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Alles andere als die zweite Garnitur

Ironman Hawaii: Michael Wetzel –
Alles andere als die zweite Garnitur

8. Oktober 2010 von Meike Maurer

Nicht nur extrem viele gute Profi-Athleten sind auf Hawaii eingetroffen, auch viele motivierte Age Grouper tummeln sich mittlerweile auf dem Alii Drive und am Pier. Wir stellen euch einen von ihnen  – den ambitionierten Triathleten Michael Wetzel  – einmal genauer vor.


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Wer in Kona angekommen ist, hat alleine deswegen schon Grund stolz auf sich zu sein, denn in vielen Altersklassen bekommt man nur noch einen der heißbegehrten Slot für die Insel, wenn man beim Quali-Rennen eine Spitzenleistung erbracht hat. Auch deutsch Amateur-Triathleten/-innen werden am Wochenende wieder Chancen auf Top-Platzierungen haben. Immerhin kommt mit Christian Müller der amtierende Welt- und Europameister der Altersklassen aus Deutschland. Auch Michael Wetzel, der amtierende Langstrecken-Weltmeister der Amateure von Immenstadt, ist bei seinem zweiten Start auf Big Island sehr motiviert und möchte in seiner Altersklasse, der AK 25, mit vorne dabei sein. Auch bei den deutschen Damen haben wir mit Silvia Balbach – die in Frankfurt als gesamt Vierte der Frauen über die Ziellinie lief – ein heißes Eisen im Feuer, so dass es auf jeden Fall spannend werden sollte.

triathlon.de hat sich mit dem 26-jährigen Michael Wetzel aus Neuhausen getroffen und nachgefragt wie die Stimmung auf Hawaii ist.

Wie war die Anreise und wie fühlt es sich das zweite Mal auf Hawaii an?

Michael Wetzel: Am Anfang war ich ziemlich platt von der Anreise. Am 30.09. ging es morgens um 3 Uhr gemeinsam mit meinem Freund Marcus Büchler nach Frankfurt, von da aus mit Zwischenlandungen in Chicago und Los Angeles nach Kona (Ankunft ca. 19:30 Ortszeit 30.09.). Die Reise an einem Stück war (wie auch im letzten Jahr) durch die Zeitumstellung und die lange Zeit im engen Flieger (vor allem bei meinen langen Beinen) die reinste Tortur. Dazu kam der Stress beim Umsteigen in Chicago, da es trotz fast dreistündigem Aufenthalt wegen der Schlange bei der Immigration ziemlich knapp war. Letzlich hat aber alles geklappt, wir sind samt Gepäck gut hier angekommen. Wir sind wie im letzten Jahr im Kona Reef und schon seit dem Aussteigen aus dem Flugzeug kommt einem hier praktisch alles vertraut vor, als wäre man gar nicht weg gewesen. Auf jeden Fall ein super Gefühl wieder hier zu sein, eine Mischung aus Erinnerungen, Vorfreude und auch ein bisschen Anspannung.

Wie bist du mit deiner Vorbereitung zufrieden gewesen? Deine letzten beiden Rennen Cologne 226 Half und das Bundesliga Rennen für deinen Verein AST Süßen am Schliersee waren ja sehr erfolgreich.

Mit meiner Vorbereitung bin ich sehr zufrieden, ich konnte fast alles so umsetzen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Mitteldistanz in Köln hatte ich für mich eigentlich als letzten Wettkampf und Formtest vor Hawaii geplant und bin natürlich glücklich, dass es so gut gelaufen ist (Anmerkung der Reaktion: Gesamtplatz 6 in einer Zeit von 4:01:58). Der Bundesliga-Einsatz am Schliersee war nicht geplant, das hat sich eher kurzfristig aus einem personellen Engpass im Team ergeben, so dass ich als Ersatz eingesprungen bin. Da ich nicht zu den besten Schwimmern gehöre, ist die Bundesliga nicht unbedingt mein Revier, dafür war aber das Ergebnis am Schliersee ok. Wichtig war, ohne Sturz und bei den kühlen Bedingungen gesund durchzukommen.


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