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Ironman Hawaii 2013: Andreas Raelert – Kopfsache!

9. Oktober 2013 von Mario Lisker

Foto: triathlon.de frei„Wer, wenn nicht er?“ fragt sich Triathlon Deutschland. Vier Jahre in Folge auf dem Podium, eine Rekordzeit von 7:41:33 in Roth 2011 auf dem Konto, und mit dem Ironwar II Geschichte geschrieben. Dennoch stolpert Andreas immer über irgendeine Kleinigkeit auf dem Weg zum Weltmeistertitel. Kein anderer ist so oft, so knapp davor gescheitert – bis jetzt. Wie immer stehen die Vorzeichen gut und wie immer scheint nur der Kopf zu entscheiden.


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Auf die Plätze, fertig, New Orleans…

Fünf Monate Vorbereitung, intensive Arbeit an der Grundlage, und ein Trainingslager in Boulder – So sah sein Schwerpunkt aus, bevor er ins Wettkampfgeschehen eingriff. Boulder ist wohl die bekannteste Adresse im Spitzensport. Von hier aus ging es zum 70.3 nach New Orleans und mit einem Sieg zurück. Beim Schwimmen ganz vorn und auf dem Rad nicht der Schnellste, aber in Führung liegend, schien er im Lauf noch ein leichtes Defizit zu haben – der Sieg wurde so fast zum Zielsprint.

Mallorca bleibt in spanischer Hand

Einen Monat später, aus Boulder zurück, ging es zum 70.3 Mallorca. Hier kam es zum ersten Kräftemessen mit Bart Aernouts, Michael Göhner und Eneko Llanos. Wie zuvor in New Orleans war das Schwimmen sehr schnell. Abgesehen von den Radraketen wie Starykowicz, lag die zweite Disziplin im grünen Bereich. Der Halbmarathon war einmal mehr der Schlüssel. Mit Fabelzeiten unter 70 Minuten holten Llanos und Aernouts zwei Minuten auf den drittplatzierten Raelert heraus.

Foto: Ralph Schick, frei

Kraichgauer Titelverteidigung: Zahn gezogen

Ein Abstecher auf eine olympische Distanz in Polen, wurde im Zielsprint entschieden. Mit Platz zwei und sehr guten Zeiten war das Rennen eine Vorbereitung auf die Challenge Kraichgau, Anfang Juni. Eine Kieferoperation, drei Tage vor der Challenge, machten Andreas im Kraichgau zu schaffen. Platz 21 und fast neunzehn Prozent langsamer als die Spitze auf dem Rad, waren mit einem soliden Lauf nicht wieder aufzuholen.

Klagenfurt im Marathonspurt

Sein erstes Highlight, der Ironman Austria in Klagenfurt, war ein hartes Stück Arbeit. Die Siegerzeit, knapp unter acht Stunden, mit zwölf Minuten Vorsprung, sieht souveräner aus als sie war. Gewohnt schnell im Wasser, lief es auf dem Rad auch gut. Doch Spezialisten wie Twelsiek konnte er erst mit einem fulminanten Marathon hinter sich lassen. Vierzehn Minuten schneller als Twelsiek beim Lauf, machten den Sieg erst perfekt.

Muskoka – das kanadische Gallien

Foto: Ingo Kutsche, freiZurück in Boulder mit dem Rückschluss, dass das Niveau passt, aber Feinheiten zu verbessern sind. Ein weiterer 70.3, in Muskoka entwickelt sich zur Überraschung. Da am selben Wochenende die Elite zur Weltmeisterschaft in Las Vegas am Start war, schien der Sieg sicher. Doch es kam anders.
Mit der Spitzengruppe aus dem Wasser, kassierte er auf dem Rad sieben Minuten vom späteren Sieger. Mit dem zweitschnellsten Lauf des Tages arbeitete er sich Rang zwei vor. Der Sieger, ein Local, nahm Andreas beim Lauf weitere zwei Minuten ab. Jetzt sollen Tempotraining und eine Vorbereitung auf Maui die Weichen für Hawaii stellen.

Fazit

Raelerts Schwimm- und Laufleistung befinden sich bereits auf Topniveau. Ungewohnt für Andreas sind die teilweise gezeigten Radschwächen. Bleibt abzuwarten, wie sein geplantes Tempotraining angeschlagen hat. Die Form auf Hawaii steht bei ihm nie in Frage – er ist reif für den Titel. Also woran liegt´s? Es scheint, als fehle ein kleines Puzzleteil.

Andreas‘ Favoritencheck

Wer holt sich die Krone? Wir haben recherchiert, gerechnet und ein wenig gemutmaßt. Das Ergebnis findet ihr in der triathlon.de Favoritencheck-Tabelle. In jeder Kategorie gibt es eine maximale Punktzahl von fünf Zählern zu erreichen. Wir sind gespannt, wer am Ende die meisten Punkte hat und zu unserem Top-Tipp wird.

triathlon.deZum Ironman Hawaii Special mit Favoritenvergleich.

Hier geht´s zur Webseite von Andreas Raelert.

Fotos: Ingo Kutsche, triathlon.de

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