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Ironman Hawaii 2012: Laufstrecken-Check mit Sonja Tajsich

7. Oktober 2012 von Christine Waitz

Das 18. Türchen des Adventskalenders verbirgt das harte, aber doch so ersehnte Ende eines langen Wettkampftages hinter sich. Die Laufstrecke des Ironman Hawaii gilt als eine der härtesten im Ironmanzirkus. Die Kombination aus Hitze, tiefschwarzem Asphalt, Vorbelastung und Streckenprofil kostet auch die letzten Körner der Athleten. Sonja Tajsich begleitet uns auf die Streckenbesichtigung und hat den ein oder anderen Tipp parat um gut ins Ziel zu kommen.


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Die wichtigsten 42 Kilometer des Jahres werden in einer einzigen Runde absolviert. An zwei Wendepunkten können sich die Kontrahenten entgegenlaufen und kritisch beäugen. Und schon manch sicher geglaubte Sieger musste noch am Ende der Laufstrecke seine Führung abgeben.

Sonja Tajsich konnte sich im letzten Jahr nicht zuletzt wegen ihres fulminanten Marathonlaufes auf den siebten Platz im Damenfeld vorarbeiten. Mit der fünftschnellsten Marathonzeit in 3:04:47 Stunden bewies sie, dass sie nicht nur mit den harten Bedingungen perfekt umgehen kann, sondern auch, dass sie zur Weltspitze gehört. Wir haben mit ihr gesprochen und ihr einiges zum großen Finale entlocken können.

Foto: Christine Waitz/feiGerade auf der Laufstrecke schlägt die Hitze ja unbarmherzig zu. Nicht nur von oben brennt die Sonne herab, sondern der schwarze Asphalt gibt die Hitze auch von unten wieder. Wie bereitest du dich am besten auf die schweren Bedingungen vor?

Es gibt ein paar Faktoren, die man am Renntag beachten sollte, um nicht zu stark Tribut zu zollen. Dazu gehören Kühlen so viel und so gut es geht (Wasser, Eis etc.), viel Trinken, Salztabletten bereit halten – nur um einige zu nennen. Ich persönlich trage auch gerne einen Visor und Sonnenbrille beim Laufen. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich schon ein wenig für Hawaii gemacht bin, weil mir die Hitze eher entgegenkommt und ich mit Kälte meine Schwierigkeiten habe.

Auf Hawaii sieht man sehr unterschiedliche Wettkampfkleidung. Die einen schwören darauf möglichst wenig und leichte Kleidung zu tragen, die anderen bedecken möglichst viel mit hellen und kühlenden Stoffen. Wie sieht dein Outfit in diesem Jahr aus und wie behältst du einen kühlen Kopf?

Ich trage meinen Erdinger-Anzug, nichts darunter, nichts darüber, keine Armlinge, keine Kompressions-Socken, nur kurze Söckchen in den Schuhen. Dazu wie oben erwähnt einen Visor und eine Sonnenbrille. Außerdem viel Sonnencreme, Faktor 50!

Wie würde deine Wahl ausfallen? Flacher, direkter Wettkampftreter, oder gedämpfter Wohlfühlschuh?

Im Wettkampf schwöre ich auf den Type A von Saucony. Das ist eigentlich ein Wettkampfschuh für maximal zehn Kilometer-Läufe, aber ich habe den im Marathon immer an. Nachdem ich mit eher schwereren Schuhen trainiere, geht im Rennen dann richtig die Post ab, bei so wenig Material und dieser Leichtigkeit!

Der Weg in das Energy Lap kann sich ja unendlich ziehen. Bei jeder Kreuzung und Ampel erwartet man die Linkskurve hinab Richtung Wendepunkt. Weißt du mittlerweile unter wie vielen Ampeln du auf dem Highway hindurch musst?

Nein, die habe ich noch nie gezählt. Und mir erscheint es auch jedes Jahr unendlich lang. Die flimmernde Hitze und die endlos vielen Hütchen auf der Straße… Aber noch endloser erscheint mir der Weg heraus aus dem Energy Lab, bis man wieder auf dem Highway ist. Die Hitze und der Anstieg haben es wirklich in sich!

Hitze macht es häufig noch schwerer Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Welche Ernährungsstrategie würdest du empfehlen?

Möglichst viel trinken, auf genügend Salzzufuhr achten und die Kohlenhydrate kontrolliert und konstant zu sich nehmen. Ich schwöre auf Gels, weil ich unter Belastung nicht mehr kauen mag.

Hier geht es zum Streckencheck mit Sonja.


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