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Ironman Hawaii 2013: Craig Alexander – Unter dem Radar?

3. Oktober 2013 von Mario Lisker

triathlon.deMichael Raelert sagte in einem seiner Interviews nicht grundlos, dass Crowie auf der Favoritenliste steht und unter dem Radar fliegt. Die Platzierung des Australiers in Las Vegas kann man, wegen einer Zeitstrafe, nicht als Maßstab heranziehen. Die restlichen Wettkämpfe, bei mäßiger Besetzung, aber auch nicht. Was ruft ihn also in den Augen anderer Favoriten auf deren Plan?


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Viel preisgeben ohne etwas preiszugeben

Craig pflegt einen professionellen Webauftritt. Der australische, dreifache Familienvater managed in beeindruckender Weise sein Privatleben und den Beruf. Er ist viel in der Welt unterwegs und trainiert gern und regelmäßig mit den anderen Größen des Triathlons. Videotagebücher eines Trainingstages gehören genauso dazu, wie ein reger Twitterverkehr. Dennoch: Seinen tatsächlichen Trainingsstand gibt er nie preis.

Fünf Tage vor Ironman Melbourne: Vaterfreuden

Seine erste Station 2013 war der Ironman Melbourne, wo ihm der dritte Platz bereits einige Punkte für Kona einbrachte. Die folgenden Halbdistanzen sorgten für den Rest. Mit dem dritten Platz in Melbourne zeigte er durchwegs solide Splits und nahezu Spitzenleistung. Hier schien die Tagesform entschieden zu haben, wer ganz oben steht. Dank leichter Rückenschmerzen und wenig Schlaf, wenige Tage zuvor wurde er zum dritten Mal Vater, zeigte er sich mit dem Rennergebnis alles andere als unzufrieden.

Foto: Ralph Schick, frei

Dominierend bis zur Kienle-Show

Das restliche Jahr bis Kona gestaltete sich ziemlich einfach strukturiert. Alle bestrittenen Wettkämpfe waren Halbdistanzen, einschließlich der Weltmeisterschaft in Las Vegas. Bei seinen Siegen in Kansas und Lake Stevens hatte er mit Bell, Bretscher und Ambrose Konkurrenten auf überschaubarem Niveau auf Augenhöhe. Schwäche zeigte er bei keiner Disziplin.

Anders bei der Weltmeisterschaft in Las Vegas, wo die Leistungen in der ersten und letzten Disziplin locker für einen Top5 Platz gereicht hätten. Einzig auf dem Rad büßte er auf Kienles Verfolger neun Minuten ein. Wie viel davon seiner Zeitstrafe, und dem resultierenden Rhythmusverlust zuzuschreiben sind, ist nicht abschätzbar. Die vorherigen Wettkämpfe jedenfalls, offenbarten keine Radschwäche.

Fazit

Alexander zeigt in keiner der Disziplinen eine gravierende Schwäche. Der einzig limitierende Faktor scheint sein Alter zu sein, immerhin hat er seit kurzem eine Vier vorn stehen. Ist das ein limitierender Faktor für den Streckenrekordhalter von Hawaii? Wir denken: Wer ihn unterschätzt wird nur seine Fersen sehen. Er wird aktiv am Kampf um das Podium teilnehmen.

Crowies Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

triathlon.de

Zum Ironman Hawaii Special 2013 mit Favoritenvergleich.

Hier geht´s zu Crowies Webseite.

Fotos: triathlon.de

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