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Ironman Frankfurt 2009: Die Laufstrecke

2. Juli 2009 von Andreas Laible

nicole-lederVier Laufrunden sind am Ende des Ironman Frankfurt zu absolvieren. Nicole Leder, eine der läuferisch schnellsten deutschen Triathletinnen auf der Langdistanz hat uns ein wenig über sich und die Strecke in Frankfurt erzählt.


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Der abschließende Marathon verläuft auf einer zuschauerfreundlichen Strecke entlang des Mains. Vier Runden sind vor der imposanten Frankfurter Skyline zu absolvieren. Die Strecke ist trotz vieler enger Kurven und der Brücken als schnell zu bezeichnen. Absolutes Highlight ist dabei der Zieleinlauf am Frankfurter Römer mitten in der City. Bei den Athleten, wie auch bei den Zuschauern, sorgt diese Bühne für absolutes Gänsehaut- Feeling.

Viele Athleten bezeichnen deshalb den Weg zum Römer als schönsten Zieleinlauf der Welt. Bis spät in die Nacht feiert das stimmungsvolle Frankfurter Publikum jeden Athleten, der es schafft, das Ziel vor Ablauf der 17 Stunden zu erreichen.

Mit Ihrer Langdistanz Marathonbestzeit von 2.52 Stunden zählt Nicole Leder bei ihrem dritten Start in Frankfurt zu den Topkandidatinnen für eine Platzierung auf dem Treppchen bei den Profi Frauen. Gewöhnlich rollt sie dabei erst beim Marathon das Feld von hinten auf. 2007 konnte Nicole in einem der spannendsten Ironman Rennen aller Zeiten die Titelverteidigerin Andrea Brede auf der Zielgeraden übersprinten und holte sich den Titel der Ironman Europameisterin.

Wir haben uns mit der Top Läuferin im Ironman unterhalten, um für euch ein paar wertvolle Tipps für die Frankfurter Laufstrecke einzuholen.

Nicole, wie geht es Dir? Ist die Vorbereitung für den Ironman in Frankfurt am 05. Juli nach Plan verlaufen?

Nicole: Das Training in den letzten Wochen lief sehr gut und ganz normal nach Plan. Ich bin weder durch Verletzungen, noch durch Krankheiten gebremst worden.

Letztes Jahr konntest Du Dich durch einen starken Marathon noch auf den zweiten Platz vorkämpfen. 2007 hast Du Dir in einem dramatischen Rennen im Zielsprint mit Andrea Brede den Europameistertitel gesichert. Wirst Du in diesem Jahr wieder auf deine Laufstärke setzen?

Nicole: Ich hab in allen drei Disziplinen hart gearbeitet und hoffe so ein bisschen entspannter ans Laufen gehen zu können. Die letzten drei Wochen habe ich mit Macca mein Lauftraining absolviert und dadurch noch mal einen guten Akzent gesetzt .Viel gelitten und viel gelacht!

Letztes Jahr hatte Chrissie Wellington bereits nach dem Radfahren einen uneinholbaren Vorsprung herausgefahren. Dieses Jahr sind mit Sandra Wallenhorst und Yvonne van Clerken ebenfalls zwei starke Radfahrerinnen am Start. Rechnest Du mit einem ähnlichen Rennverlauf wie im letzten Jahr?
Nicole: Ich finde es immer schwierig den Rennverlauf vorherzusehen. Fakt ist , dass die zwei schnellsten Athletinnen auf der Ironmandistanz mit Yvonne van Vlerken und Sandra Wallenhorst am Start sind. Man kann also von einem sehr schnellen Frauenrennen ausgehen.

Wie schätzt Du die starke Konkurrenz ein aus dem In- und Ausland?

Nicole: Die beiden oben genannten Athletinnen sind ganz klar die Favoritinnen.
Aber jede gemeldete Athletin hat an einem guten Tag die Chance auf eine Top- Platzierung. Andrea Brede, Meike Krebs, Wenke Kujala,… Es wird spannend werden.

Was ist dein Ziel am 05.Juli? Welche Platzierung traust Du dir zu?

Nicole: Möchte ein für mich gutes Rennen machen und mit einem super Lauf auf das Podium!

Was sind für Dich die Besonderheiten der Frankfurter Laufstrecke?

Nicole: Die Laufstecke wird glaube ich sehr unterschätzt. Vier Runden mit zwei Brücken und engen Kurven und Wendepunkten. Teilweise hat man Kopfsteinpflaster als Untergrund. Hier ist die ganze Zeit Konzentration angesagt und ständige Rhytmuswechsel. Dann sind dort aber auch die Massen an Zuschauern an der Strecke, die dich pushen. Ein einmaliges Publikum im weltweiten Ironman-Circuit.

Du wirst das Ziel erreicht haben noch bevor die letzten Athleten überhaupt die Radstrecke verlassen. Dennoch ist Frankfurt dafür bekannt, dass es ordentlich eng werden kann auf der Laufrunde am Main. Wie sind Deine bisherigen Erfahrungen diesbezüglich gewesen?

Nicole: Wir Profis kommen, sobald wir in den TOP3 laufen, in den Genuss eines Begleitfahrrads, was die Sache schon erleichtert und für eine freien Weg sorgt. Aber ich hatte eigentlich noch nie Probleme mein Tempo dort durchzulaufen, oder nicht genügend Verpflegung zu bekommen. Manchmal ist es ja auch angenehm für eine Zeit mit anderem Teilnehmer zu laufen, oder es hilft sich von einem zum anderen zu hangeln.

Hast Du spezielle Trainingseinheiten absolviert um den abschließenden Lauf in Frankfurt zu simulieren?

Nicole: Ich mache immer eine gewisse Anzahl an langen Läufen , die auch im Tempo variieren. Eine spezielle Laufeinheit für Frankfurt gibt es aber nicht. Das Rennen ist immer anders.

Was würdestet Du einem Debütanten raten, wie er den Marathon angehen sollte, nachdem er sich in der zweiten Wechselzone die Laufschuhe geschnürt hat?

Nicole: Auf jeden Fall von Anfang an das Tempo oder den Puls kontrollieren. Das Gefühl trügt hier oft und das Publikum verführt zu einer viel zu schnellen ersten Runde. Auch von Anfang an auf die Ernährung achten und die ersten zwei Runden sehr kontrolliert laufen!

Nicole, wir danken Dir für das Interview und wünschen Dir einen erfolgreichen Wettkampf und eine erneute Topplatzierung beim Einlauf am Frankfurter Römer!

Info: Nicole Leder

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