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Ironman Frankfurt Spezial: Sebastian Kienle – mit Kampfesmut in das Rennen

4. Juli 2014 von Christine Waitz

Sebastian Kienle_TeaserSebastian Kienle, der 70.3 König und Drittplatzierte der Ironman Weltmeisterschaft im letzten Jahr will sich auch das Rennen in Frankfurt nicht entgehen lassen. Einen deutschen Meistertitel hat er in diesem Jahr schon zu verzeichnen. In das Rennen um die EM Krone will er mit Kampfesmut hinein gehen und „zumindest um den Sieg mitkämpfen“.


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Platz zehn beim Ironman 70.3 St. George, Sieg bei der Challenge Kraichgau und ein dritter Rang beim gut besetzten Triathlon Heilbronn. Sebastian Kienle zeigt sich in Form und hoch motiviert, seinen neunten Platz aus dem Vorjahr zu verbessern. Dass er die Strecke in Frankfurt mit Bravour meistern kann, hat er ja schon 2012 bewiesen, als er hinter Marino Vanhoenacker Zweiter wurde. Auf sie mit Gebrüll? Wie Sebastian Kienle seine Rennwoche bestreitet, lest ihr hier.

Sebastian Kienle_TeaserTapering ist eine Disziplin für sich. Sehr individuell und gar nicht einfach herauszufinden, ist das Training in den letzten Tagen vor dem Rennen. Wie sieht deine Rennwoche aus?

Klar, relativ entspannt. Circa vier Mal schwimmen, circa drei Mal Rad fahren und vier Mal laufen. Insgesamt komme ich dann auf rund zehn Stunden Training. Dafür habe ich aber auch relativ viele Termine. Ich probiere vorher alles so gut wie möglich zu planen, sodass ich in den Tagen vorher nicht zu viel Stress habe.

Fahrrad geputzt, Glücksbringer im Satteltäschchen, Bart nicht rasiert… es gibt zahlreiche kleine Rituale unter den Athleten, die vor dem Rennen zum Einsatz kommen und signalisieren: Jetzt zählt’s! Was ist deines?

Wirkliche Rituale habe ich keine. Außer natürlich den kleinen bekannten Glücksbringer auf meinem Vorbau: Ein Marienkäfer aus Holz. Das „jetzt zählt’s“-Gefühl kommt spätestens dann, wenn ich die anderen Jungs auf der Pressekonferenz oder beim Pro-Meeting treffe.

Ernährung ist nicht nur während des Rennens von entscheidender Bedeutung. Auch im Vorfeld ist es wichtig, was ,wann, wieviel man isst. Wie sieht dein Ernährungsplan aus …

…in der Rennwoche…

Alles wie immer! Ich riskiere da keine Versuche, und auch keine Saltin Diät. Ich achte sowieso stets auf meine Ernährung. In der Rennwoche biegt man da nichts mehr um, was man in den Jahren davor gut oder schlecht gemacht hat.

… am Tag vor dem Rennen…

Am Tag vorher achte ich darauf, dass ich wenige Ballaststoffe zu mir nehme und genug trinke.

… am Rennmorgen…

Gibt es Roggentoast mit Zurckerrübensirup, eine Banane und Espresso.

…im Rennen…

Brauche ich insgesamt circa 13 PowerGels, zwei PowerBars, vier bis fünf Liter Wasser und Energize, sowie einen halben Liter Cola.

Ingo Kutsche, frei

Wenn es im Rennen einmal nicht glatt läuft, wie motivierst du dich weiterzukämpfen?

Ich denke daran, dass es den meisten anderen dann auch schon schlecht geht. Oder auch indem ich an meine Familie denke. Außerdem probiere ich mich auf den Moment zu konzentrieren, also in kleinen Etappen zu denken.

Wie ist deine Vorbereitung gelaufen und was erwartest du dir vom Ironman Frankfurt 2014?

Meine Vorbereitung war sehr gut. Es gibt natürlich immer Kleinigkeiten die nicht perfekt laufen aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Ich erwarte von mir, dass ich mit Kampfesmut ins Rennen gehe und um den Sieg zumindest mitkämpfen kann.

Zur Website von Sebastian Kienle.

Zum triathlon.de Frankfurt Spezial.

Fotos: Ingo Kutsche

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