Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Ironman1 > Ironman Hawaii 2013: Caroline Steffen – dem Ziel so nah…

Ironman Hawaii 2013: Caroline Steffen – dem Ziel so nah…

4. Oktober 2013 von Mario Lisker

Ingo Kutsche,   freiDie 35-jährige Schweizerin ist ein bisschen das weibliche Pendant zu Andreas Raelert. Sie glänzt das ganze Jahr mit Topniveau, aber in Kona fehlt immer ein kleines Puzzelteil. Die ehemalige Schwimmerin zeigt ganz klar im Schwimmen und Radfahren ihre Glanzleistungen, um beim Laufen auf den letzten Kilometern regelmäßig ein Rennen aus der Hand zu geben.


Triathlon Anzeigen

Sind sie zu stark, bist Du zu schwach…

Dass das Team TBB, was Trainingshärte anbelangt, eigene Wege geht, ist längst bekannt. Die wenigsten halten das Trainingsprogramm durch. Caroline ist eine von ihnen. Das spiegelt sich auch in der Wahl ihrer Vorbereitungswettkämpfe. So findet die Vorbereitung überwiegend auf längeren Distanzen, über das 70.3 Format hinaus, statt.

Mal kurz ´nen 70.3

Planen die meisten mit einigen 70.3 und ein, bis zwei Langdistanzen, macht es Caroline genau anders herum. Auch 2013 standen die Kilometerzähler meist über 70.3 Meilen. Diese Distanz war quasi nur das Aufwärmprogramm für Xena. Bereits im Januar in Auckland holte sie auf diesem Streckenformat, mit gewohnt schnellem Schwimmen, starkem Raddruck und einem mäßigen Laufsplit, einen ungefährdeten zweiten Platz.

In die Wüste geschickt

Schon im März ging es in die Vollen. Weder in Abu Dhabi, noch in Melbourne kann man von einem schlecht besetzten Starterfeld sprechen. Das gebotene Bild waren exzellente Schwimmen, Radleistungen gut aber nicht Spitze, gefolgt von mäßigen Läufen. In Abu Dhabi war ihr Augenmerk die Vorbereitung auf den kommenden Ironman, sodass die Radzeit nicht der tatsächlichen Stärke entspricht. Melbourne lief nicht nach Plan und um ihren Start für Kona nicht zu gefährden, beendete sie risikolos den Pflichtstart mit Rang drei.

Foto: Thomas Wenning frei

Auf Koh Samui lief es Pfui…

Lange währte ihre Pause nicht. Bereits nach einem Monat ging es wieder auf die Strecke, dieses Mal auf Koh Samui. Das ungewöhnliche Streckenformat 4-122-30 sollte ihr entgegen kommen. Doch Melissa Hauschildt und einer schlechten Verfassung war das egal. Mit fünfzehn Minuten Rückstand auf Platz eins, erreicht sie, mit einem schlechten Lauf, Platz drei und hat mit Granger und Csomor dennoch keine Unbekannten hinter sich gelassen.

Test mit Bravour

Ihr persönliches Highlight sollte Roth werden – und wurde es auch. Auch wenn sie mit ihrem Schwimmen nicht zufrieden war, war sie immer noch ganz vorn und mit der Spitzengruppe drei Minuten schneller als die Verfolger. Auf dem Rad machte sie es anders als gewohnt: Sie fuhr mit und nicht voraus! Was ihr aber letzten Endes immer noch eine weit über durchschnittliche Radzeit einbrachte. Doch mit dieser Taktik hatte sie genügend Reserven den Marathon mit der zweitschnellsten Zeit, und das Rennen auf Platz eins zu beenden.

Fazit

Das Jahresprogramm ist beeindruckend. Bleibt abzuwarten, ob so eine Zuspitzung oder ein Halten der Form bis Hawaii gelingt. In Kona könnte mit einer Taktik wie in Roth tatsächlich der Titel endlich greifbar sein. So entscheidet sie selbst Hop oder Top: Kontrolliert Rad fahren und auf das Laufen vertrauen, oder wieder bedingungslos nach vorn fahren und das Rennen beim Marathon abgeben.

Carolines Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

triathlon.deZum Ironman Hawaii Special 2013 mit Favoritenvergleich.

Hier geht´s zur Webseite von Caroline Steffen.

Fotos: Ingo Kutsche, Thomas Wenning

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden