Du bist hier: Triathlon Portal - triathlon.de > Wettkampf > Interview1 > Ironman Frankfurt Spezial: Kristin Möller – Mit eisernem Willen am Start

Ironman Frankfurt Spezial: Kristin Möller – Mit eisernem Willen am Start

3. Juli 2014 von Christine Waitz

Ingo Kutsche freiKristin Möller setzt auf Bewährtes. Im letzten Jahr konnte sie auf Lanzarote siegen und beim Ironman Frankfurt auf das Podium laufen. In diesem Jahr reichte es zwar auf Lanzarote nicht ganz nach vorne, beim Ironman Frankfurt steht sie aber mit eisernem Willen am Start. Auch wenn das Training manchmal nicht so lief, wie geplant.


Triathlon Anzeigen

In diesem Jahr konzentrieren wir unsere Berichterstattung im Vorfeld des Ironman Frankfurt ganz auf die Profistarter. Denn kaum ein Altersklassenathlet hat sich nicht schon einmal gefragt, wie sich die Besten eigentlich auf das Rennen vorbereiten. So läuft die Rennwoche bei Kristin Möller ab.

Tapering ist eine Disziplin für sich. Sehr individuell und gar nicht einfach herauszufinden, ist das Training in den letzten Tagen vor dem Rennen. Wie sieht deine Rennwoche aus?

Foto: Ingo Kutsche, frei

In der Rennwoche gilt es alle Kräfte zu bündeln und Kraftreserven zu tanken. Darum trainiere ich nur ein bis zwei Einheiten pro Tag. Montags beginne ich mit einem Lauf und Schwimmen, Mittwochs steht die letzte Radeinheit auf dem Programm und Donnerstag und Freitag schwimme ich im Freiwasser.

Fahrrad geputzt, Glücksbringer im Satteltäschchen, Bart nicht rasiert (gut, das fällt raus)… es gibt zahlreiche kleine Rituale unter den Athleten, die vor dem Rennen zum Einsatz kommen und signalisieren: Jetzt zählt’s! Was ist deines?

Rad putzen ist auch bei mir der Klassiker.

Ernährung ist nicht nur während des Rennens von entscheidender Bedeutung. Auch im Vorfeld ist es wichtig, was ,wann, wieviel man isst. Wie sieht dein Ernährungsplan aus …

…in der Rennwoche…

Esse ich viel Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse und Kartoffeln.

… am Tag vor dem Rennen…

Bevorzuge ich Fleisch, Gemüse und Kartoffeln.

… am Rennmorgen…

Gibt es Brot mit Käse und Honig oder Nutella.

…im Rennen…

Gels, Gels, Gels…

Ingo Kutsche, frei

Wenn es im Rennen einmal nicht glatt läuft, wie motivierst du dich weiterzukämpfen?

Ich denke an die unzähligen Trainingsstunden im Vorfeld, an meine Begleiter, die mich am Streckenrand nach vorne peitschen und an die vergangenen emotionalen Zieleinläufe.

Wie ist deine Vorbereitung gelaufen und was erwartest du dir vom Ironman Frankfurt 2014?

 

Ich bin in den letzten Wochen durch ein Tal mit Höhen und Tiefen gegangen. Es gab Tage, an denen konnte ich im Training Bäume ausreißen und Trainingseinheiten, in denen mir mein Körper den Dienst an Bewegung verweigerte. Das ein oder andere Mal habe ich eine Erkältung oder eine kleine Verletzung herbeigesehnt, so utopisch das auch klingt, um ein Argument zu haben, mich einfach ins Bett legen zu können. Aber mein Körper hielt durch aufgrund meines Siegeswillen. Was in Frankfurt möglich ist, weiß ich erst, wenn ich am Sonntag die Ziellinie überquert habe.

Zur Website von Kristin Möller.

Zum triathlon.de Frankfurt Spezial.

Fotos: Ingo Kutsche

Triathlon.de Anzeigen
 
Zum Triathlon.de Newsletter anmelden