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Ironman Frankfurt Spezial: Corinne Abraham – Gute Planung ist alles

4. Juli 2014 von Christine Waitz

RobHoldenPhotography.com,   einmaligNach einer verletzungsbedingten Absage des Ironman Hawaii im letzten Jahr brauchte Corinne Abraham etwas Zeit, um sich wieder zu erholen. Mit einem dritten Platz beim Ironman Lanzarote im Mai gelang der Wiedereinstieg der Britin jedoch zumindest zufriedenstellend. Was sie sich vom Ironman Frankfurt erhofft, lest ihr hier.


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In diesem Jahr konzentrieren wir unsere Berichterstattung im Vorfeld des Ironman Frankfurt ganz auf die Profistarter. Denn kaum ein Altersklassenathlet hat sich nicht schon einmal gefragt, wie sich die Besten eigentlich auf das Rennen vorbereiten. So läuft die Rennwoche bei Corinne Abraham ab.

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Tapering ist eine Disziplin für sich. Sehr individuell und gar nicht einfach herauszufinden, ist das Training in den letzten Tagen vor dem Rennen. Wie sieht deine Rennwoche aus?

Ich lasse überwiegend meine Trainer darüber entscheiden, wie ich mich auf das Rennen vorbereite und tapere. Ich versuche ihnen so gut wie möglich Rückmeldung zu geben, wie ich mich fühle. Und natürlich sehen sie meine Pulswerte, Wattzahlen, Geschwindigkeiten, was ihnen meine Form in den Einheiten zeigt.
Mein Lauftraining beginnt rund zwei Wochen vor dem Rennen weniger zu werden, mein Radtraining sieben bis zehn Tage vorher. Aber ich trainiere auch in der Rennwoche noch so einiges. Mein Tapering im Schwimmen ist zum Beispiel nur einige Tage lang.

Fahrrad geputzt, Glücksbringer im Satteltäschchen, Bart nicht rasiert… es gibt zahlreiche kleine Rituale unter den Athleten, die vor dem Rennen zum Einsatz kommen und signalisieren: Jetzt zählt’s! Was ist deines?

Ich finde, dass ein gut strukturierter Terminkalender mir hilft, die Rennwoche zu organisieren. So rennt mir auch die Zeit nicht davon! Ich bin jedes Mal wieder erstaunt darüber, wie wir es schaffen die Rennwoche geschäftig zu gestalten. Wenn ich einen Plan habe, an den ich mich halten muss, schaffe ich es auch genügend Zeit zu haben, die Beine hoch zu legen und mich zu erholen. Ich sehe das weniger als Ritual, denn als gute Vorbereitung.

Ernährung ist nicht nur während des Rennens von entscheidender Bedeutung. Auch im Vorfeld ist es wichtig, was ,wann, wieviel man isst. Wie sieht dein Ernährungsplan aus …

…in der Rennwoche…

Meine Ernährung zu planen ist auch Teil meiner Strategie für die Rennwoche. Wenn es irgendwie geht, versuche ich mein Essen selbst zuzubereiten. Ich bleibe bei Nahrungsmitteln, die ich sonst auch esse – viel Salat und Gemüse, gute Proteine, gute Fette und ausgewogene Kohlenhydrate. Mein Kalorien-Input sinkt mit dem abnehmenden Training, sodass ich in der Rennwoche nicht zunehme.

… am Tag vor dem Rennen…

Normalerweise esse ich dann Porridge mit Banane, Zimt und Sojamilch zum Frühstück. Thunfisch-Avokado-Salat zu Mittag und Kartoffeln, Hähnchenfleisch und Brokkoli zum Abendessen.

… am Rennmorgen…

Mehr Porridge mit Banane, Zimt und Sojamilch – das bekommt mir am besten!

…im Rennen…

RobHoldenPhotography.com, einmaligIch ernähre mich im Rennen ausschließlich flüssig und nutze als Getränk „Etixx“. Ich habe jedoch auch Gels dabei, falls ich einmal eine Flasche verliere oder aus irgendwelchen Gründen keine Flüssigkeit aufnehmen kann. Ich versichere mich zudem, welche Produkte der Ausrichter auf der Strecke anbietet. Falls ich darauf zurückgreifen muss, weiß ich so, wieviel Kalorien diese im Vergleich zu meiner geplanten Ernährung haben. Damit ich nicht aus Versehen zu viel oder zu wenig aufnehme. Ich versuche einfach für jede Eventualität vorbereitet zu sein!

Wenn es im Rennen einmal nicht glatt läuft, wie motivierst du dich weiterzukämpfen?

Es gibt viele Dinge, die mich motivieren. In meinem letzten Rennen, dem Ironman Lanzarote, fühlte ich mich auf dem Rad schlecht. Da dachte ich an all die Leute, die eng mit mir zusammenarbeiten und hoffen, dass ich erfolgreich bin. Auch, wenn ich das Rennen als Einzelathlet bestreite, ist ein ganzes Team hinter mir (neben dem UPlace-BMC Profiteam): Mein Freund, meine Trainer, mein Physiotherapeut, meine Eltern, Freunde und Familie. Alle unterstützen mich auf ihre Art und Weise und ich finde darin Motivation und den Willen erfolgreich zu sein, bei dem was ich tue.

RobHoldenPhotography.com, einmaligWie ist deine Vorbereitung gelaufen und was erwartest du dir vom Ironman Frankfurt 2014?

Meine Vorbereitung ist gut gelaufen. Es ist noch nicht lange her, seit ich beim Ironman Lanzarote gestartet bin. Deshalb ging es vor allem darum, gut zu erholen, meinen Körper mit einigen wenigen Wochen Training vorzubereiten und dann schon wieder zu tapern. Es war nicht viel Zeit, zu arbeiten, aber ich bin zuversichtlich mich zwischen den Rennen noch etwas verbessert zu haben und ein starkes Rennen gegen die anderen Mädels zeigen zu können!

Zur Website von Corinne Abraham.

Zum triathlon.de Frankfurt Spezial.

Fotos: RobHoldenPhotography.com

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