarathon zu zeigen, weshalb er als einer der schnellsten Läufer gilt. Laut eigener Aussage, ging er den 70.3 St.Pölten entspannt und ohne 100 Prozent an, um mental und physisch gestärkt, dem Weltklasse Starterfeld in Frankfurt zu begegnen.

Europameister

Foto: Ingo Kutsche, frei

Als neunmaliger Sieger nahm er an der Mitteldistanz in Zarautz im Baskenland als Vorbereitung auf die EM teil. Mit den jeweils schnellsten Splits, quasi im Vorbeigehen. Mit dieser Form nahm es mit ihm in Frankfurt lediglich Marino Vanhoenacker auf, der lange versuchte seinen Radvorsprung zu verteidigen. Unter heißen und windigen Bedingungen, war jedoch an diesem Tag kein Kraut gegen den Basken gewachsen. Mit einem Zielsprint sicherte er sich den Titel

Fazit

Auch Eneko gibt nicht wirklich viel über sein Befinden in den jeweiligen Rennen preis. Fakt ist: Steigt er mit der Spitzen- oder Verfolgergruppe vom Rad, können es nur die schnellsten Läufer beim Marathon mit ihm aufnehmen. Durch ihn könnte sogar der Marathonrekord auf Kona fallen. Also eigentlich fast wie jedes Jahr. Seine Fans müssen nur hoffen, dass er bis auf die Laufstrecke schafft. Ist es vielleicht das Mammutprogramm mit den zahlreichen vorangegangenen Langdistanzen, dass ihn auf Kona zum Verhängnis wird?

Enekos Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

Tabelle-FavoritencheckLlanos

Zum Ironman Hawaii Special 2013 mit Favoritenvergleich.

Hier geht´s zu Enekos Webseite.

Fotos: triathlon.de

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